Burggasse 28

Das ehemalige Bauernhaus liegt im obersten Teil der Burggasse von Muttenz und schliesst zusammen mit den gegenüberliegenden Bauernhäusern den alten Dorfkern von Muttenz in dieser Richtung ab.

Das zweigeschossige Gebäude wird von einem Satteldach bedeckt, das auf der Strassenseite in der Form eines Schleppdaches heruntergezogen ist. Das relativ kleine Haus wird auf der Strassenseite von einem hohen Scheunentor mit Stichbogen, einem stichbogigen Eingang und einem kleinen Fenster bestimmt. Die übrigen Fassaden zeigen unterschiedliche Fenster von verschiedenen Grössen.

Es scheint, dass das Haus noch im 18. Jahrhundert erbaut worden ist, denn das kleine Fenster des ehemaligen Wohnteils besitzt Hohlkehlen, die in dieser Geged noch im 18. Jahrhundert verwendet werden. An den Wohnteil schloss sich die Ökonomie mit Scheune und Geissenstall dahinter. Der Giebel dieses Gebäudeteils ist mit Holz verschalt. Das Haus entspricht in jeder Beziehung einem Kleinbauernhaus oder einem Taunerhaus, doch bringt es eine Reduktion des Muttenzer Kleinbauernhauses, indem der Stall im hinteren Teil des Tenns und nicht daneben lag und nur für zwei bis drei Geissen diente. Diese Art von Kleinbauernhaus am Rande des Dorfes ist relativ selten anzutreffen, da diese später sehr oft durch grössere Häuser ersetzt oder durch Anbauten erweitert wurden. Das Geissenbauernhaus an der Burggasse ist in dieser Beziehung noch völlig intakt geblieben ein Unikum, und dies selbst in dem an Bauernhaustypen reichen Muttenzer Dorfkern. An der steilen Burggasse freistehend, tritt es dank seinen bescheidenen Dimensionen und einem originellen Farbanstrich hervor. Der  relativ kleine Ökonomieteil wurde zum Wohnteil geschlagen, ohne das Äussere zu verändern. Ein weiteres Beispiel dafür, wie sehr man sich in Muttenz darum bemüht, den Ortskern zu erhalten, und dass auch das Bescheidene als Teil des Ganzen für diesen Dorfkern von grossem Wert ist.