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Kantonale Abstimmung vom 24. November 2019: Zwei Bildungsvorlagen

Am 24. November 2019 stehen zwei Bildungsvorlagen zur Abstimmung. In der ersten Vorlage geht es um die Änderung des Bildungsgesetzes, die aus dem Gegenvorschlag zur zurückgezogenen Initiative «Niveaugetrennter Unterricht in allen Promotionsfächern» resultiert. Bei der zweiten Vorlage stimmt das Baselbieter Volk über eine Änderung des Bildungsgesetzes ab, die aus der Umsetzung der nichtformulierten Volksinitiative «Stopp dem Verheizen von Schüler/-innen: Ausstieg aus dem gescheiterten Passepartout-Fremdsprachenprojekt» hervorgeht.

Änderung des Bildungsgesetzes (Gegenvorschlag des Landrats zur nichtformulierten Volksinitiative «Niveaugetrennter Unterricht in Promotionsfächern»)

Die nichtformulierte Volksinitiative verlangte, dass der Unterricht in der Sekundarschule in allen Promotionsfächern strikt niveaugetrennt durchzuführen ist. Der Regierungsrat lehnte diese Forderung ab und unterbreitete dem Landrat einen formulierten Gegenvorschlag. Der Landrat hiess diesen Gegenvorschlag ohne Gegenstimme gut. Da die nichtformulierte Volksinitiative daraufhin zurückgezogen wurde, wird nun nur noch über den Gegenvorschlag abgestimmt.

Die vorgeschlagene Ergänzung des Bildungsgesetzes verdeutlicht, dass der Unterricht in der Sekundarschule grundsätzlich in niveaugetrennten Klassen geführt wird. Gleichzeitig werden mögliche Ausnahmen von diesem Grundsatz definiert. In den Wahlpflichtfächern und im Sport soll eine niveaugemischte Kursbildung gemäss der heutigen Praxis weiterhin möglich sein. Gerade an kleinen Schulstandorten würden viele Kurse aufgrund der zu geringen Anmeldezahlen pro Niveau ansonsten nicht zustande kommen. Für die Schülerinnen und Schüler ist aber wichtig, dass sie möglichst das Fach ihrer ersten Wahl besuchen können. In diesen Fällen müssen Unterricht und Leistungsbeurteilung aber gemäss den im Lehrplan definierten unterschiedlichen Anforderungsniveaus gewährleistet sein. Wird die Ergänzung des Bildungsgesetzes in der Volksabstimmung bestätigt, konkretisiert der Regierungsrat die Ausnahmebestimmungen zur Kursbildung in den Wahlpflichtfächern auf Verordnungsstufe.

Änderung des Bildungsgesetzes (Umsetzung der nichtformulierten Volksinitiative «Stopp dem Verheizen von Schüler/-innen: Ausstieg aus dem gescheiterten Passepartout-Fremdsprachenprojekt»)

Die nichtformulierten Volksinitiative «Stopp dem Verheizen von Schüler/-innen: Ausstieg aus dem gescheiterten Passepartout-Fremdsprachenprojekt» verlangte einen Ausstieg aus dem Projekt Passepartout sowie ein Verbot der Passepartout-Lehrmittel Mille feuilles, Clin d’oeil und New World. Ausserdem sollte der Fremdsprachenunterricht systematisch aufgebaut werden. Die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion hat einen Umsetzungsvorschlag erarbeitet, der vom Landrat einstimmig angenommen wurde. Folgende Änderungen des Bildungsgesetzes sollen vorgenommen werden: Für die Sprachenlehrpläne wird gesetzlich verankert, dass Lesen, Schreiben, Hören und Sprechen gleichmässig gefördert werden. Ausserdem wird der schrittweise Aufbau von Grammatik, Wortschatz und Orthographie festgeschrieben. Neu soll ausserdem für alle Fächer die geleitete Lehrmittelfreiheit gelten. Sie ermöglicht es jeder Lehrperson, ein zu ihrem Unterricht passendes Lehrmittel aus der kantonal geprüften Lehrmittelliste auszuwählen. Ein Ausstieg aus dem Passepartout-Projekt ist obsolet, da das Projekt im Sommer 2018 ohnehin endete.

Dossier Fremdsprachen

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