Allschwil Erneuerung Baslerstrasse, Abschnitt Dorfplatz - Grabenring

Planungsstudie Erneuerung Dorfplatz

Zur Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) an den Tram- und Bushaltestellen muss der Dorfplatz Allschwil erneuert werden. Die Gemeinde Allschwil strebt gemäss ihrem räumlichen Entwicklungskonzept an, rund um den Dorfplatz die Verbindung von Platz- und Erdgeschossnutzungen (Nutzung des ebenerdigen Geschosses eines Gebäudes) zu fördern. Der Kanton nutzt gemeinsam mit der Gemeinde Allschwil die Gelegenheit, um den Dorfplatz neu zu gestalten und die Verkehrssicherheit zu verbessern. Seit 2019 untersuchten Kanton und Gemeinde deshalb gemeinsam mögliche Lösungsansätze. Aktuell liegen zwei realisierbare Grundvarianten vor.

Terminplan / Weiteres Vorgehen

Das aktuelle Variantenstudium und die Machbarkeitsprüfung sollen im Herbst 2022 abgeschlossen werden. Ab 2023 ist vorgesehen, für den ganzen Abschnitt Dorfplatz bis Kreisel Grabenring der Baslerstrasse das Vorprojekt auszuarbeiten. Eine Planauflage ist in drei bis vier Jahren zu erwarten.

Parallel zu den fachlichen Arbeiten wurde ein Dialogprozess mit den Direktbetroffenen (Anrainern und Gewerbe) gestartet. Auch die interessierte Öffentlichkeit wird im Rahmen einer Partizipation informiert und einbezogen. Beide Prozesse werden in den nächsten Projektphasen weitergeführt.

Häufige Fragen

Der Bedarf besteht, weil die Infrastruktur in die Jahre gekommen ist und umfassend erneuert werden muss. Des Weiteren müssen die Bus- und Tramhaltestellen am Dorfplatz behindertengerecht (gemäss entsprechendem Gesetz) ausgestaltet werden. Die in diesem Zusammenhang ohnehin notwendigen und umfassenden Umbauarbeiten sind eine Chance für eine Aufwertung und Umgestaltung des Dorfplatzes.

Aktuell gehen wir davon aus, dass ein Baubeginn frühestens in fünf Jahren stattfinden kann. Die beiden Grundvarianten werden eine ähnlich lange Bauzeit aufweisen, da sie auch einen ähnlich grossen Bereich umfassen. Bezüglich der Bauzeit, lässt sich in der aktuellen frühen Planungsphase noch keine belastbare Aussage machen, da ein wichtiger Faktor der Bauzeit die Sanierung und Erneuerung der verschiedensten Werkleitungen ist. Im Untergrund befindet sich auch der eingedolte Dorfbach.

Mit einem breiten Variantenfächer wurde in einem ersten Schritt das Spektrum grundsätzlich möglicher verkehrlicher Lösungsansätze ausgelotet. In einem zweiten Schritt wurden diese auf ihre Machbarkeit geprüft. Aussortiert wurden Varianten, die zu viele Schwachstellen aus verkehrlicher Sicht aufweisen, technisch kaum umsetzbar sind oder deren Bewilligungsfähigkeit fraglich ist. Es verblieben zwei Grundvarianten:
Variante 1 «Ist-Zustand BehiG-Umsetzung» mit minimalen Eingriffen zur Erreichung der BehiG-Konformität und Variante 2 «Bündelung Süd», bei welcher der motorisierte Individualverkehr (MIV) auf der Südseite des Dorfplatzes gebündelt und die Tramhaltestelle auf der Nordseite angeordnet wird.

Der Kanton hat die Verantwortung für das Gesamtverfahren zur Erneuerung der Verkehrsinfrastruktur und muss die entsprechenden Entscheide verantworten. Entscheide hierzu sollen jeweils im Einvernehmen mit der Gemeinde gefällt werden, so auch derjenige über die für das Vorprojekt weiter zu verfolgende Grundvariante.

Die Geschwindigkeit des Autoverkehrs am Dorfplatz ist gering (innerorts, räumliche Situation auf Dorfplatz, Knotenbereich). Die Grundvarianten wurden mit einem sogenannten Road Safety Audit (RSA) auf die Verkehrssicherheit überprüft. Die Prüfung ergab, dass die wichtigen verkehrstechnischen und sicherheitsrelevanten Anforderungen erfüllt sind. In beiden Varianten finden sich entsprechende Massnahmen. So werden beispielsweise die Haltestellenperrons, Trottoirs und Fussgängerstreifen verbreitert oder auch die Anbindung der Tramhaltestelle Richtung Jägerstübli/Hegenheimerstrasse verbessert.

Am Öffentlichkeitsanlass vom 28. Juni 2022 wurde der aktuelle Stand vorgestellt und konnten Rückmeldungen gemacht werden. Es ist noch bis 8. Juli 2022 möglich, an die Gemeinde Allschwil Rückmeldung (Link) zu geben. Die Präsentation vom 28. Juni 2022 finden Sie hier (Link Präsentation und Link Plakat. Die Rückmeldungen dienen als Grundlage für die weitere Bearbeitung des Projekts. Der Dialogprozess wird mit der schrittweisen Konkretisierung des Projekts weitergeführt. So ist spätestens mit Vorliegen des Vorprojekts (ca. Anfang 2024) ein nächster Austausch mit der Öffentlichkeit geplant. Im Rahmen des weiteren Dialogprozesses wird es auch darum gehen, eine optimale Abwicklung des Baustellenzustandes zu diskutieren und entsprechende Massnahmen zu entwickeln.

Kontakt:

David Peter, Projektleiter, 061 552 54 56, [email protected]

Stand:

Juni 2022

Kontakt  

Tiefbauamt
Rheinstrasse 29 
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