Klassenbildung

Häufige Fragen und Antworten (FAQ)

Was passiert bei der Klassenbildung? Warum braucht es sie?

Jedes Schuljahr wird geprüft, wie die neuen ersten Klassen am besten gebildet werden. Es werden genauso viele Klassen gebildet, dass die neu eintretenden Schülerinnen und Schüler den Vorgaben gemäss zugeteilt werden können. Bei einer restriktiven Klassenbildung werden Klassen strikt danach gebildet, dass die Differenz zur Richtzahl bei allen Klassen desselben Leistungsniveaus im selben Schulkreis so klein als möglich ist. Die Klassenbildung kann dazu führen, dass Schülerinnen und Schüler auch solchen Sekundarschulen zugewiesen werden, die nicht in kürzester Distanz liegen. Die betroffenen Eltern werden von den Sekundarschulleitungen kontaktiert, mit dem Ziel, Freiwillige für den Unterricht an anderen als den gewohnten Schulstandorten zu finden.

Was ist neu?

Der Vorgang an sich ist nicht neu. Die Sekundarschulleitungen setzen die rechtlichen Grundlagen zur Klassenbildung in den Sekundarschulkreisen konsequent um. Mit der Zustellung der Klassenbildungsentscheide des Amts für Volksschulen an die Sekundarschulleitungen ist die Klassenbildung der Sekundarschulen für das kommende Schuljahr abgeschlossen. Die rechtlichen Grundlagen zur Klassenbildung und den Zuweisungen finden sich in den §§ 12a, 13 und 13a der Verordnung
für die Sekundarschule (SGS 642.11) http://bl.clex.ch/frontend/versions/1792.

Was sparen die Steuerzahlenden, wenn eine Klasse nicht gebildet wird?

Eine Klasse kostet die Steuerzahlenden rund 250‘000 Franken pro Jahr.


Warum müssen bei einem Klassenrückgang Lehrpersonen entlassen werden?

Wenn es weniger Klassen braucht, dann braucht es auch weniger Lehrpersonen. Treten wieder mehr Kinder in die Sekundarschule ein, werden mehr Klassen gebildet und Lehrpersonen angestellt.

Wer fällt die Entscheide bei den Schülerinnen- und Schülerzuweisungen?
Die Zuständigkeiten sind im Bildungsgesetz des Kantons Basel-Landschaft sowie in der Verordnung für die Sekundarschule des Kantons Basel-Landschaft geregelt. Das Bildungsgesetz des Kantons Basel-Landschaft sieht folgendes vor:

§ 30 Schulort
1 Die Sekundarschule wird in der Regel im Schulkreis der Wohngemeinde besucht.
2 Die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion kann einzelnen Schülerinnen und Schülern den Schulbesuch in einem anderen Schulkreis bewilligen oder einzelne Schülerinnen und Schüler einem benachbarten Schulkreis zuweisen.

Quelle: http://bl.clex.ch/frontend/versions/1345

Die Schulleitungen nehmen die Klassenbildung vor. Das Amt für Volksschulen prüft die Einhaltung der Vorgaben und bewilligt auf dieser Basis die Klassenbildung. Die rechtlichen Grundlagen zur Klassenbildung und den Zuweisungen finden sich in den §§ 12a, 13 der Verordnung für die Sekundarschule: http://bl.clex.ch/frontend/versions/1792.

Wenn mein Kind einer neuen Klasse zugewiesen wird: Habe ich Rekursmöglichkeiten? An wen kann ich mich wenden?

Wer mit einer Zuweisung des Amts für Volksschulen nicht einverstanden ist, kann innert 10 Tagen schriftlich begründet beim Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft Beschwerde gegen die Verfügung des Amts für Volksschulen einlegen. In der Beschwerde werden die Ausgangssituation und das Anliegen beschrieben sowie die gewünschte Lösung formuliert. Der Beschwerde ist auch eine Kopie der Zuweisungsverfügung beizulegen.


Wie erfolgt die Zuweisung von Schülerinnen und Schüler an einen anderen als den erwarteten Schulort?

Die Sekundarschulen werden in einem ersten Schritt Eltern der betroffenen Klassen anfragen, ob sie einer Zuweisung an einen benachbarten Sekundarschulstandort innerhalb des Sekundarschulkreises zustimmen. Im zweiten Schritt prüfen sie für alle Schülerinnen und Schüler der betroffenen Klassen die Zumutbarkeit der Schulwege vom Wohnort zu einem benachbarten Sekundarschulstandort. Danach werden nach Anhörung der Eltern die Schülerinnen und Schüler bestimmt, die einem benachbarten Sekundarschulstandort zugewiesen werden. Diese Entscheide werden den betroffenen Familien mit einer Verfügung mitgeteilt. Die rechtlichen Grundlagen zur Klassenbildung und den Zuweisungen finden sich in den §§ 12a, 13 und 13a der Verordnung für die Sekundarschule: http://bl.clex.ch/frontend/versions/1792.

Kontakt

Amt für Volksschulen
Munzachstrasse 25c
Postfach 616

4410 Liestal

T 061 552 50 98
[email protected]