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Energiestandards

Bild Legende:
Minergie-P-ECO, 2015, Neubau, Schulen, Verwaltung, Gebäude BL-005-P-ECO

Stellenwert von Energiestandards
Energiestandards für Gebäude sind mit freiwilligen energetischen Anforderungen verbunden, die deutlich über das gesetzlich geforderte Mass hinausgehen. Derartige Energiestandards erfüllen energiepolitisch mehrere Zwecke. Sie zeigen auf, was mit dem verfügbaren Stand der Technik in Sachen nachhaltiger Gebäude bereits heute erreicht werden kann und beschleunigen die technologische Entwicklung sowie die Verbreitung der wichtigsten Grundsätze des zukunftsfähigen Bauens. Ausserdem kann das entsprechende Qualitätslabel von der Eigentümerschaft in der Kommunikation verwendet werden. Zahlreiche Beispiele belegen, dass das Erreichen eines Energiestandards auch den Wert einer Liegenschaft positiv beeinflussen. Der Kanton Basel-Landschaft begrüsst die Weiterentwicklung der freiwilligen Energiestandards. Er ist offizielles Mitglied im Verein MINERGIE , ein von der Wirtschaft, dem Bund und Kantonen getragener Verein, der die verschiedenen, nachfolgend beschriebenen MINERGIE-Standards entwickelt hat und auch künftig kontinuierlich weiterentwickelt.

Förderung von Energiestandards

Der Kanton fördert die Sanierung von Bauten, welche Energiestandards einhalten und den Neubau von MINERGIE-P-Gebäuden. Informationen zur Förderung finden Sie unter Baselbieter Energiepaket .

Energiestandard MINERGIE

MINERGIE® ist ein Qualitätslabel für neue und modernisierte Gebäude. Die Marke wird von der Wirtschaft, den Kantonen und dem Bund gemeinsam getragen. Im Zentrum steht der Komfort – der Wohn- und Arbeitskomfort von Gebäudenutzern. Ermöglicht wird dieser Komfort durch eine hochwertige Bauhülle und eine systematische Lufterneuerung. Der spezifische Energieverbrauch gilt als Leitgrösse, um die geforderte Bauqualität zu quantifizieren. Dadurch ist eine zuverlässige Bewertung gegeben. Relevant ist nur die zugeführte Endenergie.

Die folgenden Anforderungen müssen eingehalten werden:
  • Primäranforderung an die Gebäudehülle
  • Lufterneuerung mittels einer Komfortlüftung
  • MINERGIE®-Grenzwert (gewichtete Energiekennzahl)
  • Nachweis über den thermischen Komfort im Sommer
  • Zusatzanforderungen, je nach Gebäudekategorie betreffend Beleuchtung, gewerbliche Kälte und Wärmeerzeugung
  • Begrenzung der Mehrkosten gegenüber konventionellen Vergleichsobjekten auf maximal 10% > mehr

Energiestandard MINERGIE-P
Der Standard MINERGIE-P® bezeichnet und qualifiziert Bauten, die einen noch tieferen Energieverbrauch als MINERGIE® anstreben. MINERGIE-P® bedingt ein eigenständiges, am niedrigen Energieverbrauch orientiertes Gebäudekonzept. Als ungenügend erweist sich insbesondere, das Projekt eines MINERGIE®-Hauses lediglich mit einer zusätzlichen Wärmedämmschicht einzupacken. Ein Haus, das den sehr strengen Anforderungen von MINERGIE-P® genügen soll, ist als Gesamtsystem und in allen seinen Teilen konsequent auf dieses Ziel hin geplant, gebaut und im Betrieb optimiert.

Der Standard MINERGIE-P® stellt hohe Anforderungen an das Komfortangebot und an die Wirtschaftlichkeit. Zum erforderlichen Komfort gehört namentlich auch eine gute und einfache Bedienbarkeit des Gebäudes, bzw. der technischen Einrichtungen.
Die folgenden Anforderungen müssen eingehalten werden:
  • Primäranforderung an die Gebäudehülle
  • spezifischer Wärmeleistungsbedarf
  • Lufterneuerung mittels einer Komfortlüftung
  • MINERGIE-P®-Grenzwert (gewichtete Energiekennzahl)
  • Nachweis über den thermischen Komfort im Sommer
  • Zusatzanforderungen, je nach Gebäudekategorie betreffend Beleuchtung, gewerbliche Kälte und Wärmeerzeugun
  •  Luftdichtigkeit der Gebäudehülle
  • Energieeffizienzklasse A der wichtigsten Haushaltgeräte
  • Begrenzung der Mehrkosten gegenüber konventionellen Vergleichsobjekten auf maximal 15% > mehr 

Die Mehrkosten von MINERGIE-P-Gebäuden wurden 2010 im Auftrag der AUEs beider Basel untersucht:

Energiestandard MINERGIE-A
Mit dem neuen Standard Minergie-A nimmt der Verein MINERGIE® eine Entwicklung vorweg, die durch die Richtlinie 2010/31 der Europäischen Union zusätzlich an Fahrt gewonnen hat. Mit dem Dekret verpflichtet die EU ihre Mitgliedstaaten, bis 2020 Vorgaben für den Energiebedarf von Neubauten „bei fast Null“ zu setzen. Bis in zehn Jahren sollen in der EU neue Bauten „Nearly zero-energy Buildings“, NZEB, sein. Mit dem A-Standard geht MINERGIE® noch einen Schritt weiter, indem eine gänzliche Deckung des Restbedarfs durch erneuerbare Energien Teil der Anforderungen ist. In der Schweiz verbrauchen schon heute eine ganze Reihe von Privathäusern in der Bilanz keine Energie für Raumheizung, Lufterneuerung und Wassererwärmung. Das Knowhow für die Planung und den Bau von Nullenergiehäusern ist also vorhanden. Mit der Standardisierung ermöglicht der Verein MINERGIE® aber klare begriffliche Festlegungen sowie eine systematische Bewertung dieser umweltfreundlichen Bauweise. > mehr

GEAK (Gebäudenergieausweis der Kantone)
Der Gebäudeenergieausweis der Kantone (GEAK®) zeigt, wie viel Energie ein Wohngebäude bei standardisierter Benutzung für Heizung, Warmwasser, Beleuchtung und andere elektrische Verbraucher benötigt. Er schafft einen Vergleich zu anderen Gebäuden und gibt Hinweise für Verbesserungsmassnahmen. Die Berechnung ist stark vereinfacht, gibt aber auf einfache Weise einen ersten Eindruck über das Energieverhalten eines Gebäudes.  > mehr
 
Energetischen Mehrinvestitionen und Anschlussbeiträge
Wie die energetischen Mehrinvestitionen bei der Bemessung der Anschlussbeiträge von Gemeinden berücksichtigt werden sollen, ist in einem 2011 publizierten Leitfaden aufgearbeitet:
Steuerliche Aspekte
Das Merkblatt „Liegenschaftsunterhalt, Energiesparmassnahmen, Umwelt- und Lärmschutzmassnahmen, Denkmalpflege regelt, welche energetischen Massnahmen im Liegenschaftsunterhalt von der Steuer abgezogen werden können. 
 
Die Abzugsquote für Massnahmen zur rationellen Energieverwendung und zur Nutzung erneuerbarer Energien beträgt (ab dem Zeitpunkt des Antrittes der Liegenschaft) in der Regel 100 Prozent.

Weitere Informationen.

Kontakt
Amt für Umweltschutz und Energie
Rheinstrasse 29
Postfach
4410 Liestal
T 061 552 51 11
F 061 552 69 84

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