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Arxhof 15

Der Arxhof liegt auf einer Anhöhe westlich von Niederdorf in der Nähe des Schloss Wildenstein.

Der Hof wird bereits im Jahre 1585 als "Meyerhof Arx by Wildenstein" erwähnt und gehörte später zum Schlossgut Wildenstein. Infolge Erbteilung wurde er 1792 vom Schlossgut abgetrennt. Gegen die Mitte des 19. Jahrhunderts kam er wieder zum Schlossgut, wurde aber 1891 erneut davon losgelöst. Im Jahre 1964 kaufte ihn der Kanton Baselland zur Einrichtung einer Arbeitserziehungsanstalt.

Das älteste der zahlreichen zum Hofgut gehörenden Gebäude wurde wahrscheinlich um 1621 nach einer Brandstiftung neu erbaut. Das langgestreckte Bauernhaus besteht aus der Oekonomie und einem hohen, dreiachsigen Wohnteil, an dessen Giebelfront sich ein niederer, einachsiger Gebäudeteil als spätere Erweiterung anfügt. Die Erweiterung zeigt allerdings dieselben niederen Fenster wie der Hauptteil. Dieser besitzt einen runden bogigen Eingau; sowie zwei- und dreiteilige Fenster mit gekehlten Profilen.

Der dreigeschossige Wohnteil gibt sich durch seine Höhenentwicklung als spätgotisches Haus zu erkennen und fügt sich durch die Staffelung des Anbaus unter ähnlich steilem Satteldach vortrefflich in die Gebäudegruppe und ins Gelände ein. Er ersetzt wahrscheinlich ein in Holz gebautes Gebäude, das im Zuge der "Versteinerung" der Höfe im 17. Jahrhundert weichen musste. Seine Kuben, Dachneigungen und Fensterformen zeigen, dass die spätgotische Architektur aus der Stadt im 17. Jahrhundert nicht nur in die Dörfer, sondern auch auf die Höfe eindrang. Jedenfalls kann der spätgotische Wohnteil seine Herkunft vom städtischen Bürgerhaus nicht verleugnen.

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