Beläge

Der Einbau eines lärmmindernden Deckbelags gilt als wirksame Lärmschutzmassnahme, mit welcher eine flächendeckende Lärmreduktion erzielt werden kann.
Im Kanton Basel-Landschaft erfolgt der Einbau von lärmmindernden Belägen in der Regel im Rahmen der ordentlichen Strassensanierungen durch die Unterhaltskreise des Tiefbauamtes. Dies bedeutet, dass solche Beläge vor allem dann eingebaut werden, wenn eine Strasse aufgrund ihres Alters und/oder ihres schlechten Zustands ohnehin erneuert werden muss.
Bisher wurden im Kanton-Basel-Landschaft folgende lärmmindernden Belagstypen eingebaut:
Offenporiger Asphalt (PA)
Der offenporige Belag (auch Drainasphalt oder Flüsterbelag genannt) bewirkt langfristig eine Lärmminderung von 3 Dezibel gegenüber einem Neutralbelag, was akustisch einer Halbierung der Verkehrsmenge entspricht. Die Deckschicht ist wasserdurchlässig, so dass bei Regen auch die „Sprühfahnen" wegfallen. Der offenporige Asphalt wird nur auf Hochleistungsstrassen mit Geschwindigkeiten ab 80 km/h möglich, da bei geringeren Geschwindigkeiten die Poren verstopft werden.
Belag SDA 8-12
Der Belag SDA 8-12 mit einem erhöhten Porenraumgehalt bewirkt langfristig eine Lärmminderung von 1 Dezibel gegenüber einem Neutralbelag, was akustisch einer Reduktion von 25% der Verkehrsmenge entspricht. Dieser Belagstyp wird bei Kantonsstrassen innerorts in der Regel überall dort eingebaut, wo Lärm-Immissionsgrenzwerte bei Gebäuden überschritten werden.
Bild Legende:
Pilotbeläge
Der Kanton Basel-Landschaft verfolgt die aktuellen Entwicklungen bzgl. lärmmindernder Deckbeläge und baut auf ausgewählten Strecken Pilotbeläge ein. Falls neue Belagstypen auch mittel- und langfristig gute akustische und mechanische Eigenschaften zeigen, können sie künftig ebenfalls berücksichtigt werden.

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