Alte Landstrasse 23 / 25

Das Pfarrhaus von Tenniken liegt am Fusse des Kirchhügels mit der Traufseite gegen die unten vorbeiführende Strasse. Es ist in drei Bauetappen entstanden.

Der älteste Teil ist der dreigeschossige Mittelbau von 1559, unter giebelbündigem Satteldach und mit Sonnenuhr am Südgiebel. Seine Fenstergruppen sind zum Teil vierteilig. Der spätere Südbau zeigt grössere Fenster und ist nur zweigeschossig. Zur dritten Etappe gehört der sich dem Kirchweg entlang erstreckende, schmale Eingangstrakt unter einem Pultdach. Die-sem schliesst sich auf der Rückseite im Obergeschoss eine Laube an, die direkt in den Garten führt. Das spätgotische, im 17. und 18. Jahrhundert erweiterte Haus übernimmt im Detail gotische Formen vor allem in den Fenstern, aber auch in den Proportionen. Als Kopfbau im Aufstieg zur Kirche kommt ihm ein hoher Situationswert zu. Dieser ist hier in früheren Jahr-hunderten bei Umbauten sinnvoll beachtet worden. Im Innern sind einzelne Stuben im 17. und 18. Jahrhundert getäfelt worden.

Vor dem Pfarrhaus liegt gegen Süden, etwas getrennt vom Pfarrhaus, die alte Pfarrscheune mit halbgewalmtem Satteldach. Der Pfarrhof hat sich somit hier der Situation am Hügel entsprechend nicht als Gruppe, sondern der Dorfstrasse entlang entwickelt und bildet darin eine Ausnahme. Er steht daher entwicklungsgeschichtlich im Übergang vom Gehöft zum Mehrzweckbau.