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Messnetz Bodenfeuchte

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Seit dem Jahre 2011 betreiben die Kantone Basel-Landschaft, Solothurn und Aargau ein gemeinsames Bodenmessnetz im Raum Nordwestschweiz. 2015 hat sich der Kanton Zug und 2016 der Kanton Freiburg mit weiteren Messstationen angeschlossen. Insgesamt 29 automatisierte Stationen liefern im 15-Minuten-Takt Daten an die der Öffentlichkeit zugänglichen Homepage www.bodenmessnetz.ch. An den Standorten Brislach, Therwil, Zunzgen sowie seit dem Frühjahr 2014 Wenslingen werden im Baselbiet durch das Amt für Umweltschutz und Energie (AUE) vier automatisierte Stationen betrieben.
 
Die Stationen des Bodenmessnetzes messen die Saugspannung im Boden, welche ein Mass für die Tragfähigkeit und Verdichtungsempfindlichkeit des Bodens darstellt. Neben der Bodenfeuchtigkeit, der Bodensaugspannung und der Bodentemperatur werden weiter die Lufttemperatur sowie die Niederschlagsmenge gemessen. Dies lässt die Möglichkeit offen, neben dem primären Ziel des physikalischen Bodenschutzes allenfalls auch Langzeiterfahrungen über das Verhalten von Bodenfeuchtigkeit und Temperatur in Abhängigkeit der Witterungsverhältnisse machen zu können.
 
Das Bodenmessnetz richtet sich primär an Fachleute in der Baubranche sowie der Land- und Forstwirtschaft. Es soll sie in einem möglichst schonenden Umgang mit dem wertvollen Gut Boden unterstützen. Der Boden ist eine endliche Ressource. Schäden der Bodenstruktur sind in den meisten Fällen – besonders im Unterboden – irreversibel und beeinträchtigen die Bodenfruchtbarkeit negativ. Als Grenzschicht zwischen Atmosphäre und Lithosphäre ist der Boden für viele Lebewesen Lebensraum und für ihr Fortbestehen unabdingbar und deshalb schützenswert. Der Schutz des Bodens zur langfristigen Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit ist in der Bundesverfassung und im Umweltschutzgesetz verankert (siehe Verordnung über Belastungen des Bodens, (VBBo, SR 814.12)).
 
Weiter ermöglicht das Bodenmessnetz eine Abschätzung des Bodenspeichers im Hinblick auf Hochwasserereignisse sowie eine Beurteilung der Austrocknung der Böden im Hinblick auf Trockenperioden und Waldbrandgefahr.

Weitere Informationen.

Kontakt
Amt für Umweltschutz und Energie
Rheinstrasse 29
Postfach
4410 Liestal
T 061 552 51 11
F 061 552 69 84

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