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Binningen – Doppelspur Spiesshöfli

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Binningen – Doppelspur Spiesshöfli

Das Projekt Doppelspur Spiesshöfli in Binningen hebt einen risikobehafteten Flaschenhals des öffentlichen Verkehrs (BLT-Tramlinien 10/17) auf. Die Massnahmen steigern die Sicherheit und verbessern die Infrastruktur im gesamten Verkehrsraum zwischen der Gorenmattkreuzung und dem Schloss Binningen.

Kanton und BLT bezwecken mit dem Projekt in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Binningen:

  • die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden zu erhöhen bzw. die bestehenden Risiken zu verringern
  • Parkplätze, Trottoir, Strasse und Schiene räumlich voneinander zu trennen
  • eine sichere Überquerung von Strasse und Schiene zu Fuss zu ermöglichen
  • den Verkehrsfluss im Tramnetz zwischen Stadt und Agglomeration zu verbessern
  • der Bedeutung der Tramlinien für das Leimental-/Birsigtal gerecht zu werden

Zwischen 2010 und 2015 haben die Passagierzahlen im Leimen-/Birsigtal um rund zehn Prozent zugenommen. Das Tram konnte die steigende Nachfrage durch eine Taktverdichtung ab und bis Ettingen auffangen. Dadurch stösst das System in längeren einspurigen Abschnitten an seine Grenzen. Die Einspurstrecken zwischen Ettingen und Flüh sowie am Stollenrain in Arlesheim auf dem anderen Schenkel der 10er-Linie sind in den letzten Jahren auf Doppelspur ausgebaut worden.

Mit dem aktuellen Projekt soll der 350 Meter lange, an den Übergängen ungesicherte Einspurabschnitt im Bereich Spiesshöfli Binningen, der heute alle knapp zwei Minuten von einem Tram befahren wird, nachziehen. Kein anderer Teil des BLT-Liniennetzes ist einer derart hohen Belastung ausgesetzt. In Kombination mit der Enge des Verkehrsraums insgesamt und mit ungesicherten Auto- und Fussgängerübergängen steigt das Gefahrenpotenzial für alle Verkehrsteilnehmenden. Das Projekt Doppelspur Spiesshöfli Binningen verfolgt deshalb zwei Schwerpunktziele: die Erhöhung der Sicherheit im Verkehrsraum sowie die Verbesserung des Verkehrsflusses im Tramnetz zwischen Stadt und Agglomeration.

Ein Projekt mit Nutzen für alle Verkehrsarten

Mit dem Projekt gehen Veränderungen an der Infrastruktur für alle Verkehrsarten einher. Schiene, Strasse und Trottoir erhalten den notwendigen Raum und werden besser voneinander getrennt. Eine seitliche Erschliessung ersetzt die ungesicherten Hauszufahrten über die Schiene, während die beiden Querungen für Fussgänger durch Ampeln und Barrieren abgesichert werden. Strasse, Trottoir und die strassen­sei­tigen Autoabstellplätze werden unter Instandstellung des sanierungsbedürftigen Strassenbelags auf Standardmasse verbreitert.
Aufgrund der städtebaulich herausfordernden Situation (dichte Bebauung und sehr enge Platzverhältnisse) wird zwischen dem Knoten Gorenmatt und der Haltestelle Binningen Schloss ein Rasengleis vorgesehen. Positive Umwelteffekte und die Möglichkeit die qualitative Siedlungs- und Wohnraumentwicklung durch die Gestaltung des öffentlichen Aussenraumes zu fördern stehen hierbei im Vordergrund.

Das Projekt besteht im Wesentlichen aus folgenden Teilen:

  • Ausbau der BLT-Tramstrecke auf einer Länge von 350 Metern von einer auf zwei Spuren
  • Erneuern und teilweise Verbreitern der Bottmingerstrasse auf einer Länge von ca. 500 Metern
  • Erneuern, Verbreitern und teilweise Verschieben des strassenseitigen Trottoirs
  • Aufheben der privaten, ungesicherten Bahnübergänge (Zufahrten), neue Erschliessung
  • Neubau und Absicherung der Fussgänger-Übergänge Waldeckweg und Brückenweg

Da der Doppelspurausbau Spiesshöfli zusätzliche Fläche westlich des Tramtrassees beansprucht, ist der Kanton mit den Grundeigentümern im Gespräch. Er wird das notwendige Land erwerben und die vom Projekt betroffenen Liegenschaften abbrechen.

Kosten und nächste Schritte

Die Investition für das Projekt Doppelspur Spiesshöfli beträgt total 37.5 Mio. CHF inkl. Mehrwertsteuer. Der Bund beteiligt sich mit 8 Mio. CHF, da der Doppelspurausbau Spiesshöfli im nationalen Agglomerationsprogramm enthalten ist. Aufgrund der städtebaulichen Aufwertung durch das Grüngleis beteiligt sich die Gemeinde Binningen an den entsprechenden Mehrkosten mit einem Pauschalbeitrag von CHF 225‘000 inkl. MwSt.

Antragsteller gegenüber dem Bund ist formell die BLT als zuständiges Transportunternehmen. Das Bundesamt für Verkehr führt das Plangenehmigungsverfahren gemäss Eisenbahnrecht durch. Die Planauflage ist im Herbst 2018 erfolgt. Aktuell laufen die Einigungsverhandlungen. Der Baubeginn wird 2022 angestrebt; die Inbetriebnahme des Doppelspurabschnitts ist für den Fahrplanwechsel im Dezember 2024 vorgesehen. 

 

Stand:   Juni 2019

Kontakt

Ralf Wassmer, Geschäftsbereich Verkehrsinfrastruktur, Projektleitung, Tel.: + 41 61 552 67 16

Weitere Informationen.

Kontakt  

Tiefbauamt
Rheinstrasse 29 
4410 Liestal
T +41 61 552 54 84

tiefbauamt@bl.ch  

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