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Laufen, Hochwasserschutz Birs

Die Überschwemmung von 2007 hat im Stedtli und in allen birsnahen Laufner Quartieren zu grossen Schäden geführt. Mit dem Abschluss der Planauflage ist im Projekt „Stadt Laufen – Hochwasserschutz Birs“ ein weiterer Meilenstein erreicht  Das Dossier zum Bauprojekt lag vom 20. August
bis 18. September 2018 in der Stadt­verwaltung Laufen zur Einsicht auf. Von der grossen Mehrheit der Einspracheberechtigten, darun­ter auch die Umweltverbände, gingen keine Einwände ein. 24 von 149 möglichen Parteien machten von ihrem Recht Gebrauch, auf formellen Weg ein konkretes Anliegen anzumel­den.  
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Nachher

Im Projektabschnitt Nau / Norimatt finden die offensichtlichsten Eingriffe statt, die den Charakter der Birs in diesem Streckenabschnitt völlig verändern.
 
Heute ist das Fassungsvermögen der Birs an vielen Stellen im Laufner Siedlungsgebiet zu klein und die Gefahr einer Stauung durch Treibholz an den Brücken zu gross. Trotz bestehender Schutzbauten. Dieses Schutzdefizit soll mit dem kantonalen Projekt „Stadt Laufen – Hochwasserschutz Birs“ in den nächsten Jahren korrigiert werden. Die Massnahmen erstrecken sich über das gesamte Siedlungsgebiet der Stadt Laufen. Mit einem Baubeginn ist frühestens im Jahr 2019 zu rechnen. 
 
Schutz vor 100-jährlichem Hochwasser
Aufgabe des Hochwasserschutzes ist es, im Siedlungsgebiet eine Wassermenge zu bewältigen, wie sie durchschnittlich ein Mal in 100 Jahren auftritt. Dies entspricht in Laufen einem Volumen von etwa 335 m3/Sek. Birswasser (entsprechend 335‘000 Litern pro Sekunde). Heute ist mit Überschwemmungen aber etwa alle 30 Jahre bzw. bereits bei weniger als 265 m3/Sek. zu rechnen. Normalerweise führt die Birs an gleicher Stelle im Übrigen nur etwa 11 bis 15 m3/Sek.
 
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Links die aktuelle Gefährdung bei einem Hochwasser (HQ100) wie jenem vom 2007, rechts die Situationeines Hochwassers HQ 100  nach Umsetzung des Hochwasserschutz-Projekts Laufen.

Vollständige Durchleitung des Wassers
Nach Umsetzung der Massnahmen wird auch ein Hochwasser wie im Jahr 2007 sicher und vollständig im Birsbett Platz haben. Dafür sind bauliche Massnahmen notwendig, welche die Kapazität der Birs erhöhen und ihre Fliessgeschwindigkeit regulieren: Vertiefen des Flussbetts (Eintiefung), Verbreitern der Birs (Aufweitung) und/oder Erhöhen der Ufer. Als weitere Schritte braucht es Neu- und Umbauten an allen vier Brücken und Passerellen über die Birs. Einzelne bauliche Eingriffe betreffen auch deren Seitenbäche.
 
Mehr Sicherheit, Lebendigkeit, Wert und Perspektiven
Der Hochwasserschutz Laufen berücksichtigt gesellschaftliche, ökologische und wirtschaftlichen Aspekte gleichermassen. Insbesondere die Aufweitung der Birs im Abschnitt Nau/Norimatt führt zu einer vielfältigen Fluss- und Uferstruktur. Eine Verbreiterung des Flusses ist auch bei der Einmündung der Lützel vorgesehen. Zwischen Birsmill und Wasserfall stehen flankierende Massnahmen wie Schutzmauern und -dämme im Vordergrund.
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Birs und Uferlandschaft erhalten im Gebiet Nau/Norimatt einen völlig neuen, auch für die Bevölkerung attraktiven Charakter.

Zeitliche Planung des Projekt
Einspracheverfahren
 Das Dossier zum Bauprojekt lag vom 20. August bis 18. September 2018 in der Stadt-Verwaltung Laufen zur Einsicht auf. Von der grossen Mehrheit der Einspracheberechtigten, darunter auch die Umweltverbände, gingen keine Einwände ein. 24 von 149 möglichen Parteien machten von ihrem Recht Gebrauch, auf formellen Weg ein konkretes Anliegen anzumelden.


Alle Einsprachen waren im Vorfeld angekündigt worden, sodass die Planauflage ohne Überraschungen geblieben ist. In den nächsten Monaten findet mit den Einsprechenden ein  Verständigungsgespräch statt. Der Kanton wird die geplanten Massnahmen nochmals erläutern, die Einsprechenden ihre Haltung. Über jede Einsprache, die bestehen bleibt, befindet als nächste Instanz der Regierungsrat. Lehnt er sie ab, kann dieser Entscheid gerichtlich angefochten werden.

Erfahrungsgemäss nimmt das Einspracheverfahren etwa ein Jahr in Anspruch. Danach schliesst die Rechtskraftbescheinigung durch die Bau- und Umweltschutzdirektion die Phase der Plangenehmigung ab. Nächster Schritt wird die Ausarbeitung einer Landratsvorlage für den Realisierungskredit und die Ausarbeitung des Ausführungsprojekts sein, der rund zwei Jahre dauert. Die geplanten Massnahmen erstrecken sich im Siedlungsgebiet auf 3,5 Kilometer Flusslänge und werden die Stadt Laufen vor einem Hochwasser schützen, wie es durchschnittlich alle 100 Jahre zu erwarten ist. Für die etappenweise Umsetzung des Projekts ist eine Bauzeit von fünf Jahren veranschlagt.

Downloads hier

-   Das Ziegelschürbächli als erster Meilenstein 07.06.2018 (PDF) 

 
Projektleitung
Tiefbauamt Basel-Landschaft
Herrn Philipp Meyer
Wasserbau/Gewässerplanung
Rheinstrasse 29
4410 Liestal 
061 552 60 19
philipp.meyer@bl.ch

Weitere Informationen.

Kontakt  

Tiefbauamt
Rheinstrasse 29 
4410 Liestal
T 061 552 54 84
F 061 552 69 80

tiefbauamt@bl.ch  

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