Lehrmittel-Beschaffung

Lehrmittel durchlaufen einen standardisierten Beurteilungsprozess, bevor sie auf die kantonale Lehrmittelliste aufgenommen werden. Dieses Verfahren der Lehrmittel-Beschaffung führt von der Bedarfsmeldung über die Ermittlung des Handlungsbedarfs zur Prüfung und nach der Beschlussfassung zur Aufnahme auf die Lehrmittelliste.

Die Lehrmittel-Beschaffung beinhaltet folgende Schritte:

 Grafik Lehrmittel-Beschaffung mit Zeitachse

Der Prozess der Beschaffung neuer Lehrmittel hat eine stets aktuelle und bedarfsgerechte Lehrmittelliste zum Ziel. Die Lehrmittel-Bedarfsmeldungen liefern eine der Grundlagen für die jährlich stattfindende Lehrmittel-Triangulation. An dieser Veranstaltung analysiert und priorisiert die Lehrmittelkommission gemeinsam mit verschiedenen Anspruchsgruppen den Lehrmittelbedarf aller Fächer und Stufen. Es werden verschiedene Perspektiven auf die aktuelle und zukünftige Lehrmittelsituation eingebracht und miteinander abgeglichen.

Die Lehrmittelkommission beschliesst auf dieser Basis Lehrmittel-Prüfungen und gibt sie in Auftrag. Für die Evaluation ist die Praxisgestützte Lehrmittelbeurteilung der zentrale, kriterienbasierte Prozess. Die Lehrmittelkommission legt dafür die zeitlichen und personellen Rahmenbedingungen fest.

Lehrmittel-Bedarfsmeldung

Allfälliger Bedarf an Lehrmitteln, welche nicht auf der Lehrmittelliste sind, kann der Lehrmittelkommission über dieses Formular gemeldet werden.

 

Praxisgestützte Lehrmittelbeurteilung

Das Verfahren der «Praxisgestützten Lehrmittelbeurteilung» dient dazu, neue Lehrmittel für alle Fächer und Stufen zu evaluieren. Basis ist das Beurteilungsinstrument levanto® der interkantonalen Lehrmittelzentrale.

Die Evaluationsteams werden vom Amt für Volksschulen in Zusammenarbeit mit der Schulleitungskonferenz zusammengestellt. Für jedes Lehrmittel wird ein Lehrpersonenteam eingesetzt. Dieses besteht im Normalfall aus 2-4 Lehrpersonen. Sie werden mit dem Lehrmittel ausgestattet, lesen sich ein, füllen individuell levanto® aus und erarbeiten auf Grund ihrer Erfahrungen und Einschätzungen gemeinsam einen Bericht sowie einen Steckbrief zuhanden der Lehrmittelkommission. Das Lehrmittel wird entlang der folgenden vier Bereiche beurteilt: pädagogisch-didaktisch, thematisch-inhaltlich, formal-gestalterisch und digital-interaktiv.

Beispiel: Die Aussage «Das Lehrmittel ermöglicht unterschiedliche Zugangsweisen und Lernwege» wird auf einer Skala danach beurteilt, wie sehr diese auf das Lehrmittel zutrifft.

Bericht und Steckbrief werden an einer Abschlusssitzung des Evaluationsteams mit dem AVS besprochen und dienen der Lehrmittelkommission als Grundlage für die Entscheidung, ob ein Lehrmittel auf die Lehrmittelliste aufgenommen werden soll oder nicht. Für einen obligatorischen Status des Lehrmittels stellt die Kommission dem Bildungsrat einen entsprechenden Antrag. Der Entscheid darüber führt zu einer Aufnahme des Lehrmittels und Aktualisierung der Lehrmittelliste.

Weitere Informationen zur Lehrmittelbeurteilung können dem folgenden Dokument entnommen werden:

Die Praxisgestützte Lehrmittelbeurteilung – Das Vorgehen in 3 Schritten (PDF)

Kontakt

Amt für Volksschulen
Munzachstrasse 25c
Postfach 616

4410 Liestal

T 061 552 50 98 
avs@bl.ch