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Kirchgasse 183

Die Kirche von Ormalingen liegt auf einer Anhöhe südöstlich des Dorfes mit steilem Aufgang inmitten eines ummauerten Friedhofes. Ursprünglich war sie dem Hl. Niklaus von Bari und dem Kaiser Heinrich, nach 1500 dem Johannes d. Täufer, geweiht.

Die Baugeschichte zeigt, dass das Langhaus aus dem 14. Jahrhundert stammt, jedoch damals kleinere Fenster besass und niedriger war. An den später erweiterten, polygonalen Chor schliesst sich eine Tresskammer an. Im 17. Jahrhundert sind Langhaus und Chor erhöht und mit grösseren Fenstern versehen worden. Gleichzeitig wurde der Westturm erhöht. Seit der Erweiterung des Chores im 18. Jahrhundert erstreckt sich die Kirche hinter den hohen Westturm als länglicher Baukörper unter durchgezogenem Satteldach. Die Masswerkfenster entstammen dem Umbau aus dem 17. Jahrhundert.

Das Innere zeigt sich als ein nach Osten breiter werdender Saalraum, wird aber durch einen rundbogigen Chorbogen in Schiff und Langhaus getrennt. Die Westempore füllt die Westhälfte des Schiffes aus. Die aus dem 14. Jahrhundert stammenden Wandmalereien machen den besonderen Wert der Ausstattung aus. Sie wurden 1909 entdeckt. Gemalte Bordüren und Ornamente begrenzen die Bildfelder, in denen ein riesiger sog. Feiertagschristus und weitere Szenen dargestellt sind: Niklaus rettet ein Schiff in Seenot, Christus gibt Petrus den Himmelsschlüssel und erscheint in der Vorhalle. Ferner Teilstücke eines Jüngsten Gerichts, Ausgiessung des Heiligen Geistes, Leonardus als Patron der Gefangenen mit Kette etc. Die Darstellung des aus dem Schmerzensmann entwickelten Feiertags-Christus ist eine der ersten, die bekannt sind. Die Wandmalereien sind stilistisch der volkstümlichen Richtung innerhalb der Wandmalereien verpflichtet und deshalb besonders interessant und wertvoll. Sie und die zum Teil noch gotische Darstellung des Innern machen die Bedeutung dieser Kirche aus.

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