Ev.-ref. Kirche, Chilchägerten 13

Die auf einer Anhöhe über dem Dorf auf dem Friedhof gelegene Kirche wird im Jahre 1442 erstmals bezeugt. Im Jahre 1536 fiel sie einem Brande zum Opfer. 1562 folgte ein Neubau auf den alten Fundamenten. Er besass einen Dachreiter mit zwei Glocken. Im 18. Jahrhundert wurde die Kirche um 1768/69 nach Plänen von Daniel Büchel umgebaut. Der Chorbogen wurde entfernt und der Chor durch einen Rechteckabschluss ersetzt. Sämtliche Fenster wurden dabei erneuert. Später erhielt die Kirche einen hufeisenförmigen Lettner. 1889 brach man den Dachreiter ab und erbaute einen Turm auf der Nordseite der Kirche. Anlässlich der Gesamtrenovation der Kirche von 1950/51 führte man eine Bodenforschung durch. Zugleich wurde der grösste Teil der alten Ausstattung mit Ausnahme der Kanzel entfernt.

Der rechteckige Baukörper unter Satteldach wird auf der Nordseite von einem hohen Turm flankiert. Die rundbogigen Eingänge stammen aus dem 16. und 17. Jahrhundert. Breite, rundbogige Fenster aus dem 18. Jahrhundert bestimmen die Seitenfronten.

Im Innern hat sich vor allem die kostbare Kanzel aus dem 17. Jahrhundert erhalten. Die ursprünglich daran angebrachten Wappen wurden 1951 entfernt und an die Wand der Kirche versetzt.

Die aus einer Kirche mit Schiff und polygonalem Chor durch einen Umbau entstandene Saalkirche hat durch die Barockisierung gewonnen und präsentiert sich als heller, wohl proportionierter Raum. Gleiches gilt für das Äussere, das durch den Turm eine für das Dorfbild und das Tal weithin sichtbare Dominante erhielt.