Berichte und Studien

Berichte und Studien über das Bildungswesen ermöglichen eine Einschätzung von Angebot, Nutzung und Entwicklung des Bildungssystems. Statistiken und Evaluationen liefern Daten und Kennzahlen, die Aufschlüsse über Strukturen und Leistungen verschaffen können. Mit der Bildungsberichterstattung wird eine Grundlage für Schulentwicklung, Bildungsplanung und Bildungssteuerung gelegt – dies mit dem Ziel, die Bildungsqualität zu verbessern.

Bildungsbericht

Alle vier Jahre gibt die BKSD einen kantonalen Bildungsbericht heraus. Vermittelt wird eine Übersicht über das Angebot, die Nutzung und die Entwicklungen des kantonalen Bildungssystems. Dafür liefern Daten und Kennzahlen des Statistischen Amts die massgebliche Grundlage. Weiter bietet der Bildungsbericht Kanton Basel-Landschaft eine Standortbestimmung für alle Schulstufen, behandelt Fokusthemen, erörtert bildungspolitische Zusammenhänge und zeigt Herausforderungen auf.

Bildungsberichte und Studien, an denen der Kanton Basel-Landschaft beteiligt ist, dienen der Rechenschaft und Information für Politik, Verwaltung sowie Öffentlichkeit und sind Grundlagen für bildungspolitische Entscheide.

Bildungsbericht 2019 Kanton Basel-Landschaft

Bildungsbericht 2015 Kanton Basel-Landschaft

Bildungsbericht 2011 Kanton Basel-Landschaft

Bildungsbericht 2007 Kanton Basel-Landschaft

MINT-Fächer:
Erstes Filmporträt zur Baselbieter Bildungslaufbahn

Im Rahmen der Bildungsberichterstattung sollen Entwicklungsthemen im Bildungsbereich für die Öffentlichkeit, die Politik und die Schulen mit Filmportraits sichtbar gemacht werden (vgl. gesetzlicher Auftrag § 60 Abs. 4ter BildG).

Nun hat die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD) das erste Filmportrait zum Fachbereich MINT  (Mathematik – Informatik – Naturwissenschaften – Technik) realisiert.  MINT steht für vielfältige Berufsaussichten und anspruchsvolles Lehren und Lernen von der Primarschule bis zum Studium: Über die gesamte Bildungslaufbahn hinweg wird im Unterricht geforscht, entdeckt, experimentiert und entwickelt.

In Zusammenarbeit mit den Schulen wird die BKSD weitere Filmportraits erstellen, beispielsweise zum Thema «Berufliche Orientierung und Bildungslaufbahn».

Archivfilme:

Lernen mit Internet und Multimedia Realschule Pratteln - 2004

Die Realschule Pratteln sowie je eine Schule in Liestal und Reinach nahmen an einem Pilotprojekt des Kantons Basel-Landschaft zu Informations- und Kommunikationstechnologien im Unterricht teil. Im Rahmen dessen wurden die Schulen mit Computern ausgestattet und Weiterbildungen für Lehrerinnen und Lehrer durchgeführt. Der Computer wurde Schritt für Schritt Teil des Unterrichts und zu einem vielseitig eingesetzten Instrument. Lebensläufe, Bewerbungsschreiben und Vorträge wurden verfasst, und Prüfungen konnten neu auch am Computer geschrieben werden. Zudem wurde an der Realschule Pratteln eigens eine Homepage gestaltet, die es den Schülerinnen und Schülern erlaubte, beispielsweise Schnuppertage zu dokumentieren und Material von Klassenlagern hochzuladen. Verwandte aus der ganzen Welt hatten sodann darauf Zugriff und konnten so am Leben der Schülerinnen und Schüler teilhaben.

Der Unterricht förderte Techniken, die im Berufslaben gefordert sind, Während die neuen Oberstufenschülerinnen und -schüler im Grundkurs Informatik noch zusätzlich unterstützt werden mussten, waren Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen bereits sehr selbständig. Insgesamt lässt sich festhalten, dass der Unterricht durch das Arbeiten mit Computern aktueller, vielseitiger und attraktiver wurde und dadurch aufgewertet wurde. Informationen konnten direkt aus dem Internet bezogen und Lernprogramme bedient werden, wie etwa das audiovisuelle Wörterbuch, welches im Rahmen der interkulturellen Pädagogik und Medienerziehung von einem Lehrer entwickelt wurde. Nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern auch die Lehrerinnen und Lehrer wurden im Pilotprojekt gefordert und gefördert.

Projekt Swiss Science Education (SWiSe) I - 2013

In der heutigen Welt ist naturwissenschaftliches Wissen und Denken von hoher Bedeutung. Deshalb soll die Förderung von Naturwissenschaften und Technik bereits im Kindergarten beginnen. Daher förderte und unterstützte der Kanton Basel-Landschaft das Projekt Swiss Science Education (SWiSE), an welchem insgesamt 60 Kindergärten und Primarschulen beteiligt waren. Dabei wurde auf einen gendergerechten Unterricht geachtet, der selbständiges Lernen, Forschen und Experimentieren in den Vordergrund stellte. Das Projekt dauerte von 2012 bis 2015 und beinhaltete ein breit angelegtes Gesamtpaket für je zwei Lehrerinnen und Lehrer der teilnehmenden Schulen, welches insbesondere Weiterbildungsangebote enthielt. Ziel war es, dass die betreffenden Schulen bzw. Lehrerinnen und Lehrer als Kristallisationskeime wirken, um weitere Schulen zu motivieren, die Naturwissenschaften und Technik voranzutreiben.

Projekt Swiss Science Education (SWiSe) II - 2013

Im Rahmen der Bildungsharmonisierung und dem Lehrplan 21 wurden die Fächer Biologie, Chemie und Physik ins Fach Naturwissenschaft und Technik integriert. Da die Lehrerinnen und Lehrer nicht alle diese Fächer während ihrer Ausbildung studiert hatten, standen die Schulen vor einer grossen Herausforderung. Der Kanton Basel-Landschaft unterstützte aus diesem Grund neun Primarschulen und Schulen der Sekundarstufe I, indem jeweils zwei Lehrerinnen und Lehrer pro beteiligter Schule die Teilnahme am interkantonalen Projekt SWiSE ermöglicht wurde. Im Rahmen dessen wurden die betreffenden Lehrerinnen und Lehrer in Form von Weiterbildungen und Fachcoachings auf das Unterrichten des Fachs Naturwissenschaft und Technik vorbereitet. Die entsprechenden Erkenntnisse wurden genau dokumentiert und zusammen mit den Unterrichtsmaterialien zugänglich gemacht. Durch diese Zugänglichkeit wurde die Umsetzung des Lehrplans 21 an anderen Schulen erleichtert. Der Unterricht in Naturwissenschaft und Technik orientiert sich massgeblich an den Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler, wobei vermehrt auf deren individuelle Fähigkeiten und Fertigkeiten geachtet wird. So wird eine individuelle Förderung der einzelnen Schülerinnen und Schüler gewährleistet, die unabdingbar ist, um Kompetenzen aufzubauen. Dieser kompetenzorientierte Unterricht ist sowohl als inklusiv und dialogisch, als auch als reflektierend zu charakterisieren. Jeweilige Fähigkeiten sollen zur Entwicklung bestimmter Kompetenzen früh erkannt, gefördert und im Hinblick auf die gesamte Bildungslaufbahn weiterentwickelt werden. Primar- und Sekundarschulen stehen dabei in engem Austausch miteinander.

Lesezentrum - 2013

Vor dem Hintergrund der schlechten Ergebnisse der PISA-Studie betreffend die Lesekompetenzen der Schülerinnen und Schüler wurde 2009 an der Sekundarschule in Oberdorf ein Lesezentrum eröffnet. Für die Schweiz war dies ein einzigartiges Pilotprojekt. Mit einem modernen Konzept und vielfältigem Medienangebot sowie einer Medienpädagogin, die bei Bedarf unterstützt und Leseförderung betreibt, wird versucht, die Lese- und Informationskompetenz der Schülerinnen und Schüler nachhaltig zu verbessern. Das Lesezentrum ist allerdings nicht nur als ein Ort des Lesens und Lernens mit Büchern oder am Computer gedacht, sondern zugleich auch als Treffpunkt in den Pausen und nach der Schule. Die grosszügigen Räumlichkeiten erlauben es, den Schulunterricht zu unterstützen und verschiedene Projekte zusammen mit den Lehrerinnen und Lehrern zu verwirklichen, wie beispielsweise der Vorlesetag für Kindergärtnerinnen und Kindergärtner. Nachdem die Praxistauglichkeit des Lesezentrums drei Jahre getestet wurde, konnte als Fazit festgehalten werden, dass sich dieses Pilotprojekt positiv bewährt hat und eine Vorreiterrolle in der Schweiz einnimmt.

Schulmodell Horizonte - Lernlandschaften an der Sekundarschule Pratteln - 2014

Die Sekundarschule Pratteln hat 2013 das Schulmodell «Horizonte» eingeführt, bei dem ein Drittel des Unterrichts in einer Lerngemeinschaft in einem Grossraum stattfindet. Rund 60 Schülerinnen und Schüler erledigen in Stillarbeit die ihnen erteilten Aufträge und werden dabei von vier Lehrpersonen betreut, die als Ansprechpersonen unterstützend zur Verfügung stehen. Jede und jeder hat dabei seinen eigenen, persönlich gestaltbaren Arbeitsplatz. Die Schülerinnen und Schüler lösen selbständig und eigenverantwortlich Aufgaben und arbeiten auf vorgegebene Ziele hin. Dadurch werden sie in überfachlichen Kompetenzen geschult. Die regulären Fachkompetenzen werden weiterhin in Inputlektionen und im Fachunterricht vermittelt.

Das Schulmodell «Horizonte» ist das Ergebnis einer vierjährigen Schulentwicklung der Sekundarschule Pratteln, die 2010 mit einer Selbstevaluation begonnen hat. Im Rahmen eines Projektes besuchten alle Lehrpersonen mindestens eine Schule, die sich durch moderne und innovative Organisations- und Unterrichtsformen auszeichnet, was allen Beteiligten einen Perspektivenwechsel ermöglichte. Im anschliessenden Austausch wurden viele alte Denk- und Handlungsmuster im Zusammenhang mit weitgehend traditionellem Unterricht überdacht und hinterfragt. Die Erkenntnisse der Selbstevaluation, die äusseren Einflüsse (Bildungsharmonisierung) und erziehungswissenschaftliche Studien führten zu einem Schulentwicklungsprozess, an dessen Ende nun die Lernlandschaften stehen.

Nicht nur die Schülerinnen und Schüler profitieren von den Lernlandschaften, sondern auch die Lehrpersonen. Diese können enger und vernetzter zusammenarbeiten sowie bestehende Synergien nutzen. Die Rückmeldungen von Schülerinnen und Schülern, Schulleitung, Lehrpersonen und Eltern fielen positiv aus. Zum Film.

Bild Legende:
Horizonte

Bildungsbericht Nordwestschweiz

Auftraggeber des Bildungsberichts Nordwestschweiz ist der Bildungsraum Nordwestschweiz – bestehend aus den Kantonen Aargau, Basel-Land, Basel-Stadt und Solothurn. Der Bildungsbericht dient der Überprüfung und Entwicklung der interkantonalen Zusammenarbeit. Dazu werden  Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Kantone analysiert. Der Bericht enthält Strukturbeschreibungen und Kennzahlen zu allen Bildungsstufen.

Bildungsbericht Nordwestschweiz 2012

Checks

Checks sind nach standardisierten Regeln durchgeführte Leistungstests im Bildungsraum Nordwestschweiz. Sie dienen den Schülerinnen und Schülern als klassenübergreifende Standortbestimmung und machen den individuellen Lernerfolg sichtbar. Die Checks werden zu Beginn der 3. Klasse (Check P3), zu Beginn der 5. Klasse (Check P5), Mitte der 2. Klasse der Sekundarstufe I (Check S2) und am Ende der 3. Klasse der Sekundarstufe I (Check S3) in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn durchgeführt.

Die vorliegenden Berichte informieren die interessierte Öffentlichkeit über die wichtigsten Ergebnisse der Checks in den jeweiligen Jahren.

Weitere Informationen zu den Checks finden Sie hier:

Beurteilung und Optimierung der Orientierungsarbeiten

Orientierungsarbeiten sind kantonale Prüfungen, die jährlich in allen 5. und 9. Klassen des Kantons Basel-Landschaft durchgeführt wurden. Die Ergebnisse dienen den Schülerinnen und Schüler, den Klassenlehrerinnen und -lehrer sowie den Schulleitungen als Standortbestimmung. In den Primarschulen finden seit Schuljahr 2015/16 keine Orientierungsarbeiten mehr statt, in den Sekundarschulen werden die letzten Orientierungsarbeiten im Schuljahr 2016/17 durchgeführt. Für Standortbestimmungen werden sonach die Leistungsmessungen (Checks) eingesetzt.

Beurteilung und Optimierung der Orientierungsarbeiten im Kanton Basel-Landschaft

Schulreports

Schulreports enthalten statistische Daten zu einzelnen Schulen und kantonale Durchschnittswerte. Schulleitungen und Schulräte erhalten für ihre Schule jährlich einen Schulreport für die Standortbestimmung, erstmals im September/Oktober 2016. Konzept und Manual für die Schulreports wurden von der BKSD in Zusammenarbeit mit dem Statistischen Amt angefertigt. Die Schulreports werden vom Statistischen Amt des Kantons Basel-Landschaft erstellt.

Konzept zu den Schulreports

Manual zu den Schulreports

PISA 2006: Porträt des Kantons Basel-Landschaft

2006 hat die OECD die dritte PISA-Studie durchgeführt. Dabei wurde die schulische Leistung der 15-jährigen Schülerinnen und Schüler nach deren obligatorischen Schulzeit getestet und international verglichen. Der Kanton Basel-Landschaft hat (wie sieben weitere Deutschschweizer Kantone) im Zuge dieser Erhebung eine kantonale Auswertung in Auftrag gegeben.

PISA 2006: Porträt des Kantons Basel-Landschaft

Deutsch-Standard in Liestal, Kurzfassung der Begleitstudie

Die Studie aus dem Jahr 2010 begleitete die Erprobung von drei unterschiedlichen Sprachmodellen im Kindergarten Liestal. Dabei wurde die Verwendung von Mundart und Hochdeutsch bei verschieden muttersprachlich heterogen besetzten Klassen untersucht.

Deutsch-Standard in Liestal, Kurzfassung der Begleitstudie

Typ Titel Bearbeitet
Kantonsbericht Check P3 2019 07.10.2020

Kontakt

Stab Bildung
Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion
Generalsekretariat
Rheinstrasse 31
4410 Liestal
T 061 552 62 11