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Aktuelles

Erfahrungsaustausch – Fachhearings Französisch

20. November 2017

Nach einem Jahr Erfahrung mit dem neuen Fremdsprachenkonzept Passepartout in der Sekundarschule führt die Vorsteherin der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion, Regierungsrätin Monica Gschwind im November und Dezember 2017 drei Fachhearings zum Französischunterricht durch. Rund 130 Primar- und Sekundarlehrpersonen haben Gelegenheit, ihre Erfahrungen einzubringen und diese untereinander auszutauschen. Ziel ist es, die Bedürfnisse bezüglich des Französischunterrichts in einem Fachdiskurs zu eruieren, um weitere Massnahmen zur Unterstützung und Begleitung der Lehrpersonen und zur Überarbeitung der Lehrmittel prüfen und einleiten zu können.

Voraussetzung für die Teilnahme an den Fachhearings ist eine mindestens einjährige Unterrichtspraxis mit den Lehrmitteln Mille feuilles bzw. Clin d’oeil sowie die abgeschlossene methodisch-didaktische Weiterbildung. Um sicherzustellen, dass eine grosse Bandbreite an Meinungen und Wortmeldungen gehört und aufgenommen wird, finden die Fachhearings gleichzeitig sowohl für die Französischlehrpersonen der Sekundarschule als auch der Primarstufe statt. Eine Arbeitsgruppe bestehend aus Primar- und Sekundarlehrpersonen moderiert die Veranstaltungen, damit alle geäusserten Beiträge fachlich kompetent aufgenommen werden.

Die Fachhearings wurden von der „Austauschgruppe Passepartout“ konzipiert. Die Gruppe setzt sich zusammen aus:

  • Regierungsrätin Monica Gschwind
  • Beat Lüthy, Leiter Amt für Volksschulen
  • Projektleiterinnen des Amts für Volksschulen
  • Vertretungen der amtlichen Kantonalkonferenz der Baselbieter Lehrerinnen und Lehrer (AKK)
  • Lehrerinnen und Lehrerverein Basel-Landschaft (LVB)
  • Schulleitungskonferenzen der Primar- und Sekundarschulen (SLK Prim und SLK SekI)
  • Schweizerische Verbands des Personals öffentlicher Dienste (VPOD)
  • Verband der Schulleiterinnen und Schulleiter BL (VSL)

Im 1. Quartal 2018 werden die Erkenntnisse aus den Fachhearings diskutiert und voraussichtlich erste Ergebnisse vorliegen.

Neupositionierung der Brückenangebote beider Basel

16. November 2017

Aufbau eines Zentrums für Brückenangebote Basel-Landschaft  

Wer nach der Schule den Sprung in die Lehre nicht direkt schafft, findet im Überbrückungsjahr berufsvorbereitende Unterstützung für die Wahl und Verwirklichung eines persönlichen Berufsziels. Mit der Neukonzeption kann am Übergang von der Schule in den Beruf noch passgenauer auf die individuellen Bedürfnisse und Stärken der einzelnen Jugendlichen eingegangen werden. Der Regierungsrat gibt eine entsprechend Vorlage für die Vernehmlassung frei.

Mit der Neukonzeption der Brückenangebote beider Basel werden die nunmehr 20-jährigen Brückenangebote zeitgemäss organisiert, um auf heutige und zukünftige Herausforderungen flexibel reagieren zu können. Neu wird im Kanton Basel-Landschaft ein Zentrum für Brückenangebote aufgebaut, das alle bestehenden Angebote im Kanton unter einer operativen Zentrumsleitung zusammenfasst. In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Brückenangebote Basel-Stadt können diese Angebote mit Bezug zum Wandel der Chancen und Anforderungen in der Arbeitswelt weiterentwickelt werden, sodass möglichst alle Jugendlichen eine geeignete Berufsausbildung realisieren können. Das bildungspolitisch übergeordnete Ziel ist es, 95 Prozent der Jugendlichen zu einem Abschluss der Sekundarstufe II zu verhelfen. Die Zentralisierung der Brückenangebote wird helfen, das Fachwissen zugunsten der Jugendlichen zu bündeln und die Angebote für eine individualisierte Förderung durchlässig zu gestalten. Der Start der neuen Brückenangebote ist auf August 2019 vorgesehen. Längerfristig sollen alle Brückenangebote räumlich im Rahmen des Masterplans Sekundarstufe II im Polyfeld Muttenz zusammengefasst werden.

Die Brücke in die berufliche Grundbildung – mit drei Profilen
Die Brückenangebote stehen in Zukunft allen Jugendlichen offen, denen nach der Sekundarschule der direkte Anschluss in eine Berufslehre nicht gelungen ist, unabhängig vom Notendurchschnitt. Ziel des Brückenjahrs ist der Einstieg in eine passende berufliche Grundbildung. In Zukunft werden die Brückenangebote in drei Profilen geführt. Neben dem „schulischen“ Profil gibt es das Profil „kombi“. Dieses Profil ist stark praxisorientiert. Dazu gehören die bereits bekannten Vorlehren. Das dritte Profil ist der Integration von fremdsprachigen Jugendlichen verpflichtet. Nach innen sind die Profile durchlässig und differenziert. Auf diese Weise kann eine individuelle und bedarfsgerechte Förderung der Jugendlichen gewährleistet werden. Dazu gehören bei Bedarf auch Massnahmen der speziellen Förderung.

Gezielte Förderung der Jugendlichen – individuelles Angebot
Der Übergang von der Schule in den Beruf ist immer sehr bewegt und intensiv. Mit der Neupositionierung der Brückenangebote wird viel unternommen, um den Jugendlichen die „richtigen“ und passenden Brücken für die Umsetzung ihres Berufsprojekts bereitstellen zu können. Das Amt für Berufsbildung und Berufsberatung (AfBB) sichert die Zugangssteuerung und die Bedarfsorientierung, die Zuteilung der Jugendlichen in das passende Angebot erfolgt in einem zweiten Schritt durch das Zentrum der Brückenangebote.

Finanzielle Auswirkungen durch Synergiegewinn
Idealerweise wird nach der obligatorischen Schule eine zertifizierende Ausbildung in Angriff genommen, die den individuellen Möglichkeiten, Interessen und dem Berufsziel der Schülerinnen und Schüler entspricht. Vom Kindergarten bis zum Abschluss der Sekundarschule werden dazu die fachlichen, individuellen und sozialen Fähigkeiten vermittelt und die berufliche Orientierung unterstützt. Durch diese Anstrengungen wird sich die Zahl der Jugendlichen verringern, die das Brückenjahr durchlaufen. Die Berufsvorbereitende Schule 2 (BVS2) wird in dieses einjährige und individualisierende Brückenangebot überführt. Die neue Organisation mit passgenauer Zugangssteuerung, ganz auf den Bedarf der Lernenden abgestimmt, basiert auf einem effizienten und schlanken Gesamtsystem. Ab 2020 sollen dafür 11,1 Mio. Franken pro Jahr eingesetzt werden, was einem Minderaufwand von 3,2 Mio. Franken pro Jahr entspricht. 

Weitere Informationen: Link zu Vernehmlassung

Checks S2 / 2017

13. November 2017

Der Ergebnisbericht Check S2/2017 für den Bildungsraum Nordwestschweiz liegt vor. Der Check S2 wurde zum ersten Mal auch mit den Schülerinnen und Schülern im Kanton Basel-Landschaft durchgeführt.

Weitere Informationen: Checks - Bildungsraum Nordwestschweiz

Bildungsrat: Ersatzwahl und Neuwahl bis 31. Juli 2019

8. November 2017

Der Regierungsrat hat am 7. November 2017 die Vorlage zur Ersatz- und Erneuerungswahl des Bildungsrates des Kantons Basel-Landschaft für den Rest der speziellen Amtsperiode bis 31. Juli 2019 an den Landrat überwiesen.

> Landratsvorlage

Neues Zulassungsverfahren zur FMS und zur WMS

2. November 2017

Ab Schuljahr 2018/2019 gelten erweiterte Zulassungsbedingungen für die Fachmittelschule (FMS) und die Wirtschaftsmittelschule (WMS). Zusätzlich zu den Notenvoraussetzungen müssen angehende Lernende dieser beiden Schulen ein Informationssetting durchlaufen, das ihre Berufswahl klärt und festigt.

Bislang war der Eintritt in die Wirtschafts- und Fachmittelschulen ausschliesslich über den Notendurchschnitt geregelt. Waren in den Zeugnissen bestimmte Bedingungen erfüllt, konnten Lernende in die WMS oder FMS eintreten. Der Kanton Basel-Landschaft hat eine vergleichsweise hohe Quote von Wirtschafts- und Fachmittelschüler/innen. Der Anteil der dualen Berufsausbildungen ist deutlich geringer als in vergleichbaren Deutschschweizer Kantonen. Der Regierungsrat hat unter anderem deshalb entschieden, die Laufbahnunterstützung zu betonen und die Schülerinnen und Schüler bei ihrem Entscheid am Ende der Sekundarschule zu unterstützen. Diese Unterstützung äussert sich in einem neu geschaffenen Informationssetting. Die Lernenden setzen sich darin intensiv mit der Entscheidung für ihre weitere Laufbahn auseinander.

Eignung und Neigung durch obligatorische Einführungsveranstaltungen und online Self-Assessment

Zukünftige Lernende der Fachmittel- und Wirtschaftsmittelschule besuchen somit ab dem Schuljahr 2017/18 eine obligatorische Einführungsveranstaltung und absolvieren daraufhin ein Online-Self-Assessment, das in Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) entwickelt wurde. Es besteht aus neun Aufgaben, welche den Schülerinnen und Schülern eine Auseinandersetzung mit der eigenen beruflichen Laufbahn, insbesondere der Frage nach der Eignung und Neigung, und mit alternativen Ausbildungsoptionen ermöglicht. Dies soll zu bewussteren Entscheidungen für eine schulische oder duale Laufbahn führen.

Nach dem Abschluss des Assessments erhalten die Schülerinnen und Schüler eine Bescheinigung, welche die Teilnahme bestätigt. Damit steht ihnen die Anmeldung an die FMS oder die WMS offen – vorausgesetzt, die Noten der Sekundarschule erlauben die Zulassung. Die Lernenden wurden im Rahmen der Laufbahnorientierung an den Sekundarschulen im aktuellen Schuljahr auf das neue Anmeldeverfahren hingewiesen.

Die Einführungsveranstaltungen finden wie folgt statt:

Wo Wann
Oberwil (FMS) Montag, 6. November 2017 - 18:30 Uhr Aula Gymnasium
Münchenstein (FMS) Donnerstag, 9. November 2017 - 18:30 Uhr Aula Gymnasium
Liestal (WMS) Montag, 13. November 2017 - 19:00 Uhr kvBL Liestal
Reinach (WMS) Mittwoch, 15. November 2017 - 19:00 Uhr kvBL Reinach
Liestal (FMS) Mittwoch, 22. November 2017 - 19:00 Uhr Aula Gymnasium
Reinach (WMS) Donnerstag, 23. November 2017 - 19:00 Uhr kvBL Reinach
Muttenz (FMS) Montag, 27. November 2017 - 18:30 Uhr Aula FHNW

Medieneinladung - Gendertag im Wald

30. Oktober 2017

Schweizweit wird dieses Jahr zum ersten Mal das Spezialprogramm „Mädchen entdecken Waldberufe“ durchgeführt. Im Kanton Basel-Landschaft gibt es gleich zwei Möglichkeiten, die Mädchen in den Wald führen. Im Amt für Wald beider Basel setzen sich die interessierten Mädchen am Vormittag mit der Planung von unterschiedlichen Ansprüchen an den Wald auseinander, am Nachmittag können sie das Geplante in Forstbetrieben handfest umsetzen. Das Angebot ist auf grosses Interesse gestossen, die 20 Plätze waren im Nu ausgebucht. Auch die Plätze, welche die Bürgergemeinde Liestal im Wald bereitgestellt hat, waren schnell vergeben. In Liestal lernen die Mädchen zuerst kurz den Forstwerkhof kennen und gehen dann gleich in den Wald, wo sie die verschiedenen Arbeitsplätze und was es dort alles zu tun gibt, entdecken und selber Hand anlegen.

Für Medienschaffende besteht die Möglichkeit die Angebote im Wald zu besuchen: 

Besuch Amt für Wald beider Basel Treffpunkt Bierkellerhütte Sissach, 11:15 Uhr. In der Anlage finden Sie die Wegbeschreibung. Anmeldung bis 8. November 12 h Frau Milena Conzetti, Amt für Wald beider Basel, Tel. Nr. 079 623 97 00.

Besuch Bürgergemeinde Liestal Treffpunkt: Sichternstall, 11:00 Uhr Anmeldung bis 8. November 12 h Herrn Philipp Hostettler, Bürgergemeinde Liestal, Tel. Nr. 079 666 04 46.

Regierungsrat verabschiedet die Verordnung zur Härtefallklausel für Beiträge zum Privatschulbesuch

26. Oktober 2017

Nachdem das Volk die Vorlage „Streichung der pauschalen Beiträge zum Besuch von Privatschulen“ am 24. September 2017 angenommen hat, legt der Regierungsrat nun die praktische Umsetzung vor. Eine neue Verordnung regelt insbesondere die Auszahlung der Beiträge in den gesetzlich vorgesehenen Härtefällen. Damit wird die vom Regierungsrat als sinnvoll erachtete weitere Unterstützung von einkommensschwächeren Familien umgesetzt. 

Grundlage für die Berechnung der Beitragsberechtigung im Rahmen der Härtefallklausel bilden die Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Eltern. Das Verfahren erfolgt analog dem bewährten Vorgehen beim Stipendienwesen. Der maximal mögliche Betrag ist in § 100 Absatz 2 des Bildungsgesetzes auf 2‘500 Franken fixiert. Gemäss diesem Gesetzesartikel erfolgt die Gewährung der Beiträge stufenweise. Dieser Vorgabe trägt der Regierungsrat nun Rechnung, indem in der Verordnung drei Stufen vorgesehen sind. 

Um den administrativen Aufwand zu reduzieren, kann das Gesuch gleichzeitig für mehrere Kinder der gleichen Familie gestellt werden. Zudem werden die Beiträge bei Bewilligung des Gesuchs über einen Zeitraum von maximal drei Jahren ausgerichtet. 

Übergangsregelung bis ins Schuljahr 2018/2019 Die neue Verordnung tritt wie das Gesetz rückwirkend auf den 1. August 2017 und somit auf das Schuljahr 2017/2018 in Kraft. Für Privatschülerinnen und Privatschüler, welche im zweiten Semester 2016/17 bereits einen Privatschulbeitrag erhalten haben, kommt eine Übergangsregelung zum Zuge, wonach der Kanton weiterhin, jedoch längstens für die Schuljahre 2017/18 und 2018/19, pauschale Beiträge an den Besuch einer Privatschule gewährt. 

Gesuchstellung der Erziehungsberechtigten Erziehungsberechtigte von Schülerinnen und Schülern, die im Schuljahr 2017/18 neu in eine Privatschule eingetreten sind und die die Härtefallklausel geltend machen wollen, können beim Generalsekretariat der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion das entsprechende Formular beziehen.

Anpassung der Stundentafel Sekundarschule Basel-Landschaft

18. Oktober 2017

Im Mai 2017 hat der Bildungsrat die Stundentafel für die Sekundarschule mit Beginn auf das Schuljahr 2018/19 beschlossen. Eine Motion und eine formulierte Volksinitiative gefährdeten aus Sicht des Bildungsrates die Planungssicherheit für die Schulen. Er hat sich deshalb mit den Sachanliegen der Initianten und der Motionäre auseinandergesetzt und punktuelle Anpassungen der Stundentafel vorgenommen.

Welche Anpassungen werden vorgenommen?

Unter Einhaltung des vom Regierungsrat beschlossenen Deputats von 42 Lehrpersonenlektionen pro Klasse werden folgende Anpassungen vorgenommen: Mit mindestens zwei Lektionen pro Woche werden die naturwissenschaftlichen Fächer gestärkt. Die Lektionen in den Fächern Biologie, Chemie und Physik sowie Geografie und Geschichte werden neu auf drei Schuljahre verteilt. Es werden nicht mehr alle Fächer in jedem Jahr unterrichtet, dafür sind sie jeweils mit zwei Lektionen ausgewiesen. Damit die Umsetzung mit Doppellektionen möglich ist, werden sowohl die naturwissenschaftlichen Fächer als auch der Fachbereich Geschichte und Geografie um eine Lektion von 9 auf 10 Lektionen aufgestockt. Zudem wird den naturwissenschaftlichen Fächern eine zweite Praktikumslektion zugeteilt.

Worauf muss verzichtet werden?

Um dies zu ermöglichen, wird auf die ursprünglich vorgesehene Stärkung des Fachbereichs Textiles und Technisches Gestalten in den Niveaus E und P verzichtet. Das heisst, dass Schülerinnen und Schüler der Niveaus E und P wie bis anhin in der ersten Klasse entweder Textiles oder Technisches Gestalten wählen und nicht beide Fächer obligatorisch besuchen. Für das Niveau A bleiben vier obligatorische Lektionen in diesem Fachbereich erhalten. Eine Praktikumslektion Hauswirtschaft der dritten Klasse wird zu Gunsten der zweiten Praktikumslektion der naturwissenschaftlichen Fächer eingesetzt.

Die Differenz zur Stundentafel im Kanton Basel-Stadt ist klein und bildet kein Mobilitätshindernis. Der Bildungsrat ist überzeugt, mit dieser punktuell angepassten Stundentafel eine gute Lösung gefunden zu haben, die den Schulen die benötigte Planungssicherheit gibt.

Regierungsrat wählt die Mitglieder des Universitätsrats

27. September 2017

Der Regierungsrat hat die Mandatsträger des Kantons Basel-Landschaft im Universitätsrat für die Leistungsperiode 2018–2021 gewählt. Die Ausschreibung stiess auf breites Interesse. Die Auswahl fand auf der Grundlage eines fundierten Rekrutierungsprozesses statt. Ausschlaggebend waren Fachkompetenz, Persönlichkeit, Netzwerk und ein uneingeschränktes Bekenntnis zu einer partnerschaftlich gestärkten Universität. Als neue Mitglieder wurden Dr. Christian Bosshard, Dr. Jürg Gutzwiller und Dr. Beat Oberlin gewählt. Für eine weitere Amtsperiode bestätigt wurden Dr. Kathrin Amacker und Regierungsrätin Monica Gschwind.

Auf der Grundlage eines differenzierten Selektionsprozesses hat der Regierungsrat seine Mandatsträger im Universitätsrat für die Leistungsperiode 2018-2021 gewählt. Neben Persönlichkeit und Netzwerk stand vor allem eine breite Abstützung von unterschiedlichsten Kompetenzen im Vordergrund. Zentrale Kompetenzfelder bildeten Forschung und Innovation, Affinität zu Bildungstrends, Public Affairs, Strategie, Finanzen, Controlling und Unternehmertum. 

Partnerschaftlich gestärkte Universität Mit dem Bekenntnis für eine partnerschaftlich gestärkte Universität Basel erfolgte daraufhin die Wahl von drei neuen und zwei bisherigen Mitgliedern des Universitätsrats. 

Namentlich sind dies: 

  • Frau Dr. Kathrin Amacker, Leiterin Kommunikation, Mitglied der Konzernleitung, Schweizerische Bundesbahnen AG (bisher),
  • Herr Dr. Christian Bosshard, Vizepräsident Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique SA, Leiter des Regionalzentrums Muttenz (neu),
  • Frau Regierungsrätin Monica Gschwind, Vorsteherin der Bildungs-, Kultur- und Sport-direktion des Kantons Basel-Landschaft (bisher),
  • Herr Dr. Jürg Gutzwiller, CEO RBA-Holding AG (neu),
  • Herr Dr. Beat Oberlin, ehem. CEO Basellandschaftliche Kantonalbank (neu). 

Altersbedingter Rücktritt von drei Mitgliedern des Universitätsrates Die Wahl der drei neuen Mitglieder wurde notwendig, nachdem Klaus Endress, Prof. Dr. Paul Herrling und Dr. Dieter Scholer auf Ende der laufenden Amtsperiode altersbedingt ihren Rücktritt erklärt hatten. Der Regierungsrat dankt den austretenden Mitgliedern des Universitätsrates für ihren langjährigen und engagierten Einsatz zugunsten der Universität Basel.

Public Corporate Governance Die rechtliche Basis zur Auswahl von geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten bildet die seit dem 1. Januar 2015 geltende Richtlinie für Beteiligungen des Kantons Basel-Landschaft bzw. das ab dem 1. Januar 2018 geltende Public Corporate Governance Gesetz. Demnach ist für die Neubesetzung von Mitgliedern in Führungsorganen von strategisch wichtigen Beteiligungen eine öffentliche Ausschreibung vorzunehmen. Dies trägt dazu bei, eine Professionalisierung und Entpolitisierung von kantonal zu besetzenden Aufsichtsgremien zu fördern. 

Viele hochkarätige Bewerbungen Die Ausschreibung stiess bei zahlreichen potentiellen Kandidatinnen und Kandidaten auf positive Resonanz: Rund 70 qualitativ hochstehenden Bewerbungen konnte verzeichnet werden. Auf der Grundlage der im Inserat genannten Kompetenzfelder fand eine breit abgestützte, detaillierte Dossier-Analyse unter Einbezug eines externen Beratungsbüros statt.

Zweistufiger Selektionsprozess In einer ersten Auswahlrunde wurden verschiedene Bewerbungsgespräche unter der Leitung von Regierungsrätin Monica Gschwind durchgeführt. In einem zweiten Prozess-Schritt wurden unter Einbezug von Regierungsrat Dr. Anton Lauber und einer externen Fachperson weitere Gespräche und vertiefende Abklärungen vollzogen. Für jeden in engerer Wahl befindlichen Bewerber bzw. jede Bewerberin wurde ein externes Gutachten verfasst. 

Gemeinsame Wahl folgt noch Das Präsidium des Universitätsrats und ein Mitglied als Vertretung der Regenz werden von beiden Regierungen der Trägerkantone gemeinsam gewählt. Diese Wahl wird im Laufe des Spätherbstes 2017 vollzogen. Die neue Amtsperiode für die gewählten Mitglieder des Universitätsrats startet am 1. Januar 2018.

Regierungsrat gegen Abbruch des neuen Fremdsprachenkonzepts

27. September 2017

Der Regierungsrat hat die beiden nichtformulierten Volksinitiativen „Stopp der Überforderung von Schüler/-innen: Eine Fremdsprache auf der Primarstufe genügt“ und „Stopp dem Verheizen von Schüler/-innen: Ausstieg aus dem gescheiterten Passepartout-Fremdsprachenprojekt“ an den Landrat überwiesen. Er lehnt beide Initiativen ab und erachtet den Abbruch des neuen Fremdsprachenkonzepts als übereilt.

Beide Volksinitiativen beantragen eine Änderung des Bildungsgesetzes. So fordert die Initiative „Eine Fremdsprache auf der Primarstufe genügt“ die Abschaffung des Englischunterrichts in der Primarschule. Die zweite Sprache soll erst in der Sekundarstufe I eingeführt werden. Inhalt der zweiten Initiative „Ausstieg aus dem gescheiterten Passepartout-Fremdsprachenprojekt“ ist die Rückkehr zum Fremdsprachenunterricht, wie er inhaltlich vor der Einführung gemäss Passepartout stattgefunden hat. Gefordert wird ein Verbot, die Lehrmittel „Mille feuilles“, „Clin d’Oeil“ und „New World“ einzusetzen.

Wirksamkeitsstudie liegt 2021 vor Der Regierungsrat erachtet einen Abbruch der Einführung des neuen Fremdsprachenkonzeptes als übereilt. Die Umsetzung bildungspolitischer Vorgaben ist stets ein langjähriger Prozess. Es existieren zurzeit noch keine empirischen Belege, die eine Überforderung der Schülerinnen und Schüler mit zwei Fremdsprachen auf der Primarschule zeigen. Erst auf der Grundlage der Wirksamkeitsstudie, welche 2021 vorliegen wird, können fundierte Schlüsse zum Fremdsprachenunterricht gezogen werden.

Aus pädagogischer Sicht und zum Wohl der Schülerinnen und Schüler ist ein frühzeitiges Ende des Fremdsprachenkonzepts nicht ratsam. Der Regierungsrat ist überzeugt, dass der geltende Lehrplan die geforderte Form des Fremdsprachenunterrichts ermöglicht. Dass die Kritik aus dem Dialog mit den Beteiligten ernst genommen wird, zeigt sich an den bereits vorgenommenen praxisorientierten Anpassungen. So ist eine Überarbeitung des Lehrmittels „Mille feuilles“ für die 5. und 6. Klasse bereits in die Wege geleitet und Abklärungen für weitere Massnahmen sind in Gang.

Isolierte Stellung im Bildungssystem – Kosten in Millionenhöhe Bei einer Annahme der Volksinitiativen würde sich der Kanton Basel-Landschaft im deutschschweizerischen Bildungssystem isolieren. Das von anderen Kantonen abweichende Fremdsprachenkonzept würde die Mobilität von Familien bei einem Kantonswechsel einschränken. Die Jugendlichen des Kantons Basel-Landschaft wären hinsichtlich ihrer Zukunftschancen benachteiligt.

Die im Auftrag der Stimmbürger bereits investierten Mittel müssten abgeschrieben werden. Erneute kostenintensive Konzept-, Entscheidungs- und Umsetzungsarbeiten bezüglich Stundentafel, Lehrplan und Lehrmittel würden folgen. Eine Annahme der Initiativen käme einer neuen Reform gleich und würde hohe Kosten nach sich ziehen.

Der Regierungsrat beantragt dem Landrat, beide Initiativen abzulehnen und diese den Stimmberechtigten ohne Gegenvorschlag vorzulegen.

Landratsvorlage
> Landratsvorlage

Die Regierungen der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt beschliessen Numerus Clausus Medizin bei höheren Aufnahmekapazitäten

12. September 2017

Die Regierungen haben die vom Universitätsrat beschlossenen Aufnahmekapazitäten in den Bereichen Humanmedizin, Zahnmedizin, Pflegewissenschaft und Sportwissenschaften für das Studienjahr 2018/2019 genehmigt. Die Kapazitätsfestsetzung ist in Absprache mit den anderen Schweizer Universitäten erfolgt. 

Gestützt auf den Vertrag zwischen den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt über die gemeinsame Trägerschaft der Universität Basel haben die Regierungen die vom Universitätsrat festgesetzten Aufnahmekapazitäten der Medizinischen Fakultät an der Universität Basel für das Studienjahr 2018/2019 wie folgt genehmigt: 

Humanmedizin:

Bachelor 1. Jahr

180 Studienanfänger/innen

 

Bachelor 2. Jahr

170 Studierende

 

Bachelor 3. Jahr

170 Studierende

 

Master 1. Jahr

200 Studienanfänger/innen

 

Master 2. Jahr

201 Studierende

 

Master 3. Jahr

165 Studierende

Zahnmedizin:

Bachelor

32 Studienanfänger/innen

 

Master

26 Studienanfänger/innen

Pflegewissenschaft:

 

30 Studienanfänger/innen

Sportwissenschaften:

 

100 Studienanfänger/innen

Sonderprogramm des Bundes Wegen des absehbaren Ärztemangels war die Kapazität bereits im Herbst 2014 um 30 % erhöht worden. Die erneute Erhöhung um 10 Studienplätze auf gesamthaft 180 wird im Rahmen des Sonderprogramms Medizin des Bunds in den Jahren 2017–2020 unterstützt.

Kooperationen mit anderen Schweizer Universitäten Zusätzlich zum eigenen Kapazitätsausbau stellt die Universität unter Abgeltung der Kosten anderen Universitäten Kapazitäten zur Verfügung. Die Universität Tessin (USI), die vorläufig nur eine Masterstufe führt, lässt ihre Medizinstudierenden in Zürich und in Basel auf der Bachelorstufe ausbilden. Dafür stellt die Universität Basel im Eingangsjahr 15 Studienplätze zur Verfügung. 

Die Universität Fribourg bietet in der Medizin ausschliesslich die Bachelorstufe an. Als Anschlusslösung für diese Medizinstudierenden stellt die Universität Basel die vereinbarten Studienplätze auf Masterebene zur Verfügung. 

Kampagnenstart im Kanton-Baselland «Einfach Besser- Jetzt!»

7. September 2017

Auf dem Handy die nächste Busverbindung suchen, im Laden den Rabatt ausrechnen oder ein Formular ausfüllen – viele Menschen haben Mühe damit. Eine schweizweite Kampagne informiert über die Problematik von rund 800'000 Menschen die unter dieser Problematik leiden. Mit einer grossen Kampagne die in vielen Kantonen ausgerollt wird, erhalten diese Menschen nun Unterstützung.

Ein Zehntel aller in der Schweiz lebenden Personen haben Probleme mit alltäglichen Dingen wie Schreiben, Lesen und Rechnen. Eine schweizweite Kampagne informiert und sensibilisiert für diese Problematik. 

800'000 Personen in der Schweiz können beispielsweise diesen und andere Texte nicht verstehen. Die normalerweise in der obligatorischen Schulzeit erworbenen sogenannten Grundkompetenzen bilden die Voraussetzung für die Teilnahme am sozialen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Leben.

Für die Betroffenen kommt es oft zu unangenehmen Situationen. Mit einer grossen Kampagne möchte das SBFI (Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation) und die IKW (Interkantonale Konferenz für Weiterbildung) zusammen mit den Kantonen auf die Problematik von mangelnden Grundkompetenzen aufmerksam machen und damit den Betroffenen Hilfe anbieten. Grundlage für die Förderung von Grundkompetenzen ist die Inkraftsetzung des Bundesgesetzes über die Weiterbildung und der Verordnung über die Weiterbildung. Der Bund setzt sich gemeinsam mit den Kantonen dafür ein, den Erwerb und den Erhalt von Grundkompetenzen Erwachsener zu fördern.

Start der Kampagne – schweizweit und im Kanton-Basellandschaft

Die schweizweite Kampagne „Einfach Besser!“ unterstützt die Umsetzung des Weiterbildungsgesetztes, indem sie die Bevölkerung und die Betroffenen über die Problematik von mangelnden Grundkompetenzen informiert und sensibilisiert. Ziel davon ist es, betroffene Personen zum Besuch von Lernangeboten zu motivieren.

Im Kanton Basel-Landschaft läuft die Kampagne unter dem Motto „Einfach Besser Jetzt!“ mit Start am 8. September im Dreispitz Areal Münchenstein (Oslo Studios). Als erstes Lernangebot im Rahmen der kantonalen Förderung von Grundkompetenzen wird das Lernzentrum in der Kantonsbibliothek in Liestal am 9.September eröffnet.

Kampagnenstart BL am 8. September 2017, 18–20 Uhr

OSLO STUDIOS, Oslo-Strasse 2, Dreispitz, Münchenstein Gratis-Bus ab Kantonsbibliothek Liestal um 17.30 (bitte Sitzplatz reservieren: febl@bl.ch) Link zum Flyer: Einladung Kampagnenstart BL https://www.besser-jetzt.ch/

Eröffnung Lernzentrum am 9. September 2017, 10–14 Uhr

Kantonsbibliothek Liestal Link zum Flyer: Einladung Eröffnung Lernzentrum

Kurse im Kanton Basel-Landschaft:

Das Lernzentrum Liestal wird von der Volkshochschule beider Basel in der Kantonsbibliothek Baselland betrieben und ist donnerstags zwischen 16.00 und 18.30 Uhr geöffnet.

Streichung der pauschalen Beiträge zum Besuch von Privatschulen

6. September 2017


Fakten zur Abstimmung „Änderung des Bildungsgesetztes" vom 24. September

Derzeitige Situation – Auszahlung an Alle

Alle Erziehungsberechtigen, die ihre Kinder während der obligatorischen Schulzeit privat beschulen lassen (auch ausserhalb des Kantons) werden vom Kanton Basel-Landschaft jährlich mit einem Beitrag von 2‘500 Franken unterstützt. Dabei ist es egal, ob die Erziehungsberechtigten ein Einkommen von beispielsweise 60‘000 Franken oder 250‘000 Franken haben.

Was ändert durch die Bildungsgesetzänderung? – Auszahlung an Einkommensschwache

Die Beiträge werden zukünftig einkommens- und vermögensabhängig ausbezahlt. Das heisst, einkommensschwache Erziehungsberechtigte können weiterhin einen Antrag auf die Auszahlung eines Beitrags zum Besuch einer Privatschule stellen.

Wie erhalten einkommensschwache Erziehungsberechtigte einen Beitrag?

Es wird eine Härtefallklausel eingeführt. Auf Gesuch der einkommensschwachen Erziehungsbe-rechtigten gewährt der Kanton einen jährlichen Beitrag an die Kosten zum Besuch einer Privatschule in der Höhe von maximal 2‘500 Franken. Die Gewährung erfolgt stufenweise und ist an Einkommen und Vermögen geknüpft.

Die Härtefallklausel wird sich dabei an das Gesetz und die Verordnung des Stipendienwesens orientieren.

An wen wurden die Beiträge bisher ausbezahlt?

In den letzten Jahren wurden jährlich zwischen 1‘500 und 1‘600 Beiträge für den Privatschulbesuch ausbezahlt. Die Beiträge flossen dabei an Erziehungsberechtige mit Schülerinnen und Schüler an folgenden Privatschulen:

  • 43% an Internationalen Privatschulen
  • 25% an Rudolf Steiner Schulen im Kanton Basel-Landschaft
  • 9% an Rudolf Steiner Schulen im Kanton Basel-Stadt
  • 13% an grosse Privatschulen im Kanton Basel-Stadt (Minerva / Freies Gymnasium)
  • 7% an übrige baselbieter Privatschulen (z.B. Schule für Offenes Lernen / Unica)
  • 3% an übrige ausserkantonale Privatschulen

Hoher Anteil ausländischer Schülerinnen und Schüler an Privatschulen

Der hohe Anteil der Besuche von internationalen Privatschulen zeigt sich auch, wenn man die Nationalitäten der Privatschülerinnen und -schüler betrachtet. Weniger als die Hälfte aller Baselbieter Privatschülerinnen und -schüler sind Schweizer. Deutlich überproportional vertreten sind hingegen beispielsweise Schülerinnen und Schüler aus angelsächsischen Ländern. Gleichzeitig gibt es Nationalitäten, die gar keine Schülerinnen und Schüler an einer Privatschule haben. Dies zeigt sich eindrücklich am Beispiel der im Kanton Basel-Landschaft wohnenden Familien aus Sri Lanka. Es ist also auch kulturell bedingt, ob man sein Kind in eine Privatschule schickt.

In der untenstehenden Tabelle werden beispielhaft einzelne Nationalitäten aufgezeigt, abschlies-send ist sie allerdings nicht. Die Anteile zeigen auf, wie viele baselbieter Schülerinnen und Schüler einer Nationalität eine Privatschule besuchen. Am Beispiel der Schweiz bedeutet dies, dass nur gerade 4.3% aller im Kanton Basel-Landschaft wohnhaften Schweizer Schülerinnen und Schüler eine Privatschule besuchen.

Lernende mit Wohnort BL in Privatschulen (obligatorische Schulzeit) nach Nationalität 2014 (Beispiele):

Nationalität Schülerzahl in Privatschulen Anteil an der Gesamtschülerzahl in der Volksschule nach Nationalitäten
Alle 1998 6.5% (von 30'923)
Schweiz 963 4.3% (von 22'664)
Deutschland 141 14.9% (von 944)
Grossbritannien 175 53.5% (von 327)
Vereinigte Staaten 154 73.3% (von 327)
Spanien 57 19.6% (von 291)
Frankreich 39 32.5% (von 120)
Sri Lanka 0 0.0% (von 555)
Ex-Jugoslawien 7

0.4% (von 1'659)

 Quelle: Statistisches Amt Basel-Landschaft

Nicht an alle 1998 Privatschülerinnen und –schüler wurden Kantonsbeiträge ausbezahlt, teilweise wurden diese Privatschulbesuche auch von Firmen finanziert.

Es werden grösstenteils hohe Schulgelder bezahlt

Das von den Erziehungsberechtigen zu bezahlende Schulgeld beläuft sich bei 55% der Pri-vatschülerinnen und -schüler auf über 20‘000 Franken.

Wer erhält Beiträge –aufgeteilt nach Höhe des Schulgeldes:

Bild Legende:

Wenig Wechsel an die öffentliche Schule erwartet

Aufgrund der oben erwähnten Fakten sind wenig Wechsel an die öffentliche Schule zu erwarten. Der Grossteil der Privatschülerinnen und -Privatschüler besucht die Schule aufgrund einer anderen Unterrichtssprache (z.B. internationale Privatschulen) oder einer anderen Lernmethodik (z.B. Rudolf Steiner Schulen).

Wer ein Schulgeld von über 20‘000 Franken finanziert, wird dies auch finanzieren, wenn man den Beitrag von 2‘500 Franken nicht mehr erhält. Einkommensschwache Erziehungsberechtigte in Privatschulen mit einkommensabhängigen Schulgeldern können den Beitrag zukünftig per Gesuch beantragen, wodurch auch der Grossteil der finanziell bedingten Wechsel ausgeschlossen werden kann.

Keine Mehrkosten aufgrund zusätzlicher Klassen

Wie verteilen sich allfällige Wechsel in der öffentlichen Volksschule:

  • auf 11 Jahrgänge: 2 Kindergartenjahre, 6 Primarschuljahre, 3 Sekundarschuljahre
  • Aufteilung auf alle Schulen z.B. 74 Primarschulen / 21 Sekundarschulstandorte
  • Aufteilung auf alle Klassen (Plandaten: 2017/2018)
    • 299 Kindergartenklassen
    • 906 Primarschulklassen
    • 404 Sekundarschulklassen
  • Vergleich durchschnittliche Klassengrösse – maximale Klassengrösse (Plandaten 2017/2018):
Schulstufe Anzahl Schülerinnen und Schüler pro Klasse Maximale Schülerzahl pro Klasse
Kindergarten 18.03 24
Primarschule Regelklasse 18.85 24
Sekundarschule Niveau A 17.71 20
Sekundarschule Niveau E 21.49 24
Sekundarschule Niveau P 21.27 24

Bei den oben genannten Dimensionen (Klassen, Jahrgänge) und den durchschnittlichen Klassengrössen, welche deutlich unter den Maximalzahlen liegen, sind mögliche Wechsel an die öffentliche Schule ohne weitere Klassenbildung möglich. Erwartet werden rund 100 Wechsel.

Kreditsicherungsgarantie für den Neubau des Departements Sport, Bewegung und Gesundheit

29. August 2017

Die Regierungen beider Basel beantragen den Parlamenten eine Kreditsicherungsgarantie in Höhe von CHF 44 Mio. für einen Neubau des Departements Sport, Bewegung und Gesundheit der Universität Basel auf dem „Campus Sport“ in Münchenstein. Damit sollen der Raummangel behoben, dezentral verstreuten Räume zusammengeführt und Synergien mit den bereits vorhandenen Sportinstitutionen genutzt werden. 

Der Lehr- und Forschungsbetrieb des Departements Sport, Bewegung und Gesundheit (DSBG) findet derzeit überwiegend in den Räumlichkeiten der St. Jakobshalle statt. Grossveranstaltungen in der St. Jakobshalle schränken den universitären Betrieb jedoch stark ein. Der Neubau in der unmittelbaren Nachbarschaft gewährleistet, dass Forschung und Lehre zukünftig reibungslos durchgeführt werden können. Durch die Ansiedlung auf dem „Campus Sport“ im Kanton Basel-Landschaft kann das Departement zudem von einer Zentralisierung seiner Räumlichkeiten sowie den umliegenden Sportanlagen profitieren und auch den zurzeit geltenden Numerus Clausus für die Sportwissenschaften lockern. 

Eine Kreditsicherungsgarantie ihrer Trägerkantone ermöglicht der Universität Basel, den für die Neubauerstellung notwendigen Kredit zu optimalen Bedingungen auf dem Finanzmarkt aufnehmen zu können. Gestützt auf den Vertrag zwischen den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt über die gemeinsame Trägerschaft der Universität Basel stehen die beiden Kantone jeweils hälftig, für je CHF 22 Mio., für die Kreditsicherungsgarantie ein. Die Kreditsicherungsgarantie muss von den beiden Parlamenten bestätigt werden. Sie reduziert sich jährlich im Umfang der von der Universität geleisteten Amortisation. 

Ein Neubau für rund CHF 51 Millionen An den Gesamtkosten für den Neubau des Departements Sport, Bewegung und Gesundheit von CHF 51 Mio. wird sich auch der Bund mit rund 20 Prozent beteiligen. 

Geplant wird der Neubau des Departements Sport, Bewegung und Gesundheit der Universität Basel von den Architekten Caesar Zumthor & Markus Stern. Der Bezug des Neubaus soll im 1. Quartal 2021 erfolgen.

Weitere Informationen: Landratsvorlage

Weiterführung der finanziellen Unterstützung des CSEM Muttenz

29. August 2017

Der Regierungsrat beantragt dem Landrat die Weiterführung der finanziellen Unterstützung des Regionalzentrums Muttenz des Centre Suisse d’Électrotechnique et Microtechnique (CSEM). 

Das CSEM Muttenz entwickelt neue Technologien und zusätzliches Wissen aus der Grundlagenforschung. Durch die Betriebsbeiträge des Kantons Basel-Landschaft können regional verankerte Industrieunternehmen, insbesondere KMU, davon profitieren. Gerade kleinere Unternehmen besitzen in der Regel keine eigenen Forschungsabteilungen. Durch die Zusammenarbeit mit dem CSEM werden sie in die Lage versetzt, ihre eigenen Innovationsanstrengungen zu stärken.

Ein Innovationskatalysator in Muttenz Das CSEM weist exzellente Forschungs- und Entwicklungsleistungen aus. Darüber hinaus betreibt es vorbildliche Nachwuchsförderung. Durch seinen Aufbau von Technologieplattformen wirkt das CSEM als Innovationskatalysator für die regionalen KMU- und Industriebetriebe. Diesen Unternehmen stehen neben dem CSEM Muttenz auch die übrigen Kompetenzen der gesamten CSEM AG mit ihren rund 450 Mitarbeitenden zur Verfügung. 

Mit der Weiterführung der finanziellen Unterstützung des CSEM Muttenz wird gezielt der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse und neuer Technologien in marktfähige Produkte und Dienstleistungen gefördert. Dieses kantonale Engagement bildet ein wichtiges Element der regionalen Standortförderung. Zudem trägt es zur Erreichung mehrerer Zielsetzungen des Regierungsprogramms 2016–2019 bei. 

Der Regierungsrat ist überzeugt, dass den regionalen Unternehmen mit dem CSEM ein verlässlicher Partner im Zusammenhang mit dem rasch voranschreitenden digitalen Wandel zur Verfügung steht. Dem Landrat wird ein Verpflichtungskredit im Umfang von CHF 8 Mio. für die Jahre 2019 bis 2022 zur Genehmigung unterbreitet. Gegenüber der Leistungsperiode 2014–2018 stellt dies eine Kürzung von CHF 1 Mio. jährlich dar. Mit dieser Massnahme wird ein langfristiges Engagement zugunsten des CSEM Muttenz sichergestellt. 

Weitere Informationen: Landratsvorlage

Berufe finden mit der BIZ App

28. August 2017

Die neue App des Berufsinformationszentrums (BIZ) wird von den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft am 28. August zusammen mit dem neuen Lehrstellennachweis lanciert.

Die Jugendlichen können mit der BIZ App ihre Interessen mittels Berufe-Assistent erkunden und bekommen sofort passende Berufe vorgeschlagen. Zu den Berufen erhalten sie weitere Informationen über Tätigkeiten, Ausbildung und Voraussetzungen. Die interessantesten Berufe können in einer Favoritenliste gespeichert werden. So lassen sich auch Push-Benachrichtigungen für neue Lehrstellen einrichten. Freie Lehrstellen werden auch mittels Kartenfunktion oder in der Live-Ansicht via Augmented Reality dargestellt. Dazu nutzt die App Kamerafunktion und Kompass und zeigt je nach Ausrichtung die freien Lehrstellen an.

Die BIZ App hat sich bereits in vielen Kantonen bewährt und ist ein wichtiger Bestandteil des Konzepts der beruflichen resp. der Laufbahnorientierung der Berufsberatungen der beiden Kantone. Ziel ist eine adressatengerechte und umfassende Information der Jugendlichen.

Die App kann kostenlos im App Store oder bei Google Play heruntergeladen werden:

Medienmitteilung Stundentafel Sekundarschule

25. August 2017

Bildungsrat und landrätliche Bildungs-, Kultur- und Sportkommission führten eine Aussprache über die Stundentafel Sekundarschule und die dazu vorliegenden politischen Vorstösse.

Auf Schuljahr 2018/19 werden die neu eintretenden Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule nach der neuen Stundentafel unterrichtet, die der Bildungsrat am 24. Mai 2017 beschlossen hat. Dazu wurden verschiedene politische Vorstösse eingereicht.

Um für die Schülerinnen und Schüler optimale Lernbedingungen und für die Sekundarschulen bis Ende Jahr Planungssicherheit zu gewährleisten, haben sich auf Einladung von Regierungsrätin Monica Gschwind der Bildungsrat und die landrätliche Bildungs-, Kultur- und Sportkommission getroffen. Ziel war die gegenseitige Information und die Aussprache über Anliegen zur Anpassung der Stundentafel. Der Bildungsrat wird die Anliegen prüfen und hat die Motionäre sowie die Vertretung des Initiativkomitees „Starke Schule beider Basel“ zu einem weiteren Gespräch am 30. August 2017 eingeladen.

Gendertag - Zukunftstag BL

24. August 2017


Der zweite Donnerstag im November ist jeweils nationaler Zukunftstag. Dann wechseln Mädchen und Jungs die Seiten und lernen untypische Arbeits- und Lebensfelder kennen. Das Kooperationsprojekt zwischen Schule, Arbeitswelt und Eltern fördert eine Berufs- und Lebensplanung unabhängig von fixen Geschlechterbildern.

Weitere Informationen: Gendertag - Zukunftstag BL

Schulanfang: Regierungsrätin Monica Gschwind legt den Fokus auf die Berufsmatur

14. August 2017

Zum Anfang des Schuljahres 2017/2018 treten 8‘079 Kinder in eine neue Klasse oder Schulstufe der Volksschule ein. Im Rahmen des traditionellen Anlasses zum Schulanfang stellt die Baselbieter Bildungsdirektorin Monica Gschwind die Berufsmatur ins Zentrum.

Zahlen zum ersten Schultag im Kanton Basel-Landschaft

8‘079 Kinder sind heute im Kanton Basel-Landschaft ins neue Schuljahr der Volksschule gestartet: 5‘535 Schülerinnen und Schüler sind in die Primarstufe eingetreten; 2‘544 Jugendliche erlebten ihren ersten Tag in der Sekundarschule.

Zwei Abschlüsse – alle Möglichkeiten

Um dem steigenden Fachkräftebedarf gerecht zu werden, ist entscheidend, dass unserer Arbeitskräfte gut ausgebildet sind und ihre Ausbildung der Nachfrage der Wirtschaft entspricht. Es ist zentral, die in der Berufswahl stehenden jungen Menschen auf diese Thematik hinzuweisen und ihnen alle Möglichkeiten aufzuzeigen. Für schulisch starke und praxisbegabte Lernende ist der Weg der dualen Ausbildung mit Berufslehre und Berufsmatur eine sehr attraktive Alternative zur gymnasialen Matur.

Die Berufsmatur ergänzt die Berufslehre durch eine erweiterte Allgemeinbildung und durch zusätzliches Fachwissen. Monica Gschwind: „Im Rahmen unseres Erfolgsmodells der dualen Bildung halte ich die Berufsmaturität für eine wichtige Säule. Die Absolvierenden verfügen bereits nach 3 bzw. 4 Jahren Berufslehre über zwei Abschlüsse und sind danach topfit für die Arbeitswelt. Diese Ausgangslage ist hervorragend, denn die Wirtschaft ist dringend auf ausgezeichnet ausgebildete Fachkräfte in allen Branchen angewiesen". Die Berufsmaturität ermöglicht einerseits das Studium an einer Fachhochschule oder über den Weg der Passerelle ein Studium an einer Universität, der ETH oder einer pädagogischen Hochschule.

Massnahmen zur Förderung der Berufsmatur

Die Zahl der Absolventinnen und Absolventen der Berufsmaturität BM 1 während der Lehre ist seit einigen Jahren rückläufig. Mit verschiedenen Massnahmen soll deshalb der Berufsmatur zu grösserer Bekanntheit und breiterer Akzeptanz verholfen werden. Dazu ist einerseits eine Landratsvorlage zur gezielteren Laufbahnorientierung der Schülerinnen und Schüler in Vorbereitung. Andererseits soll durch eine Flexibilisierung der Berufsmaturität deren Attraktivität sowohl für die Lernenden und als auch für die Betriebe gesteigert werden.

Der Bund hat dazu anfangs 2017 eine Vernehmlassung lanciert und wird 2018 entsprechende neue Rahmenbedingungen als Basis für die kantonale Ausgestaltung festlegen.

Lehrabschlussprüfungen 2017

7. Juli 2017

Gewerblich-industrielle Berufe, Dienstleistungsberufe, Berufe des Gesundheits- und Sozialwesens und der Landwirtschaft des Kantons Basel-Landschaft

Die Rangfeier der Wirtschaftskammer Baselland in der ersten Sommerferienwoche bildet jedes Jahr den festlichen Abschluss der kantonal durchgeführten Lehrabschlussprüfungen. Insgesamt sind 1‘572 Absolvierende in mehr als 150 Berufen zu den Prüfungen angetreten. Eine Rangnote, also Gesamtnote 5.3 und höher, haben 172 Kandidatinnen und Kandidaten erzielt, was 10.9 % entspricht (Vorjahr 10.3 %). Ein paar wenige Prüfungsresultate aus anderen Kantonen sind allerdings noch ausstehend. Zusätzlich zu den Abschlussprüfungen wurden auch noch 165 Grundlagen- und Teilprüfungen durchgeführt. 159 Prüfungsabsolvierende, also 10.1 % (Vorjahr ebenfalls 10.1 %) haben ihre Prüfung leider nicht bestanden. Sie werden im nächsten Jahr zur Wiederholungsprüfung antreten müssen.

Wir gratulieren den erfolgreich qualifizierten neuen Berufsleuten herzlich und wünschen ihnen alles Gute. Den Prüfungsrepetierenden wünschen wir, dass sie die Motivation und den nötigen Durchhaltewillen aufbringen werden auf ihrem Weg zum erfolgreichen Berufsabschluss im nächsten Jahr.

Weitere Informationen:

Bildungsrat soll durch neuen Beirat Bildung abgelöst werden

5. Juli 2017

Der Regierungsrat hat die Landratsvorlage zur Motion „Verfassungskonforme Entscheidungen – Abschaffung Bildungsrat“ an den Landrat überwiesen. Ab August 2019 soll der Baselbieter Regierungsrat über Stundentafeln und Lehrpläne entscheiden und von einer Kommission – dem Beirat Bildung – beraten werden.

Die am 17. März 2016 überwiesene Motion „Verfassungskonforme Entscheidungen – Abschaffung Bildungsrat“ verlangt die baldmögliche und ersatzlose Auflösung des Bildungsrats und insbesondere die Streichung der §§ 84 und 85 des Bildungsgesetzes. Die Aufgaben und Kompetenzen des Bildungsrates seien auf andere Organe neu zu verteilen. 

Nur in zehn Kantonen existiert ein mit dem Bildungsrat vergleichbares Gremium mit eigenen Entscheidungskompetenzen. In den meisten Kantonen entscheidet somit der Regierungsrat über Stundentafeln, Lehrpläne und Lehrmittel. Die Forderung der Motion soll durch eine Änderung des Bildungsgesetzes so umgesetzt werden, dass auch im Kanton Basel-Landschaft die Beschlusskompetenzen des Bildungsrates auf den Regierungsrat übertragen werden. Neu soll ein Beirat Bildung geschaffen werden, der die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion umfassend in wichtigen Fragen der Schulentwicklung berät und Stellung zu Lehrmitteln, Lehrplänen und Stundentafeln zuhanden des Regierungsrates bezieht. Der Beirat Bildung kann sich auf die wichtige Aufgabe der Beratung und Lösungsentwicklung für die weitere strategische Entwicklung des Bildungswesens konzentrieren. Die Verantwortung für die Inkraftsetzung von Vollzugsregelungen liegt beim Regierungsrat. Damit wird der Regierungsrat zur alleinigen Exekutive und erlässt neben den Verordnungen neu auch die Stundentafeln und Lehrpläne, die bisher hoheitlich vom Bildungsrat beschlossen wurden. Die Funktion des Beirats Bildung ermöglicht, dass künftig wichtige Bildungsthemen von zwei Gremien beurteilt werden. Dies soll zu breit abgestützten und mehrheitsfähigen Lösungen beitragen.

Auswertung der Vernehmlassung

Aufgrund der Auswertung der Vernehmlassung wurde die Vorlage überarbeitet. Neu schlägt der Regierungsrat den Landrat als Wahlbehörde und die landrätliche Bildungs-, Kultur- und Sportkommission als „Findungskommission“ vor. Bezüglich der Zusammensetzung des Beirates Bildung hält der Regierungsrat indessen am Vorschlag der Zusammensetzung gemäss Vernehmlassungsvorlage fest. 

Amtsperioden Bildungsrat und Beirat Bildung

Entgegen dem geltenden Bildungsgesetz wählte der Landrat bisher die Mitglieder des Bildungsrates nach der allgemeinen Amtsperiode. Mit der korrekten Anwendung von § 112 Abs. 2 des Bildungsgesetzes soll neu die Amtsperiode gemäss ausdrücklicher Regelung im Bildungsgesetz umgesetzt und die bisher fehlerhafte Anwendung korrigiert werden. Der Bildungsrat soll somit für die verbleibende Dauer der Amtsperiode vom 1. April 2018 bis zum 31. Juli 2019 nochmals gewählt werden. Nach Beschlussfassung dieser Landratsvorlage würde der Landrat die Mitglieder des Beirates Bildung für die Amtsperiode vom 1. August 2019 bis 31. Juli 2023 neu wählen.

Weitere Informationen: Landratsvorlage

Regierungsrat verzichtet auf die Heraufsetzung der Klassenhöchstzahl

5. Juli 2017

Der Regierungsrat hat die Landratsvorlage „Änderung des Bildungsgesetzes betreffend weitere Optimierungsmassnahmen im Rahmen der Finanzstrategie 2016–2019 im Bereich der Klassengrösse auf den Sekundarstufen I und II“ an den Landrat überwiesen. Er verzichtet auf die Heraufsetzung der Klassenhöchstzahl von 24 auf 26 Schülerinnen und Schüler, präsentiert aber eine Lösung mit demselben Spareffekt. Dieser beläuft sich im Jahr 2019 auf rund 4,5 Mio. Franken und ab 2020 auf rund 5,5 Mio. Franken.

Mit der Finanzstrategie 2016–2019 hat der Regierungsrat Massnahmen und Aufträge definiert, um das strukturelle Defizit im Finanzhaushalt zu beseitigen. Eine Massnahme betrifft die Klassenbildung an den kantonalen Schulen der Sekundarstufen I und II. Gemäss Auftrag des Regierungsrats war die Heraufsetzung der Klassenhöchstzahl von in der Regel 24 auf 26 Schülerinnen und Schüler zu prüfen. Mit der vorliegenden Landratsvorlage legt der Regierungsrat nun eine andere Lösung mit dem gleichen finanziellen Spareffekt vor: Er verzichtet auf die geplante Heraufsetzung der Höchstzahl von 24 auf 26 Schülerinnen und Schüler und möchte drei neue Bestimmungen einführen: 

  • Die Möglichkeit zur Überschreitung der Höchstzahl im Einzelfall
  • die Gewährung zusätzlicher Lektionen bei einer Überschreitung der Höchstzahl
  • die Bewilligung von ausserordentlichen Unterstützungsmassnahmen (SOS-Ressourcen) für Sekundarschulklassen.

SOS-Ressourcen: In einzelnen Klassen können sich Konstellationen ergeben, die es erschweren, den Bildungsauftrag mit den ordentlichen Ressourcen umzusetzen. In solchen Fällen sollen die Lehrpersonen eine ausserordentliche und befristete Unterstützung erhalten. Die Klassenbildung an den Sekundarschulen soll innerhalb der Sekundarschulkreise konsequent und schulstandortübergreifend erfolgen. Zudem soll für alle Bildungsangebote im Regelschulbereich auf den Sekundarstufen I und II die gleiche Höchstzahl von 24 Schülerinnen und Schülern gelten. Ausgenommen bleibt das Niveau A der Sekundarschule, dessen Höchstzahl weiterhin bei 20 verbleibt. 

Auswertung der Vernehmlassung

Aufgrund der Auswertung der Vernehmlassung wurde die Vorlage geringfügig überarbeitet.

Die Entwürfe für die Folgeanpassungen auf Verordnungsstufe wurden präzisiert. 

Finanzielle Auswirkungen

Durch Optimierungen im Bereich der Klassenbildung wurde eine jährlich wiederkehrende Kosteneinsparung von 4,2 Mio. Franken angestrebt. Mit der nun vorgesehenen Umsetzung wird im Kalenderjahr 2019 eine Einsparung von rund 4,5 Mio. Franken erreicht werden. Die Kostensenkung ab Kalenderjahr 2020 beläuft sich auf rund 5,5 Mio. Franken. Zudem kann mit den vorgeschlagenen Massnahmen eine zeitgemässe Steuerung der Klassen- und Kursbildung erfolgen. Bei der Klassenbildung wird jedoch immer auch die Situation vor Ort beurteilt und pädagogischen Aspekten Rechnung getragen. Die vorgesehenen Regelungen gelten für die Sekundarstufe I und II.

 Weitere Informationen: Landratsvorlage

Gegenvorschlag zur formulierten Gesetzesinitiative „Ja zu Lehrplänen mit klar definierten Stoffinhalten und Themen“

5. Juli 2017

Der Regierungsrat lehnt die formulierte Gesetzesinitiative „Ja zu Lehrplänen mit klar definierten Stoffinhalten und Themen“ ab. Er unterbreitet dem Landrat einen Gegenvorschlag. Mit diesem wird auch die Motion „Stufenlehrpläne mit transparentem Inhalt“ erfüllt.

Am 27. Oktober 2016 wurde die formulierte Gesetzesinitiative „Ja zu Lehrplänen mit klar definierten Stoffinhalten und Themen“ eingereicht. Die Initiative verlangt, dass die Stufenlehrpläne der Volksschule ausschliesslich Stoffinhalte und Themen enthalten. Demgegenüber seien Kompetenzbeschreibungen in einen separaten Anhang zu den Stufenlehrplänen aufzunehmen und den Lehrpersonen als Hilfestellung dienen.

Der Regierungsrat beantragt dem Landrat, die formulierte Gesetzesinitiative „Ja zu Lehrplänen mit klar definierten Stoffinhalten und Themen“ abzulehnen und legt einen Gegenvorschlag vor. Die Ablehnung erfolgt, da die Aufnahme einer solchen Bestimmung im Bildungsgesetz als Vorgabe zur Gestaltung des Lehrplans nicht stufengerecht ist. Ferner kann sie als Verbot zur Nutzung des Lehrplans 21, welcher Kompetenzumschreibungen enthält, missverstanden werden. Zudem ist der Lehrplan Volksschule Basel-Landschaft auf der Primarstufe bereits auf das Schuljahr 2015/16 eingeführt worden. Die Primarstufe befindet sich mit dem neuen Lehrplan auf Kurs; gemäss einer Umfrage besteht kein Bedarf für ergänzende Lehrplanarbeiten. Im Weiteren lehnt der Regierungsrat die kostenintensive Entwicklung eines eigenen Lehrplans ab.

Gegenvorschlag des Regierungsrats

Der Regierungsrat unterstützt mit dem Gegenvorschlag den Entscheid des Bildungsrats, den Lehrplan 21 einschliesslich seiner Kompetenzumschreibungen als Grundlage für den Lehrplan Volksschule Basel-Landschaft zu nutzen. Dem Anliegen der Initianten und der Motionärin nach einer stärkeren Gewichtung der Inhalte und Themen wird mit ergänzenden Lehrplanarbeiten und Umsetzungshilfen Rechnung getragen. In der Folge wird für die Sekundarschule ein Lehrplan vorliegen, welcher Kompetenzen, Inhalte und Themen für alle Klassen in allen Anforderungsniveaus abbildet.

Die entsprechenden ergänzenden Lehrplanarbeiten (Stoffverteilungspläne und Umsetzungshilfen) für die Sekundarschulen sind bereits angelaufen. Die Sekundarschulen werden damit bei der Einführung des neuen Lehrplans entlastet. Die Kosten belaufen sich auf maximal CHF 1,7 Mio. verteilt auf die Jahre 2017 bis 2020. Sie gehen zu Lasten des bestehenden Verpflichtungskredites Bildungsharmonisierung. 

Weitere Informationen: Landratsvorlage

Aufnahme einer Meldepflicht im Bildungsgesetz bei wesentlichen Integrationsproblemen

30. Juni 2017

Der Regierungsrat hat die Landratsvorlage „Änderung der Kantonsverfassung betreffend Vorbehalt der bürgerlichen Pflichten und Änderung des Bildungsgesetzes betreffend Aufnahme einer Meldepflicht bei wesentlichen Integrationsproblemen“ an den Landrat überwiesen.

Auslöser dieser Landratsvorlage war die Verweigerung des Händedrucks von zwei Schülern gegenüber ihrer Lehrerin aus religiösen Gründen. Dies hat zu einer grossen öffentlichen Debatte sowie der Überweisung einer Motion der FDP-Landratsfraktion geführt. Mit der Anpassung des Bildungsgesetzes werden die gesetzlichen Grundlagen dahingehend präzisiert, dass den hiesigen Werten an unseren Schulen mehr Gewicht verliehen wird. Zudem wird die Grundlage für eine Ergänzung des Katalogs der Disziplinarmassnahmen gelegt. Mit der Möglichkeit, den Erziehungsberechtigten für ausserschulische Sanktionen eine Kostenbeteiligung auferlegen zu können, sollen den Schulen griffigere Massnahmen bei massiven erzieherischen und integrativen Fehlverhalten zur Verfügung gestellt werden. Weiter wird eine Meldepflicht an die Ausländerbehörde bei wesentlichen Integrationsproblemen von Schülerinnen und Schülern im Bildungsgesetz aufgenommen. 

Auswertung der Vernehmlassung

Nach der Auswertung der breiten und umfangreichen Vernehmlassung wurde die Landratsvorlage „Änderung der Kantonsverfassung betreffend Vorbehalt der bürgerlichen Pflichten und Änderung des Bildungsgesetzes betreffend Aufnahme einer Meldepflicht bei Integrationsproblemen“ überarbeitet. 

In den §§ 64 und 69 des Bildungsgesetzes wird vollständig auf die Pflicht zur Teilnahme an Ritualen sowie die ausdrückliche Nennung der Handschlagpflicht verzichtet. Die „hiesigen Werte“ werden insofern verdeutlicht, als in Anlehnung an die Bundesverfassung die Achtung der Werte einer freiheitlichen, gleichberechtigten und solidarischen Gesellschaft verlangt wird. Damit werden die hier geltenden Werte verdeutlicht.

Aufgrund der Rückmeldungen aus der Vernehmlassung wird an der vorgesehenen Meldepflicht der Schulleitungen bei wesentlichen Integrationsproblemen (§ 5 Absatz 1bis BildG) festgehalten. Diese soll analog der Meldepflicht bei Kindswohlgefährdungen eingeführt werden. Dass eine Meldepflicht – und nicht ein Melderecht – eingeführt wird, entlastet die Lehrpersonen und die Schulen. Damit wird ihnen der Entscheid abgenommen, ob sie eine Meldung erstatten sollen oder nicht.

Die geforderte Verfassungsänderung gemäss der Motion 2016-103 der FDP-Fraktion: Staatliches Recht vor religiösen Vorschriften wird dem Landrat unverändert zum Entscheid vorgelegt. Somit soll auf Verfassungsstufe verankert und verdeutlicht werden, dass weltanschauliche Auffassungen und religiöse Vorschriften nicht von der Erfüllung der bürgerlichen Pflichten entbinden.

Weitere Informationen: Landratsvorlage

Partnerschaftliches Bekenntnis zu einer zukunftsorientierten und leistungsfähigen Universität Basel

26. Juni 2017

Die Regierungen der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt haben sich über den Leistungsauftrag 2018-2021 für die Universität Basel geeinigt. Zuvor hatten die Trägerkantone die Entwicklung der letzten zehn Jahre der Universität analysiert. Auf dieser Grundlage konnte ein umfassendes Verhandlungsergebnis erreicht werden. Einerseits wird die von beiden Trägern vereinbarte Reduktion der Trägerbeiträge realisiert, ohne die Leistungsfähigkeit der Universität Basel strukturell zu schwächen. Andererseits verfügt die Universität für die nächste Leistungsperiode über Planungs- und Handlungssicherheit. Zudem wurden finanzielle Eckwerte für einen neuen Kulturvertrag festgelegt. Den politischen und wirtschaftlichen Interessen beider Trägerkantone wird ausgewogen Rechnung getragen.

Das Verhandlungsergebnis umfasst die kurz- und mittelfristigen Themenbereiche Trägerbeitrag 2018-2021 und Governance sowie die langfristigen Themen Universitätsstrategie, Immobilien und Finanzierungsmodell. Es enthält zudem einen Termin- und Umsetzungsplan für die identifizierten Handlungsfelder.

In der Übersicht sind die künftigen Trägerbeiträge für die Jahre 2018-2021 wie folgt hergeleitet (siehe bikantonaler Bericht Seite 28):

Herleitung der Trägerbeiträge 2018–2021

In CHF Mio.

2018

2019

2020

2021

Globalbeitrag, Ausgangsbasis 2017

329.5

329.5

329.5

329.5

Mitfinanzierung Neubauten Uni

+3.0

+6.0

+9.0

+12.0

Mehrkosten Humanmedizin

 

 

 

+1.4

Erhöhung wg. Auslaufen Mietzinsreduktion BS

 

 

+10.0

+10.0

Basislinie der beiden Regierungen

332.5

335.5

348.5

352.9

Sparmassnahmen Universität

 

 

-20.4

-23.4

Weiterführung Mietzinsreduktion BS

 

 

-10.0

-10.0

Globalbeitrag an die Uni neu

332.5

335.5

318.1

319.5

Davon Trägerbeitrag BL

169.1

170.6

161.9

162.7

Davon Trägerbeitrag BS

163.4

164.9

156.2

156.8

Für die beiden Trägerkantone sieht die Herleitung der künftigen Trägerbeiträge für die Jahre 2018-2021 wie folgt aus:

Herleitung der Trägerbeiträge BL 2018–2021

In CHF Mio.

2018

2019

2020

2021

Trägerbeiträge BL, Ausgangsbasis 2017

169.0

169.0

169.0

169.0

Belastung aus aktualisierten Nettovollkosten, Neubauten und Humanmedizin

0.1

1.6

3.1

5.4

Erhöhung wg. Auslaufen Mietzinsreduktion BS

 

 

5.0

5.0

Trägerbeitrag BL gemäss Basislinie

169.1

170.6

177.1

179.4

Weiterführung Mietzinsreduktion BS

 

 

-5.0

-5.0

Sparmassnahmen Universität

 

 

-10.2

-11.7

Trägerbeitrag BL, Ergebnis

169.1

170.6

161.9

162.7

Partnerschaftsvereinbarung (inkl. Mietzinsreduktion BS)

-20.0

-20.0

 

 

Entlastung Kulturvertrag

 

 

 

-5.1

Beiträge BL, netto

149.1

150.6

161.9

157.6

Entlastung BL gegenüber Basislinie BL

-20.0

-20.0

-15.2

-21.8

Herleitung der Trägerbeiträge BS 2018–2021

In CHF Mio.

2018

2019

2020

2021

Trägerbeiträge BS, Ausgangsbasis 2017

160.5

160.5

160.5

160.5

Belastung aus aktualisierten Nettovollkosten, Neubauten und Humanmedizin

2.9

4.4

5.9

8.0

Erhöhung wg. Auslaufen Mietzinsreduktion BS

 

 

5.0

5.0

Trägerbeitrag BS gemäss Basislinie

163.4

164.9

171.4

173.5

Weiterführung Mietzinsreduktion BS

 

 

-5.0

-5.0

Sparmassnahmen Universität

 

 

-10.2

-11.7

Trägerbeitrag BS, Ergebnis

163.4

164.9

156.2

156.8

Partnerschaftsvereinbarung (inkl. Mietzinsreduktion BS)

20.0

20.0

 

 

Mietzinsreduktion BS

 

 

10.0

10.0

Belastung Kulturvertrag

 

 

 

5.1

Beiträge BS, netto

183.4

184.9

166.2

171.9

Belastung (+) resp. Entlastung (-) BS gegenüber Basislinie BS

20.0

20.0

-5.2

-1.6

In Bezug auf die Trägerbeiträge 2018-2021 haben die Regierungen im Einzelnen Folgendes vereinbart:

  • Die Universität Basel leistet einen deutlichen Sparbeitrag durch strukturelle Massnahmen und die Auflösung von Reserven. Auf diese Weise werden die Trägerbeiträge beider Kantone in den Jahren 2020 bis 2021 um je über 10 Mio. Franken pro Jahr entlastet.
  • Der Kanton Basel-Stadt wird den Mietabschlag für Liegenschaften zugunsten der Universität in Höhe von 10 Mio. Franken bis 2021 fortsetzen. Dadurch wird der Kanton Basel Stadt um 5 Mio. Franken pro Jahr belastet und der Kanton Basel-Landschaft um 5 Mio. Franken pro Jahr entlastet.
  • Der Kanton Basel-Stadt überweist gemäss der Partnerschaftsvereinbarung vom Oktober 2015 dem Kanton Basel-Landschaft für die noch ausstehenden Jahre 2018 und 2019 einen jährlichen Entlastungsbeitrag von 20 Mio. Franken.
  • Darüber hinaus wurde vereinbart, den Kulturvertrag neu zu definieren: Die Beiträge des Kantons Basel-Landschaft an den Kanton Basel-Stadt von jährlich rund 10 Mio. Franken (Stand 2016) werden ab 2021 auf 5 Mio. Franken pro Jahr reduziert, die inhaltliche Verantwortung für die Mittelvergabe wird auf den Kanton Basel-Stadt übertragen. Der Kanton Basel-Stadt kompensiert ab dem Jahr 2021 die wegfallenden Staatsbeiträge an die Kulturinstitutionen. Die projektbezogene partnerschaftliche Kulturförderung aus den regulären Mitteln wird zudem in gleichem Mass wie bisher weitergeführt und gestärkt. Bis Mitte 2018 wird in beiden Kantonen eine entsprechende Vorlage für einen neuen Kulturvertrag an die Parlamente überwiesen.

Der Universität stehen somit für die folgenden Jahre insgesamt folgende Trägerbeiträge zur Verfügung:

Trägerbeiträge 2018–2021 an die Universität Basel

In CHF Mio.

2017 (Vorperiode)

2018

2019

2020

2021

Globalbudget Uni Basel

329.5

332.5

335.5

318.1

319.5

Trägerbeitrag BL

169.0

169.1

170.6

161.9

162.7

Trägerbeitrag BS

160.5

163.4

164.9

156.2

156.8

Die langfristige Entwicklung der Universität Basel soll in einer Strategie 2030 konkretisiert werden. Als zentrale Wirkungs- und Wirtschaftlichkeitsziele sind umzusetzen:

  • Die Universität erhöht weiter ihre finanzielle Unabhängigkeit von den Beiträgen ihrer kantonalen Träger.
  • Sie soll eine Volluniversität mit klarer Schwerpunktsetzung insbesondere in den Life Sciences bleiben.
  • Sie vermeidet Doppelspurigkeiten und realisiert kostensenkende Synergien durch verstärkte Kooperationen.

Die Governance der Universität Basel wird mit einer gemeinsamen Eignerstrategie der beiden Kantone auf eine neue Basis gestellt. Der Staatsvertrag und die Immobilienvereinbarung sollen einvernehmlich angepasst werden. Das Präsidium des Universitätsrats wird nach dem langjährigen erfolgreichen Wirken des aktuellen Präsidenten für die Universität per 1.1.2020 auf einen Mandatsträger des Kantons Basel-Landschaft übergehen. Dieser wird Anfang 2018 im Universitätsrat Einsitz nehmen und von Beginn weg die Federführung für den Strategieprozess 2030 übernehmen. Grundsätzlich soll die Abstimmung zwischen beiden Trägern und der Dialog mit der Universität Basel intensiviert werden.

Der Immobilienbereich der Universität Basel wird einer gemeinsam von beiden Kantonen in Auftrag gegebenen externen Analyse unterzogen. Darauf gestützt werden die Immobilienvereinbarung und -strategie überarbeitet. Mit einem Entscheid über eine etwaige Ansiedelung einzelner Fakultäten auf dem Gebiet des Kantons Basel-Landschaft ist voraussichtlich 2018 zu rechnen.

Ein neues langfristiges Finanzierungsmodell soll im Laufe der Leistungsperiode 2018-2021 erarbeitet werden. Dieses soll einen dynamischen Charakter aufweisen und dem Gedanken der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit beider Träger sowie der Berücksichtigung von Standortvorteilen Rechnung tragen.

Als Kernelemente des Verhandlungsergebnisses sind hervorzuheben:

  • Es handelt sich um ein ausgewogenes und umfassendes Gesamtpaket, welches eine nachhaltige (positive) Wirkung auf die bikantonale Trägerschaft haben wird.
  • Dabei wurde der Mehrheitsfähigkeit in beiden Parlamenten explizite Beachtung geschenkt.
  • Um den komplexen Handlungsfeldern und zahlreichen Anspruchsgruppen gerecht zu werden, bildet es eine kurz- und mittelfristige sowie eine langfristige Perspektive ab.
  • Mit dieser Basis wird eine langfristig orientierte Planungssicherheit für die Universität Basel geschaffen.
  • Die gemeinsame Zielsetzung einer finanziellen Reduktion der Trägerbeiträge kann realisiert werden, ohne die Leistungsfähigkeit der Universität zu schwächen.
  • Die Themenbereiche Universitätsstrategie, Governance, Immobilien und Finanzierungsmodell nehmen einen langfristigen Einfluss auf die Ausgestaltung der gemeinsamen Trägerschaft ab 2022.

Die Regierungen der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt haben die entsprechenden Vorlagen zuhanden der Parlamente am 20. Juni 2017 beschlossen.

Aussprache des Bildungsrates mit der landrätlichen Bildungs-, Kultur- und Sportkommission zur Stundentafel Sekundarschule

22. Juni 2017

Der Bildungsrat hat am 24. Mai 2017 nach erfolgter Anhörung auf Schuljahr 2018/19 die Stundentafel Sekundarschule in Kraft gesetzt. Er hat Kenntnis von Vorstössen und Diskussionen des Landrates genommen, die diesen Beschluss der Stundentafel betreffen. Zur Gewährleistung der Planungssicherheit der Sekundarschulen lädt er die Bildungs-, Kultur- und Sportkommission zu einer Aussprache ein.

Einführung Lehrplan Volkschule Basel-Landschaft für die Sekundarschule ab Schuljahr 2018/19

22. Juni 2017

Der Bildungsrat hat die Einführung Lehrplan Volksschule Basel-Landschaft auf der Sekundarstufe I auf das Schuljahr 2018/19 beschlossen. Gleichzeitig hat er Ergänzungen zu den Inhalten in Form von Stoffverteilungsplänen in Auftrag gegeben, die während drei Jahren erprobt werden sollen. Die Inkraftsetzung der Endfassung wird anschliessend auf das Schuljahr 2021/22 erfolgen. Die Finanzierung dieser Ergänzungen erfolgt aus dem Verpflichtungskredit Bildungsharmonisierung.

Der Bildungsrat hat die Ergebnisse der Anhörung zu zwei Varianten der Einführung Lehrplan Volksschule Basel-Landschaft für die Sekundarschule ausgewertet. Er ist der Mehrheit gefolgt, die sich für die Variante I - Einführung gleichzeitig mit der neuen Stundentafel ab 2018/19 mit anschliessender Erprobung bis 2021 - ausgesprochen hat. Besonderes Gewicht hat er darauf gelegt, Stundentafel und Lehrplan aufeinander abgestimmt einzuführen und auf die Verlängerung der Übergangslösung zu verzichten.

Der Bildungsrat hat die Bildungs- Kultur- und Sportdirektion beauftragt, den Lehrplan Volksschule Basel-Landschaft für die Sekundarstufe I so auszugestalten, dass Jahrgänge und Leistungszüge differenziert dargestellt werden. Unter Berücksichtigung der im Landrat überwiesenen Motion „Stufenlehrpläne mit transparentem Inhalt" hat er diesen Auftrag mit der Erarbeitung von Stoffverteilungsplänen, die Themen und Inhalte transparent machen sollen, ergänzt. Unter Federführung des Amts für Volksschulen werden dazu Arbeitsvorlagen erstellt, die den Schulen ab Schuljahr 2018/19 zur Verfügung stehen. Die aufsteigende Einführung nimmt drei Jahre in Anspruch. Währenddessen haben die Schulen Gelegenheit, systematisch Rückmeldungen zu geben. Damit wird eine praxisorientierte und breit abgestützte Endfassung gewährleistet. Die Finanzierung der Ergänzungsarbeiten erfolgt aus dem Verpflichtungskredits Bildungsharmonisierung. Die Schulleitungskonferenz der Sekundarschulen unterstützt dieses Vorgehen.

Weitere Informationen:

Bilingualer Maturitätslehrgang Laufen – Porrentruy wird weitergeführt

21. Juni 2017

Die Kantone Basel-Landschaft und Jura haben in einem gemeinsamen vierjährigen Pilotprojekt einen neuartigen bilingualen Maturitätslehrgang erprobt. Aufgrund der positiven Erfahrungen und Evaluationsergebnisse haben der Baselbieter Regierungsrat und das jurassische Parlament beschlossen diesen schweizweit einmaligen und eidgenössisch anerkannten Lehrgang als definitives Bildungsangebot weiterzuführen. 

Gymnasiastinnen und Gymnasiasten der beiden Sprachregionen absolvieren ihren gymnasialen Bildungsweg in gemischtsprachigen Klassen. Diese Klassen werden ab dem neunten Schuljahr während je zwei Jahren zuerst am Gymnasium Laufen, danach am Lycée in Porrentruy beschult. Das Angebot umfasst die beiden Schwerpunktfächer Biologie und Chemie sowie Wirtschaft und Recht. Aufgrund der steigenden Nachfrage soll der Bildungsgang in Zukunft nach Bedarf auch auf eine zweite Klasse pro Jahr erweitert werden.

Sprachenerwerb im Eilzugstempo

Kernelement dieses Ausbildungsgangs ist das Arbeiten in Schüler-Tandems. Dies beschleunigt den Sprachenerwerb durch die Kommunikation mit den anderssprachigen Klassenkollegen und -kolleginnen deutlich. Die Vorgaben des Bundes bezüglich Unterricht in der Partnersprache werden übertroffen. Mit mehr als 1700 Unterrichtslektionen in der Partnersprache sowie zwei Jahren Schulbesuch im anderen Sprachgebiet verfügen die Absolventinnen und Absolventen dieses bilingualen Maturitätslehrgangs über hervorragende Sprachkompetenzen. Dank diesen Kompetenzen können sie auch problemlos Studien in weiterführenden Schulen der beiden Sprachregionen belegen.

Beeindruckende Resultate ohne Mehrkosten

Die fachlichen Resultate der bilingualen Klassen sind beeindruckend. Der erste Jahrgang legte im Sommer 2016 seine Maturität in Porrentruy mit klar überdurchschnittlichen Resultaten ab. Ebenso belegt der Schlussbericht der breit angelegten Evaluation des Bildungsgangs den beteiligten Klassen ein hochstehendes fachliches Niveau. Und diese Art der Begabtenförderung ist kostengünstig: Die deutschsprachigen Schülerinnen und Schüler schliessen ihre Maturität aufgrund unterschiedlicher Schulstrukturen ein Jahr schneller ab. Dies bedeutet für den Kanton Basel-Landschaft letztlich eine wiederkehrende Kosteneinsparung.

Informationsanlass Masterplan Sekundarstufe II

19. Juni 2017

Die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion des Kantons Basel-Landschaft hat die aktuelle Situation der Sekundarstufe II analysiert. Damit die Lernenden die Bildungsziele erreichen können, braucht es in der Planung der Bildungsangebote ein hohes Mass an Konzentration von Raum und Organisation. Das bedeutet: Die Infrastruktur ist optimal zu nutzen und die Organisationsstrukturen sind darauf auszurichten. So können die anstehenden Herausforderungen flexibel, ökonomisch und nachhaltig gemeistert werden. Basierend auf der entsprechenden Analyse hat die BKSD fünf Strategien Sekundarstufe II definiert.

Die Berufsbildung und die Mittelschulen stehen vor grossen demographischen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Im Zentrum stehen die Digitalisierung der Arbeitswelt, die Stärkung der dualen Berufsbildung, der Fachkräftebedarf, aber auch die gezielte Förderung von Jugendlichen. Dabei geht es namentlich um die Laufbahnorientierung aller Schülerinnen und Schüler, die Förderung der Berufsbildung und eine engere Zusammenarbeit zwischen Berufsbildung und Gymnasien.

Damit die Lernenden die Bildungsziele erreichen können, ist in der Planung der Bildungsangebote ein hohes Mass an Konzentration von Raum und Organisation notwendig. Dadurch kann auf die genannten Entwicklungen flexibel, ökonomisch und nachhaltig reagiert werden. Um dies zu gewährleisten, hat die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion des Kantons Basel-Landschaft fünf Strategien Sekundarstufe II definiert, welche vom Regierungsrat positiv zur Kenntnis genommen wurden.

Strategien

  • Strategie 1: Die Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen Liestal und Muttenz sollen in Muttenz räumlich und organisatorisch zu einem Berufsbildungszentrum BL zusammengelegt werden.
  • Strategie 2: Die räumliche Zusammenfassung der Brückenangebote zum Zentrum für Brückenangebote BL.
  • Strategie 3: Die Verwaltungseinheiten des Amts für Berufsbildung und Berufsberatung sowie des Berufsinformationszentrums BIZ sollen an einem Standort zusammengeführt werden.
  • Strategie 4: Das Gymnasium Muttenz soll in sanierte Schulräume im Areal Polyfeld umziehen - Überprüfen von Raum und Organisation.
  • Strategie 5: Die Kooperation der Berufsfachschule Gesundheit BL (BfG) und des Bildungszentrums Gesundheit BS (BZG) Münchenstein soll vertieft werden.

Die räumliche Umsetzung der Strategien 1, 2 und 4 erfolgt mit der anstehenden Gesamtplanung Polyfeld in Muttenz und der optimierten Nutzung der bestehenden Infrastruktur.

Die Liegenschaften des Gymnasiums Muttenz, der Gewerblich-industriellen Berufsfachschule Muttenz (GiBM) sowie der Gewerblich-industriellen Berufsfachschule Liestal (GiBL) weisen einen grossen Sanierungsbedarf auf. Das gilt auch für die heutige Fachhochschulliegenschaft, welche 2018 durch den Umzug der Fachhochschule Nordwestschweiz FHNW an den neuen Standort für eine Nachnutzung frei wird. Diese Ausgangslage bietet die einmalige Möglichkeit zur räumlichen und organisatorischen Konzentration der Bildungsangebote der Sekundarstufe II.

Die Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen Liestal und Muttenz bzw. Pratteln (Informatik) werden in Muttenz zu einem «Berufsbildungszentrum Baselland» zusammengeführt. Auch die Brückenangebote BL sollen dort räumlich konzentriert werden. Beide Entscheide bedürfen der Verabschiedung der entsprechenden Bauvorlagen sowie der Landratsvorlage Neupositionierung Brückenangebote durch das Kantonsparlament.

Im Rahmen der Strategien 3, 4 und 5 ergehen verschiedene Prüf- und Umsetzungsaufträge. Es ist zu klären, ob und wie das Amt für Berufsbildung und Berufsberatung inkl. Berufsinformations-zentrum (BiZ) in Muttenz konzentriert werden kann. Zu prüfen ist, inwieweit betriebliche und räumliche Veränderungen aufgrund des anstehenden Umzugs des Gymnasiums Muttenz im Polyfeldareal angezeigt sind und ob Anpassungen der Organisations- und Leitungsstrukturen der Gymnasien vorzunehmen sind. In der Strategie 5 soll dargelegt werden, wie durch eine Vertiefung der Kooperation zwischen der Berufsfachschule Gesundheit Baselland (BfG) mit dem Bildungszentrum Gesundheit Basel-Stadt (BZG) das Kompetenzzentrum Gesundheit gestärkt und auch die Zusammenarbeit mit der Organisation der Arbeitswelt OdA Gesundheit weiter optimiert werden kann.

Timeline Umsetzung Masterplan

  • 2018: Strategie 5: vertiefte Kooperation der Berufsfachschule Gesundheit BL (BfG) mit dem Bildungszentrum Gesundheit BS (BZG) Münchenstein.
  • 2024: Strategie 1: Zusammenlegung Gewerblich-industrielle Berufsfachschule Liestal und Muttenz in Muttenz (Berufsbildungszentrum BL).
  • 2028: Strategie 2 und 4: räumliche Zusammenfassung der neu positionierten Brückenangebote sowie Bezug der sanierten Schulräume auf dem Areal Polyfeld durch Gymnasium / FMS.
  • 2032: Strategie 3: Die Bündelung der Verwaltungseinheiten Amt für Berufsbildung und Berufsberatung & Berufsinformationszentrum (BIZ) wird räumlich voraussichtlich bis 2032 realisierbar.

Zusammenarbeit mit der Stiftung Lehrbetriebe beider Basel wird erneuert

14. Juni 2017

Es ist ein erklärtes Ziel des Bundes und des Kantons Basel-Landschaft, dass 95 Prozent der Schülerinnen und Schüler auf der Sekundarstufe II einen Abschluss erreichen. Die Stiftung Lehrbetriebe beider Basel (LBB) leisten hierzu einen wichtigen Beitrag. Die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion beabsichtigt deshalb, die Leistungsvereinbarung mit der LBB bis 2021 zu erneuern. Zusätzlich beantragt der Regierungsrat dem Landrat für die Jahre 2018–2021 einen Verpflichtungskredit von insgesamt 2,192 Mio. Franken, welcher Baselbieter Lernende der LBB mit sozialer Indikation unterstützt.

Die Stiftung LBB Lehrbetriebe beider Basel (LBB) ist ein Produktions- und Ausbildungsbetrieb, der auch Jugendlichen eine berufliche Grundausbildung bietet, die aufgrund von Lernschwierigkeiten, Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten in der Privatwirtschaft keine oder nur geringe Ausbildungschancen haben. Seit 1995 werden die LBB von den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft auf der Grundlage von Vereinbarungen finanziell unterstützt. Der aktuelle Vertrag läuft Ende 2017 aus und soll durch eine neue Vereinbarung für die Jahre 2018–2021 abgelöst werden.

Zwei Drittel der Ausbildungsplätze der LBB (42) sind für Lernende mit Wohnsitz im Kanton Basel-Stadt reserviert, ein Drittel (21) für Lernende, die im Kanton Basel-Landschaft wohnen. Die LBB finanzieren sich durch den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen ihrer drei Betriebe (Gärtnerei, Schreinerei, mechanische Werkstatt) sowie mit den Beiträgen der beiden Vertragskantone. Von den insgesamt 63 Ausbildungsplätzen der LBB sind 36 (57 Prozent) für Jugendliche mit Lernschwierigkeiten, Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten bestimmt, die übrigen 27 (47 Prozent) Lehrstellen werden mit Jugendlichen ohne besondere Auffälligkeiten besetzt. Die Ausbildung der Lernenden beider Zielgruppen erfolgt gemeinsam.

Die Fortschreibung des bisherigen Vertrags soll ohne Ausweitung des Leistungskatalogs und ohne Mehrkosten für den Kanton Basel-Landschaft erfolgen. Zusätzlich soll die Leistungsperiode 2018–2021 dafür genutzt werden, die längerfristige Ausrichtung der Ausbildungstätigkeit der LBB im Sinne des nachgefragten Ausbildungsbedarfs und unter Berücksichtigung der Eigenwirtschaftlichkeit zu überprüfen. Zudem soll – primär in den bestehenden Berufsfeldern – das Entwicklungspotenzial für neue Ausbildungsgänge abgeklärt und eine auf die Entwicklung abgestimmte Strategie zur Modernisierung der Infrastruktur, vor allem der mechanischen Werkstätte, geklärt werden.

> Landratsvorlage 

Bildungsbericht Nordwestschweiz

1. Juni 2017

Zum zweiten Mal liegt eine vergleichende Gesamtschau des Bildungsraums Nordwestschweiz, also der Bildungssysteme der vier Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn, vor. In erster Linie stellt der vierkantonale Bildungsbericht die vier Bildungssysteme einander gegenüber und zeigt Entwicklungen seit dem ersten Bericht 2012 auf. Das Hauptgewicht der Darstellungen und Analysen liegt bei den Gemeinsamkeiten und Besonderheiten im Bildungsraum Nordwestschweiz. Neue Themen sind die vierkantonalen Leistungstests und Finanzdaten.

Im Unterschied zum Bildungsbericht Schweiz erlaubt der Bildungsbericht Nordwestschweiz eine Fokussierung auf den Vergleich von vier Kantonen. Zusätzliche Daten, welche nur auf Kantonsebene vorliegen, können ebenfalls für die Auswertung genutzt werden. Dies ermöglicht Quervergleiche zwischen den vier Kantonen des Bildungsraums und initiiert im Idealfall ein voneinander Lernen im vierkantonalen Austausch. Dazu – und zur Weiterentwicklung der Bildungssysteme in den vier Kantonen - liefert der vorliegende Bericht Anstösse.

Die Erarbeitung eines vierkantonalen Bildungsberichts ist in der Regierungsvereinbarung über die Zusammenarbeit im Bildungsraum Nordwestschweiz verankert. Der Regierungsausschuss hat das Institut für Bildungsevaluation (IBE), ein assoziiertes Institut der Universität Zürich, beauftragt den Bildungsbericht Nordwestschweiz 2017 zu verfassen und herauszugeben. Der Bildungsbericht ist öffentlich zugänglich und abrufbar auf der Webseite des Bildungsraums Nordwestschweiz unter www.bildungsraum-nw.ch.

Inhalte des neuen Bildungsberichts

Der Bildungsbericht Nordwestschweiz 2017 umfasst die Schuljahre 2010/11 bis und mit 2015/16 und deckt alle Schulstufen von der Vorschule bis zur Tertiärstufe ab. Gegenüber dem Bericht von 2012 wurden zwei neue Themen aufgenommen: Einerseits die vierkantonalen Leistungstests, also die Checks. Sie erlauben es, Aussagen zum Leistungsstand und zur Leistungsentwicklung der Schülerinnen und Schüler im Bildungsraum zu machen. Die Checks haben einen grossen Stellenwert im Bildungsraum. Deshalb ist ihnen ein eigenes Kapitel gewidmet. Andererseits wurden erstmals vergleichende Finanzdaten für die Bildungssysteme der vier Kantone zusammengestellt. Diese Daten sind in den entsprechenden Kapiteln abgebildet.

Einige Kernaussaugen aus dem Bildungsbericht

  • Die Checkresultate zeigen kantonal unterschiedliche Durchschnittsleistungen. Unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Lernvoraussetzungen in den Kantonen sind die Unterschiede aber schwach ausgeprägt. Zudem haben sich die kantonalen Durchschnittleistungen angenähert. Zu beobachten ist ferner ein Trend zu einem immer besseren Abschneiden der Schülerinnen und Schüler bei den Leistungstests. Das kann mit einem Gewöhnungseffekt erklärt werden (vgl. Kapitel 8).
  • Im Bereich der Sonderpädagogik erschweren unterschiedliche Terminologien in den vier Kantonen einen Vergleich. Die Qualifikation des Personals ist vereinheitlicht. Die Zuweisung und die Ressourcensprechung für sonderpädagogische Massnahmen unterscheiden sich im Bildungsraum nur in Details (vgl. Kapitel 6).
  • Die Strukturharmonisierung ist abgeschlossen. Auf einen obligatorischen, zweijährigen Kindergarten folgt eine sechsjährige Primarschule und eine dreijährige Sekundarstufe I. Auch auf der Sekundarstufe II wird die Strukturharmonisierung nächstes Jahr abgeschlossen sein. Das Gymnasium dauert dann in allen vier Kantonen vier Jahre (vgl. Kapitel 2–4).
  • Bei den Übergängen ist die Praxis in den vier Kantonen unterschiedlich. Dies zeigt sich beim Schuleintritt, bei den jährlichen Übergängen aber auch beim Übertritt in die Sekundarstufe I, wo zum Beispiel die Anschlussmöglichkeiten an die Schultypen unterschiedlich geregelt sind (vgl. Kapitel 7).
  • In den letzten Jahren ist in allen Bildungsraumkantonen ein quantitativer Ausbau des Angebots familienergänzender Betreuung erfolgt. Unterschiedliche Zuständigkeiten und Verpflichtungen (Kantone, Gemeinden) erschweren die Zusammenarbeit im Bildungsraum. Im Bereich der frühen Sprachförderung haben die vier Kantone aber eine Vorreiterrolle eingenommen. Gemeinsam haben sie das auf wissenschaftlicher Basis erstellte Handbuch zur frühen Sprachförderung „Nashorner haben ein Horn“ publiziert (vgl. Kapitel 1).
  • Die Massnahmen im Bildungsraum gegen den Mangel an Lehrpersonen haben Wirkung gezeigt. Aktuell gibt es keine Mangelsituation. Die Prognosen des Bundesamts für Statistik (BFS) über ansteigende Schüler/innenzahlen und Pensionierungswellen deuten aber weiterhin auf grosse Herausforderungen hin (vgl. Kapitel 2–4).
  • Im Tertiärbereich nimmt die gemeinsame Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) eine zentrale Rolle ein. Im Bereich der höheren Berufsbildung und der Fachhochschule nehmen die Studierendenzahlen kontinuierlich zu und seit 2010 sind im Bildungsraum zahlreiche neue Angebote entstanden (vgl. Kapitel 5).
  • Die Entwicklung der Fachhochschulen führte in den letzten Jahren zu einer Aufwertung der entsprechenden Abschlüsse. Auch bei den Studierenden aus dem Bildungsraum Nordwestschweiz ist die Abschlussquote an Fachhochschulen inzwischen höher als an universitären Hochschulen (vgl. Kapitel 9).

Die Erkenntnisse des aktuellen Bildungsberichts werden nun sowohl einzeln in den vier Kantonen als auch kantonsübergreifend im Bildungsraum ausgewertet und mögliche Handlungsoptionen werden anschliessend ausgearbeitet und diskutiert.

Einführung der Stundentafel Sekundarschule Basel-Landschaft ab Schuljahr 2018/19

30. Mai 2017

Der Bildungsrat hat nach Auswertung der Anhörung die modifizierte Stundentafel Sekundarschule auf Schuljahr 2018/19, aufsteigend mit den ersten Klassen, in Kraft gesetzt.

Der Bildungsrat hat sich mit den Ergebnissen der Anhörung zum Entwurf der Stundentafel der Sekundarschule befasst und die eingebrachten Anliegen und Vorschläge eingehend überprüft. Im Bewusstsein, dass eine Stundentafel aufgrund des beschränkten Zeitbudgets der Schülerinnen und Schüler und der Ressourcenvorgaben des Regierungsrates nie die Summe der berechtigten Bildungsanliegen darstellen kann und immer einen Kompromiss darstellt, hat der Bildungsrat mögliche alternative Lösungsoptionen beraten. Er hat die Fassung, wie er sie in die Anhörung gegeben hat, als beste Lösung gewertet und sie ohne Modifikation auf Schuljahr 2018/19, aufsteigend mit den ersten Klassen, in Kraft gesetzt. Diese Stundentafel Sekundarschule löst die Stundentafel ab, die der Bildungsrat mit Basel-Stadt abgestimmt und am 13. Juni 2012 beschlossen hatte. Im Vergleich zu dieser nun aufgehobenen Stundentafel sind die Einzelfächer gemäss der am 5. Juni 2016 angenommenen Änderung des Bildungsgesetzes umgesetzt und die neue Vorgabe des Regierungsrates für ein Deputat von 42 Lehrpersonenlektionen pro Klasse erfüllt.

Einführung eines Lektionendeputats zur Ressourcensteuerung an den Sekundarschulen

23. Mai 2017

Das Lektionendeputat ist ein Instrument zur finanziellen Steuerung der Lehrpersonenlektionen an den Volksschulen. Diese Ressourcenvorgabe bildet für den Bildungsrat die Grundlage zur Festlegung der Stundentafel für die Sekundarschule. Mit der Änderung der Verordnung für die Sekundarschule wird das Deputat neu auch für die Sekundarschule eingeführt.

Am 23. Mai 2017 hat der Regierungsrat die Änderung der Verordnung für die Sekundarschule (SGS 642.11) beschlossen. Das Lektionendeputat legt fest, welche Anzahl Lehrpersonenlektionen der Schule für jede Klasse zur Verfügung steht. Es erlaubt der Schulleitung bzw. der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion die finanzielle Planung und eine entsprechende Steuerung der Personalmittel im Rahmen der Stundentafel. Der Regierungsrat legt den Lektionenrahmen für die Stundentafel der Sekundarschule auf 42 Lektionen fest.

Die Stundentafel wird nun auf Basis des Lektionendeputats vom Bildungsrat beschlossen. Die Primarstufe kennt dieses schon seit mehreren Jahren.

Klassenbildung Sekundarschulen 2017/18

21. März 2017

Das Amt für Volksschulen der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion des Kantons Basel-Landschaft hat die Klassenbildung der Sekundarschulen für das kommende Schuljahr 2017/18 abgeschlossen. Die von den Sekundarschulleitungen gemeldeten 7852 Schülerinnen und Schüler werden in 404 Klassen unterrichtet. Knapp 80 Schülerinnen und Schüler einer 1. Sekundarklasse werden einem benachbarten Sekundarschulstandort zugewiesen. Ferner werden keine bestehenden Klassen zusammengelegt.

Klassenbildung 2017/18 der Sekundarschulen

Das Amt für Volksschulen hat für das Schuljahr 2017/18 die Klassenbildung der Sekundarschulen abgeschlossen und auf Basis der von den Sekundarschulleitungen gemeldeten Schülerinnen- und Schülerzahlen insgesamt 404 Klassen bewilligt. Dies entspricht verglichen mit der Klassenbildung im Schuljahr 2016/17 einem Rückgang um insgesamt 11 Klassen. Als Folge davon entfallen über alle Sekundarschulen hinweg rund 15 Vollzeitstellen. Wie im Vorjahr sind die Schülerinnen- und Schülerzahlen der Sekundarstufe I leicht zurückgegangen. Es haben mehr Abschlussklassen (137 Regelklassen) die Sekundarschule verlassen als neue für das 1. Sekundarschuljahr zu bilden waren (123 Regelklassen).

Schülerinnen- und Schülerzuweisungen 2017/18

Das Amt für Volksschulen hat den Sekundarschulleitungen die Klassenbildungsentscheide per 21. März 2017 zugestellt. Damit ist die Klassenbildung der Sekundarschulen für das kommende Schuljahr abgeschlossen. In der Folge werden nun knapp 80 Schülerinnen und Schüler einem anderen als dem erwarteten Schulstandort zugewiesen. Im Vergleich: Im Vorjahr waren von einer solchen Zuweisung 95 Schülerinnen und Schüler betroffen. Die Sekundarschulen werden in einem ersten Schritt Eltern der betroffenen Klassen anfragen, ob sie einer Zuweisung an einen benachbarten Sekundarschulstandort innerhalb des Sekundarschulkreises zustimmen. Im zweiten Schritt prüfen sie für alle Schülerinnen und Schüler der betroffenen Klassen die Zumutbarkeit der Schulwege vom Wohnort zu einem benachbarten Sekundarschulstandort. Danach werden nach Anhörung der Eltern die Schülerinnen und Schüler bestimmt, die einem benachbarten Sekundarschulstandort zugewiesen werden. Diese Entscheide werden den betroffenen Familien mit einer Verfügung mitgeteilt.

Rechtliche Grundlagen

Die rechtlichen Grundlagen zur Klassenbildung und den Zuweisungen finden sich in den §§ 11 und 30 Bildungsgesetz und den §§ 12a, 13 und 13a der Verordnung für die Sekundarschule: http://bl.clex.ch/frontend/versions/1692 und http://bl.clex.ch/frontend/versions/1792

Weitere Informationen:
–  Häufige Fragen und Antworten (FAQ) zur Klassenbildung der Sekundarschulen für das Schuljahr 2017/18
–  Medienmitteilung Klassenbildung Sekundarschulen 2017/18

Checks im Bildungsraum Nordwestschweiz

16. März 2017

Zum ersten Mal sind in den vier Kantonen des Bildungsraums Nordwestschweiz flächendeckend standardisierte Leistungsmessungen an der Primarschule durchgeführt worden. Die Checks geben Auskunft über den individuellen Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler, orientieren über den Stand der Klasse wie auch der Schule und ermöglichen im Bildungsraum einen Vergleich auf Kantonsebene.

An der Medienkonferenz vom Donnerstag, 16. März 2017, informierten die vier Bildungsraum-Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn über den Umgang mit den Resultaten und den Nutzen der Checkergebnisse für die Volksschule:

  • Checks lassen einen Vergleich der Schülerinnen und Schüler im gesamten Bildungsraum Nordwestschweiz zu. Den verschiedenen Beteiligten gibt der Check wichtige Informationen über den Kompetenzstand der Schülerinnen und Schüler, der Klasse oder der gesamten Schule. Mit den Kantonsberichten erhalten die Kantone einen Vergleich mit den anderen Kantonen des Bildungsraums. Die Rückmeldungen sind aus Gründen des Datenschutzes und der Funktion für die Beteiligten gezielt aufbereitet.
  • Checks sind primär ein Instrument für die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler im Bildungsraum Nordwestschweiz.
  • In Ergänzung zur Funktion der individuellen Standortbestimmungen ist das kantonale Steuerungswissen in Form der Kantonsberichte für den Kanton wichtig.
Weitere Informationen:

Resultate Übertrittsprüfung Basel-Landschaft 2017 – Primarstufe zur Sekundarstufe I

6. März 2017

Rund 2480 Schülerinnen und Schüler treten im August 2017 in die 1. Klasse der Sekundarschule ein. Für 302 Schülerinnen und Schüler, deren Erziehungsberechtigte mit dem Zuweisungsvorschlag für den Übertritt in die Sekundarstufe I durch die Klassenlehrerin beziehungsweise den Klassenlehrer nicht einverstanden waren, bot das Amt für Volksschulen Basel-Landschaft eine Übertrittsprüfung an. Die entsprechende Auswertung liegt nun vor.

Rund 2480 Schülerinnen und Schüler treten im August 2017 in die 1. Klasse der Sekundarschule ein; dies sind 130 mehr als im Vorjahr. In den Standortgesprächen der 6. Klasse der Primarschule unterbreitete die Klassenlehrerin bzw. der Klassenlehrer den Eltern einen Vorschlag für die Zuweisung ihres Kindes zu einem der Leistungszüge A, E, P der Sekundarschule. Eltern, die mit dem Zuweisungsvorschlag nicht einverstanden waren, hatten die Möglichkeit, ihr Kind für die Übertrittsprüfung anzumelden. Diese wurde vom Amt für Volksschulen angeboten und an den Sekundarschulen am 30. Januar 2017 durchgeführt. Das Institut für Bildungsevaluation der Universität Zürich hat die Übertrittsprüfung sowohl konzipiert als auch ausgewertet. Die Aufgabenentwicklung fand unter Einbezug von Lehrpersonen aus dem Kanton Basel-Landschaft statt.

Die Schülerinnen und Schüler wurden in den beiden Fachbereichen Deutsch und Mathematik geprüft. Die Prüfung in Deutsch dauerte insgesamt 90 Minuten, die Prüfung in Mathematik 60 Minuten. Für beide Fachbereiche wurde eine Note berechnet; in Deutsch ist dies der Mittelwert der Noten aus den beiden Kompetenzbereichen Lesen und Schreiben. Die Umwandlung der Punkte auf die Note bezieht sich auf die Skala der Ergebnisse des Check P6, welcher von allen Schülerinnen und Schüler der 6. Primarschulklasse zu Beginn des Schuljahres durchgeführt wurde.

Für die Aufnahme in den Leistungszug E muss gemäss § 36 Absatz 4 der Laufbahnverordnung aus den beiden Fachbereichen Deutsch und Mathematik ein Durchschnitt von mindestens 4.50 erreicht werden. Für die Aufnahme in den Leistungszug P ist ein Durchschnitt von mindestens 5.25 erforderlich.

An der diesjährigen Übertrittsprüfung erfüllten 25 von 193 Schülerinnen bzw. Schüler die Bedingung für eine Zuweisung in den Leistungszug E. 11 von 109 erreichten die Bedingung für den Leistungszug P.

Die nachfolgende Grafik zeigt auf, wie viele Schülerinnen und Schüler in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr an der Prüfung teilgenommen beziehungsweise die Prüfung bestanden haben. Im Jahr 2016 hat die Übertrittsprüfung erstmals in der 6. Klasse der Primarschule stattgefunden. Zuvor traten die Schülerinnen und Schüler bereits nach der 5. Primarschulklasse in die Sekundarschule ein.

Bild Legende:

Erstmalige Durchführung des Check S2 auf der Sekundarstufe I

20. Februar 2017

Ab dem 20. Februar führen die Schülerinnen und Schüler der 3. Sekundarklassen während der folgenden vier Unterrichtswochen erstmals im Kanton Basel-Landschaft den grösstenteils computerbasierten Check S2 durch. Im vorgängigen Field-Trial haben die Schulen die dafür notwendige Infrastruktur getestet und die Durchführung wurde umsichtig geplant.

Durch den Check S2 erhalten die Schülerinnen und Schüler in den Fachbereichen Deutsch, Mathematik, Französisch, Englisch und Naturwissenschaften eine leistungszugunabhängige Standortbestimmung beziehungsweise eine vom Klassenverband unabhängige Einschätzung ihrer Leistung. Die Checks werden in erster Linie zur individuellen Förderung der Schülerinnen und Schüler verwendet. Die Ergebnisse werden nicht benotet, d.h. sie dienen nicht der schulischen Selektion.
Die Ergebnisse vom Check S2 können als Information der Lehrstellenbewerbung beigelegt werden. Ebenso ist mit dem Ergebnis ein Vergleich mit den Anforderungsprofilen des Schweizerischen Gewerbeverbandes möglich, wodurch aufgezeigt wird, in welchen Bereichen – gemessen an den schulischen Anforderungen der beruflichen Grundbildung – eher Stärken oder eher Schwächen vorliegen.
Die Checks der Sekundarstufe I sind zudem Teil des vierkantonalen Abschlusszertifikats des Bildungsraums Nordwestschweiz.

Weitere Informationen zu den Checks der Sekundarstufe I und zum Abschlusszertifikat im Kanton Basel-Landschaft finden Sie hier:
https://www.baselland.ch/politik-und-behorden/direktionen/bildungs-kultur-und-sportdirektion/bildung/sekundarstufe-i/laufbahn

Grundlagen zu den Checks und zum Abschlusszertifikat des Bildungsraums Nordwestschweiz finden Sie hier:
https://www.check-dein-wissen.ch/de/checks-s2s3/

Aufnahmekapazität für das Studium der Humanmedizin an der Universität Basel

7. Februar 2017

Die Regierungen von Basel-Landschaft und Basel-Stadt haben gestützt auf den Vertrag zwischen den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt über die gemeinsame Trägerschaft der Universität Basel die vom Universitätsrat beschlossenen Aufnahmekapazitäten für Humanmedizin, Zahnmedizin, Pflegewissenschaft und Sportwissenschaften für das Studienjahr 2017/2018 genehmigt. Im Rahmen des generellen Ausbaus der Ausbildungskapazität für die Humanmedizin war es notwendig, die im August 2016 beschlossene Ausbildungskapazität im ersten Masterjahr von 198 auf 203 zu erhöhen.
 

Einführung der neuen Stundentafel Sekundarschule auf Schuljahr 2018/19

6. Februar 2017

Der Bildungsrat hält an der Einführung der „HarmoS-Stundentafel“ für die Sekundarschule auf Schuljahr 2018/19 fest und gibt den Entwurf einer Änderung in die Anhörung. Mit dieser Änderung erfüllt der Bildungsrat die neue gesetzliche Vorgabe für Einzelfächer sowie die Vorgaben des Regierungsrates zur Ressourcensteuerung. Ferner hat sich der Bildungsrat mit dem Lehrplan für die Sekundarschule und seiner Einführung befasst.

Weitere Informationen: Einführung der neuen Stundentafel Sekundarschule auf Schuljahr 2018/19

300 Schülerinnen und Schüler nehmen an der Übertrittsprüfung von der Primar- in die Sekundarschule teil

26. Januar 2017

Am Montag, 30. Januar, finden die Übertrittsprüfungen an den Sekundarschulen statt. Wir wünschen den Teilnehmenden viel Erfolg.

Die Primar- und Sekundarschulen planen gemeinsam einen naht- und reibungslosen Übertritt. Per Stichtag 23. Januar 2017 haben die Primarschulen den Sekundarschulen gemeldet, dass insgesamt 2483 Schülerinnen und Schüler im August in die Sekundarschule eintreten werden.

Bis zum 20. Januar sind in den 6. Klassen der Primarschulen Standortgespräche geführt worden, an welchem die Klassenlehrperson den Erziehungsberechtigten einen Vorschlag für die Zuweisung ihres Kindes zu einem der Leistungszüge A,E oder P vorgelegt hat. Der Vorschlag erfolgte aufgrund einer Gesamtbeurteilung. Diese umfasst die schulischen Leistungen des Kindes, sein Arbeits- und Lernverhalten, sein Sozialverhalten sowie seinen Entwicklungsstand. Insgesamt 300 Eltern waren mit dem Zuweisungsvorschlag nicht einverstanden und haben ihr Kind zur Übertrittsprüfung angemeldet. Diese wurde im Auftrag des Amts für Volksschulen vom Institut für Bildungsevaluation der Universität Zürich konzipiert und wird am 30. Januar an den Sekundarschulen durchgeführt.

Der Zuweisungsentscheid zu einem Leistungszug wird auf Grund des Resultats der Übertrittsprüfung vom Amt für Volksschulen erstellt und am 3. März an die Erziehungsberechtigten der zur Prüfung angemeldeten Schülerinnen und Schüler versendet und den Sekundarschulen mitgeteilt. Die Leistungszugzuweisung für Schülerinnen und Schüler deren Eltern mit dem Vorschlag der Klassenlehrperson einverstanden waren, meldeten die Primarschulen bereits den Sekundarschulen. Nach dem Erhalt der Prüfungsresultate besitzen die Sekundarschulen ab dem 3. März die Grundlagen, um die Klassenbildung der 1. Sekundarklassen für das Schuljahr 2017/18 im Schulkreis vorzunehmen. Das Amt für Volksschulen genehmigt die Klassenbildung. Vorgesehen ist, dass der definitive Entscheid zur Klassenbildung den Sekundarschulen eröffnet wird.

Weitere Informationen inklusive FAQ zum Übertritt von der Primarstufe in die Sekundarstufe I: Übertritt in die Sekundarstufe I

Erhöhung des Schulpools für die Primarstufe sowie die Sekundarstufen I und II

18. Januar 2017

Mit der Änderung der Verordnung über Schulvergütungen wird den Schulen ab Schuljahr 2017/18 zusätzlich jährlich eine Million Franken für Schulorganisation und Schulentwicklung zur Verfügung gestellt. Diese Anpassung steht in direktem Zusammenhang mit dem Entscheid des Landrats zur Aufhebung der altersbedingten Unterrichtsentlastung für Lehrpersonen aller Schulstufen.

Der Landrat hat am 8. September 2016 die altersabhängige Unterrichtsentlastung für Lehrpersonen als Massnahme der regierungsrätlichen Finanzstrategie 2016–2019 aufgehoben. Bereits im entsprechenden Antrag ans Parlament hat der Regierungsrat in Aussicht gestellt, einen Drittel der dadurch frei werdenden Mittel den Schulen zuhanden des Schulpools zurückzugeben. Dieses Vorhaben hat er jetzt mit der Änderung der Verordnung über Schulvergütungen an Schulen des Kantons Basel-Landschaft umgesetzt.

Bislang konnten ältere Lehrerinnen und Lehrer eine oder zwei Wochenlektionen weniger Unterricht erteilen und stattdessen bei unveränderter Jahresarbeitszeit besondere Organisations- und Entwicklungsaufgaben an ihrer Schule übernehmen. Durch den Wegfall dieser altersabhängigen Unterrichtsentlastung stehen den Schulen weniger Mittel für diese Zusatztätigkeiten zu Verfügung, welche ab Schuljahr 2017/18 über eine Aufstockung des Schulpools um eine Million Franken teilweise kompensiert werden.

Weitere Informationen:

> Änderung der Verordnung über die Schulvergütungen
> Änderung der Verordnung über den Berufsauftrag der Lehrpersonen
> Medienmitteilung vom 09.12.2015: Aufhebung der altersabhängigen Unterrichtsentlastung

Für Rückfragen: Alberto Schneebeli, Leiter Stab Bildung, Generalsekretariat Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD), 061 552 50 53

Beat Lüthy wird neuer Leiter des Amts für Volksschulen

11. Januar 2017

Der Regierungsrat hat Beat Lüthy zum neuen Leiter des Amts für Volksschulen der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion gewählt. Lüthy ist 54 Jahre alt, verheiratet, dreifacher Vater und wohnt in Sissach.

Der Baselbieter Regierungsrat wählte Beat Lüthy am 10. Januar 2017 zum neuen Leiter des Amts für Volksschulen (AVS). Er tritt seine Stelle am 1. April 2017 an. Damit wird die seit Januar 2016 vakante Stelle definitiv besetzt.

Als langjähriger, erfolgreicher Schulleiter der Sekundarschule Sissach ist Beat Lüthy bestens mit dem Aufgabenbereich der Volksschulen im Kanton Basel-Landschaft vertraut. Diese sollen durch verlässliche Vorgaben und bedarfsgerechte Dienstleistungen besser unterstützt und gestärkt werden. Mit der Ausrichtung der Strukturen und Prozesse auf die Bildungslaufbahn der Schülerinnen und Schüler werden die Gesamtorganisation der BKSD und damit auch die Organisation des AVS einer Überprüfung unterzogen. Diese Arbeiten werden in den nächsten Monaten vorangetrieben. Neben seiner ausgewiesenen Fachkompetenz sind die Führungserfahrung und die hohe Akzeptanz von Beat Lüthy bei Schulleitungen und Schulbehörden ideale Voraussetzungen für die Bewältigung dieser anspruchsvollen Aufgaben.

Beat Lüthy hat an der Universität Basel Mathematik, Geographie und Biologie studiert und als Mittellehrer abgeschlossen. Die vergangenen 13 Jahre war er als Schulleiter in Sissach tätig. Als Rektor der Sekundarschule Sissach oblag ihm die Gesamtleitung der Schule mit rund 100 Mitarbeitenden. Zuvor arbeitete er als Sekundarlehrer. Lüthy ist Co-Präsident des Verbands Basellandschaftlicher Schulleiterinnen und Schulleiter (VSLBL). Sein Hobby ist der Ausdauersport, vor allem Halbmarathon und Skifahren.

Mit dem Stellenantritt von Beat Lüthy wird das Leitungsteam des AVS wieder vollständig besetzt sein. Urs Zinniker, der die Leitung seit Oktober 2015 interimistisch ausgeübt hat, wird dem Amt weiterhin als stellvertretender Leiter zur Verfügung stehen. Die BKSD dankt Urs Zinniker für seinen grossen Einsatz und wünscht Beat Lüthy einen guten Start und gutes Gelingen in seiner neuen Aufgabe.

Vereinbarung mit dem Zoo Basel

19. Dezember 2016

Der Kanton Basel-Landschaft wird dem Zoo Basel weiterhin jährlich 85‘000 Franken bezahlen und damit den unentgeltlichen Besuch sowie zoodidaktische Leistungen für alle Baselbieter Schulen finanzieren. Im November 2016 hatte die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD) auf Basis der regierungsrätlichen Finanzstrategie entschieden, diese Subvention zu streichen. Im Rahmen seiner Budgetdebatte vom 15. Dezember 2016 ist der Landrat auf diesen Entscheid zurückgekommen.

Der Kanton Basel-Landschaft wird dem Zoo Basel auch zukünftig jährlich 85‘000 Franken bezahlen. Im Gegenzug haben alle Baselbieter Schulen Anspruch auf unentgeltlichen Besuch sowie zoodidaktische Leistungen. Dies gilt unverändert für alle Schulstufen unabhängig ihrer Trägerschaft. Dies hat der Baselbieter Landrat am 15. Dezember 2016 entschieden und der BKSD entsprechend den Auftrag erteilt, für die kommende Finanzplanperiode von 2017 bis 2020 mit dem Zoo Basel eine Leistungsvereinbarung im Umfang der letzten Jahre abzuschliessen.

Hintergrund
Im Jahre 1994 wurde zwischen dem Kanton Basel-Landschaft und der Zoologischer Garten Basel AG eine Vereinbarung abgeschlossen, die bis heute gilt. Der Kanton bezahlte dem Zoo jährlich 85‘000 Franken und hatte im Gegenzug Anspruch auf unentgeltlichen Besuch für alle Baselbieter Schulen. Diese Vereinbarung hatte die BKSD - nach sorgfältiger Prüfung der Auswirkungen - per 31.12.2016 aufgehoben. Der Landrat ist auf diesen Entscheid zurückgekommen.

Der Entscheid, die Vereinbarung mit dem Zoo Basel nicht zu verlängern, war eine von zahlreichen Reduktionsmassnahmen, welche zur Entlastung des Baselbieter Staatshaushaltes hätte beitragen sollen. Im Rahmen des Aufgaben- und Finanzplans (AFP) 2017 - 2020 des Baselbieter Regierungsrats hatte die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD) den Auftrag, bestehende Staatsbeiträge im Hinblick auf mögliche Entlastungspotenziale systematisch zu überprüfen.
                                                                                                                                      

Dossier Handschlag

letztes Update: 7. Dezember 2016


Den Vorrang bürgerlicher Pflichten betonen, die Grundwerte einer freiheitlichen Gesellschaft stärken und ausländische Schülerinnen und Schülern integrieren: Dies will der Baselbieter Regierungsrat mit der Anpassung der Kantonsverfassung und der Ergänzung des Bildungsgesetzes. Mit der verabschiedeten Landratsvorlage lanciert der Regierungsrat die Vernehmlassung bis am 7. März 2017. Hintergrund für die Anpassungen sind gesellschaftliche Diskussionen rund um Integrationsfragen, die im Zuge des verweigerten Händedrucks an der Sekundarschule Therwil aufgekommen sind. Das Dossier enthält die Informationen zu den relevanten Schritten dieses Falls. 

Vernehmlassung zur Ablösung des Bildungsrates durch einen Beirat Bildung

30. November 2016

Ab April 2018 soll der Baselbieter Regierungsrat über Lehrpläne und Stundentafeln entscheiden und von einer Kommission – dem Beirat Bildung – beraten werden. Damit soll der Bildungsrat, der heute für entsprechende Entscheide zuständig ist, in seiner ursprünglichen Form abgelöst werden. Der Baselbieter Regierungsrat reagiert mit diesem Vorschlag auf eine landrätliche Motion zur Abschaffung des Bildungsrates und eröffnet die Vernehmlassung zur entsprechenden Anpassung des Bildungsgesetzes. Sie richtet sich an alle interessierten Kreise und dauert bis 01. März 2017.

Der Landrat überwies am 17. März 2016 die Motion „Verfassungskonforme Entscheidungen – Abschaffung Bildungsrat“. Sie verlangt die Abschaffung des Bildungsrates und die Verteilung seiner Aufgaben und Kompetenzen auf andere Organe. Namentlich betrifft dies die Beschlussfassung bezüglich Lehrplänen, Stundentafeln und Lehrmitteln. Diese Forderung soll durch Änderung des Bildungsgesetzes so umgesetzt werden, dass die Beschlusskompetenzen des Bildungsrates auf den Regierungsrat und die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD) übertragen werden. 

Neues Gremium ab April 2018 Neu soll der Beirat Bildung geschaffen werden, der sich als vorberatendes Organ der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion mit wichtigen Fragen des guten Vollzugs und der Weiterentwicklung des Bildungswesens befasst. Der Bildungsrat soll bis zum Ende März 2018 seine bisherige Tätigkeit weiterführen und abschliessen. Ab April 2018 soll der Beirat Bildung seine Tätigkeit in neuer Zusammensetzung und mit verändertem gesetzlichem Auftrag aufnehmen. 

Der Beirat Bildung ist aus zehn vom Regierungsrat gewählten Mitgliedern sowie der Vorsteherin der BKSD zusammengesetzt. Das Vorschlagsrecht haben die Amtliche Kantonalkonferenz der Lehrerinnen und Lehrer (AKK) für drei Mitglieder, die Personal- und Wirtschaftsverbände für je zwei Mitglieder und für je ein Mitglied die Gemeinden (VBLG), die Konferenz der Schulratspräsidentinnen und -präsidenten und die Landeskirchen. 

Die Vernehmlassung dauert bis zum 01. März 2017. Sämtliche Unterlagen können im Internet eingesehen und heruntergeladen werden.  

Für Rückfragen:

  • Regierungsrätin Monica Gschwind, Vorsteherin Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD), 061 552 50 60
  • Alberto Schneebeli, Leiter Stab Bildung, Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD), alberto.schneebeli@bl.ch, 061 552 50 53

Biologie und Chemie ab 17/18 als Einzelfächer benotet

31. Oktober 2016

Ab 2017/18 werden Biologie und Chemie als Einzelfächer einzeln benotet. Diese Änderung ist erforderlich, weil die Baselbieter Stimmbevölkerung am 5. Juni 2016 der Initiative „Verzicht auf kostentreibende Sammelfächer“ zustimmte. Die Änderung wird die BKSD aufsteigend umsetzen, wie dies der Usanz im Bildungswesen entspricht: Die Änderung gilt seit dem 1. August 2016 für die Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2016/2017 in die 1. Klasse der Sekundarschule eingetreten sind. Nach der geltenden Regelung haben sie in der 1. Klasse nur Biologie. In der 2. Klasse werden sie ohne spürbare Änderung in Biologie und Chemie einzeln benotet.

In der Volksabstimmung vom 5. Juni 2016 wurde der Landratsbeschluss vom 24. September 2015 zur Änderung des Bildungsgesetzes (BildG) angenommen. Sie besagt, dass an den Sekundarschulen die Fächer Geografie, Geschichte, Physik, Biologie, Chemie, Hauswirtschaft und Wirtschaft als Einzelfächer unterrichtet und benotet werden. Zur Umsetzung der neuen Vorgabe muss das heute als Fächerverbund unterrichtete und benotete Fach „Biologie mit Chemie“ in die beiden Einzelfächer Biologie und Chemie aufgetrennt werden. Dies hat die Anpassung verschiedener Bestimmungen zur Folge - so zum Beispiel die Voraussetzungen für den Wechsel des Anforderungsniveaus, zur Promotion und zum Übertritt in die Sekundarstufe II. Diese Änderung erfolgt im üblichen Verfahren mit der Änderung der entsprechenden Bestimmungen der Verordnung über die schulische Laufbahn per Regierungsratsbeschluss und anschliessender Information an die Schulen. 

Die Inkraftsetzung dieser Verordnungsänderung erfolgt aufgrund dieses geordneten Verfahrens auf Schuljahr 2017/18. Schülerinnen und Schüler, welche erstmals auf Schuljahresbeginn 2016/17 in die Sekundarschule übergetreten sind, werden gemäss Übergangsstundentafel Sekundarschulen nur im Einzelfach Biologie bzw. noch nicht in Chemie unterrichtet. Der Unterricht in den Einzelfächern Biologie und Chemie erfolgt für diese Schülerinnen und Schüler ab 2. Klasse im Schuljahr 2017/18.

Numerus Clausus Medizin bei höheren Aufnahme-kapazitäten

30. August 2016


Die Regierungen haben die vom Universitätsrat beschlossenen Aufnahmekapazitäten in den Bereichen Humanmedizin, Zahnmedizin, Pflegewissenschaft und Sportwissenschaften für das Studienjahr 2017/2018 genehmigt. Die Kapazitätsfestsetzung ist in Absprache mit den anderen Schweizer Universitäten mit einer Medizinischen Fakultät erfolgt.

Schulanfang in Baselland

15. August 2016


Der erste Passepartout-Jahrgang tritt in die Sekundarschule ein: Zum Anfang des Schuljahres 2016/2017 treten 8078 Kinder in eine neue Klassen- oder Schulstufe der Volksschule ein. Während das Fremdsprachenkonzept „Passepartout“ an den Primarschulen bereits seit vier Jahren gelehrt wird, empfangen die Sekundarschulen diesen August den ersten Jahrgang, den sie nach diesem sechskantonalen Projekt in Französisch und Englisch unterrichten werden. Im Rahmen des traditionellen Anlasses zum Schulanfang stellte die Baselbieter Bildungsdirektorin Monica Gschwind – gemeinsam mit Lehrpersonen der Primar- und Sekundarschule Reinach – die Erfahrungen sowie einen Ausblick zu Passepartout ins Zentrum des Tages.  

Weitere Informationen.

Kontakt

Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion
Generalsekretariat
Rheinstrasse 31, Postfach
4410 Liestal

T  061  552 51 11
F  061  552 69 72

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