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Asiatische Tigermücke

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Die Asiatische Tigermücke, eine neue invasive Art

Die Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) ist ursprünglich im süd- und südostasiatischen Raum beheimatet und wurde über den internationalen Verkehr nach Europa verschleppt. Sie ist sehr aggressiv, tagaktiv und brütet vorwiegend im Siedlungsraum. Ihr Stich kann starke Reaktionen verursachen und sie ist eine potentielle Überträgerin von Krankheitserregern wie z.B. des Dengue-, Chikungunya- oder des Zikavirus, wobei in der Schweiz bisher noch keine Krankheitsübertragung dokumentiert ist.

 Die Tigermücke in der Region Basel

Die Asiatische Tigermücke wird als blinder Passagier mit dem Verkehr (Pkw, Lkw etc.) auch in die Schweiz eingeschleppt. Basel ist als wichtiger Verkehrsknotenpunkt besonders betroffen. Eine wichtige Einschleppungsroute ist die Autobahn A2, die den Verkehr aus dem Süden auch in die Region Basel bringt.
Auf Grund des warmen Mikroklimas besteht die Möglichkeit, dass sich die Asiatische Tigermücke in der Region Basel ansiedelt. In der Oberrheinebene wurden bereits an mehreren Orten brütende Populationen festgestellt (in den Regionen um Freiburg, Lörrach, Colmar und Strasbourg). Im Herbst 2015 wurden auch im Kanton Basel-Landschaft und Basel-Stadt erstmals einzelne Exemplare der Asiatischen Tigermücke nachgewiesen.

Die Vermehrung der Tigermücke

Die Tigermücke nutzt für die Eiablage kleinste Wasseransammlungen in natürlichen und künstlichen Behältern jeglicher Art (Astlöcher in Bäumen, Regentonnen, Dolen, Blumenvasen und Topfuntersetzer, Vogeltränken, verstopfte Dachrinnen etc.). In Teichen und Fliessgewässern ist die Tigermücke selten anzutreffen.
Eine weibliche Mücke legt im Laufe ihres Lebens, das ca. 1 Monat dauert, hunderte Eier, die sich innerhalb ein bis zwei Wochen zu ausgewachsenen Mücken entwickeln. Sie klebt die Eier oberhalb des Wasserpegels an die Wand des Behälters. Die Eier sind über mehrere Monate trockenresistent und können auch den Winter überdauern, bis die Larven dann im Frühling schlüpfen, wenn sie mit Wasser überschwemmt werden.

Massnahmen im Kanton

Durch das Aufstellen von Eiablagefallen und Fallen für ausgewachsene Mücken kann ein Auftreten der Asiatischen Tigermücke festgestellt werden. Seit 2013 wurden im Rahmen eines nationalen Monitorings bereits an einzelnen Standorten in der Region Mückenfallen aufgestellt. Im Zuge des trinationalen Projektes "TIGER" werden durch das Schweiz. Tropen- und Public Health- Institut (Swiss TPH) im Kantonsgebiet zusätzliche Mückenfallen aufgestellt. Im Projekt "TIGER" arbeiten verschiedene Arbeitsgruppen aus der Schweiz, Deutschland und Frankreich an den Themen Überwachung, Risikoeinschätzung, Mückenidentifikation, Schulung und Kommunikation.

Was tun bei einem Verdachtsfall?

Das Merkblatt "Tigermücke" zeigt Identifikationsmerkmale der Asiatischen Tigermücke. Sollten Sie eine verdächtige Mücke gefangen haben, so bitten wir Sie, anhand der nachfolgenden Beschreibung zu prüfen, ob es sich tatsächlich um eine Asiatische Tigermücke handeln könnte oder ob dies weitgehend auszuschliessen ist.

Bild Legende:
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James Gathany, Scentific Photographer, CDC

Bei folgenden Merkmalen kann eine Asiatische Tigermücke weitgehend ausgeschlossen werden:

  • Der Hinterleib weist keine schwarz-weissen Streifen auf.
  • Die Beine weisen keine schwarz-weissen Streifen auf.
  • Die Mücke ist deutlich grösser als 1 cm.

Kann auf Grund dieser Kriterien der Verdacht auf eine Tigermücke nicht ausgeschlossen werden oder sollte die Mücke nicht mehr unversehrt sein, schicken Sie diese (oder gut erkennbare Fotografien) bitte zur Untersuchung bei nachstehender Meldestelle ein.

Tigermücken-Meldestelle

Schweizerisches Tropen- und Public Health-Institut
Socinstrasse 57
Postfach CH-4002 Basel
tigermuecke@swisstph.ch
Tel. +41 61 284 81 11

Bitte verpacken Sie die Mücke z.B. in eine Streichholzschachtel. Achten Sie dabei darauf, dass die Mücke gut gepolstert ist (z.B. mit Watte), damit das Exemplar möglichst unbeschadet ankommt. Notieren Sie Ihren Namen, Kontaktadresse, E-Mail Adresse sowie den genauen Zeitpunkt und Ort des Fundes.

Bekämpfung

Vermeiden oder beseitigen Sie potentielle Brutstätten!

Die potentiellen Brutstätten wie Blumentopfuntersetzer und Regentonnen befinden sich häufig in Familiengärten sowie auf Privat- und Firmenarealen. Damit sich die Tigermücke dort möglichst nicht etablieren und eine rasche Ausbreitung verhindert werden kann, sollten solche Wasserstellen entleert oder beseitigt werden.

Bekämpfen Sie die Larven!

Wo eine Beseitigung der potentiellen Brutstätten nicht möglich ist, behandeln Sie diese wöchentlich mit einem biologischen Larvizid, das Bacillus thuringiensis var. israelensis (B.t.i.) enthält und das Stechmückenlarven gezielt abtötet. Aktuell im Handel erhältliche Produkte sind:

  • Oecoplan Biocontrol-Mücken-Tabletten (COOP): Produktinformation.
  • Zur Anwendung der Tabletten s. Merkblatt des SUPSI TI Traitements Bti pastilles `Traitements Bti pastilles`: Merkblatt SUPSI 

Wichtige Massnahmen während der Mückensaison (Mai bis Oktober)

Bild Legende:

Illustration: Gruppo di Lavoro Zanzare,
SUPSI, Kanton Tessin

Weitere Informationen.

Kontakt

Sicherheitsinspektorat
Rheinstrasse 29
Postfach
4410 Liestal
T 061 552 51 11
F 061 552 69 84

 

 

Tigermücke Meldestelle

Schweizerisches Tropen- und Public Health-Institut
Socinstrasse 57
Postfach CH-4002 Basel
tigermuecke@swisstph.ch
Tel. +41 61 284 81 11

 

 

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