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Oberhofgasse 74

Die Kirche von Rothenfluh liegt auf einem erhöhten Plateau am Nordhang über dem Dorfe. Sie war dem Hl. Stephan geweiht.
Die bei der Gesamtrenovation der Kirche in den Jahren 1966/67 durchgeführten Bodenforschungen stiessen auf die Fundamente einer Kirche aus dem 14. Jahrhundert. Diese hatte zu Beginn des 17. Jahrhunderts einen Westturm mit Eingangshalle erhalten. Gleichzeitig war auch das Langhaus erweitert worden.
Im Jahre 1852 wurde das Schiff abgerissen und eine neue Kirche an den Turm aus dem 17. Jahrhundert erbaut. Die Pläne dazu lieferte der Architekt J.J. Stehlin-Burckhardt aus Basel.
Der markante Westturm mit dem Haupteingang ist ungegliedert und von einem Satteldach bedeckt. Die schmalen Doppelfenster der Schallöffnungen wurden bei der Renovation durch breite, rundbogige Öffnungen ersetzt. Lisenenartige Pilaster teilen die Traufseiten in einzelne Achsen, in denen die Fenster mit neugotischem Masswerk liegen. Das Innere war bis zur Renovation als Querkirche eingerichtet und besass deshalb grosse Emporen an beiden Kopfenden und eine Kanzel in der Mitte der Längswand. Bei der Renovation wurde der steinerne Tischaltar mit geflügelten Engelsköpfen entfernt und ins Pfarrhaus deponiert. Die Renovation brachte eine Betonung der Längsachse, indem die eine Kopfempore entfernt und die Kanzel im Norden aufgestellt wurden.
Gesamthaft betrachtet ist durch die Innenrenovation der typische reformierte Predigtraum aufgegeben worden. Dagegen präsentiert sich das Äussere als Westturmanlage, wobei die rhythmische Gliederung der Längsseiten die der Neugotik zugrunde liegende klassizistische Tendenz deutlich zum Ausdruck bringt. Gotisches Formengut wird innerhalb einer klassizistischen Grundstruktur zum Ornament.
 

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