Ev.-ref. Kirche St. Margaretha, Bennwilerstrasse 10

Die reformierte Kirche von Hölstein erhebt sich am Dorfrand auf einem von einer Mauer umgebenen Friedhof. Sie wurde in den Jahren 1590/91 von der Stadt Basel an der Stelle einer älteren Kapelle errichtet. Das Äussere blieb in diesem Zustand erhalten. Im Innern stammte eine Westempore aus der Bauzeit. Die südliche Seitenempore wurde 1707 errichtet und 1823 nach dem Abbruch des Chorbogens nach Osten erweitert. Kanzel und Abendmahltisch stammten aus dem 18. Jahrhundert. Im Jahre 1969 wurde die Kirche vollständig restauriert.

Das Äussere präsentiert sich als einfaches Längsrechteck unter Satteldach. Den Giebel bekrönt ein Dachreiter mit Zifferblatt. Auf der Giebelseite steht über dem Eingang die Jahreszahl 1591. Darüber ist am Giebel der Baselstab zu erkennen. Die Schiffswände zeigen schmale, genaste Fenster. Im Innern ist die alte Ausstattung grossenteils entfernt worden. Die Westempore wurde der alten nachgeahmt. Die Kanzel wurde genau nach dem Vorbild der alten Kanzel in besserem Holz ausgeführt. Ihre Stütze stammt von der alten Kanzel. Das schlichte Gotteshaus wirkt durch die bescheidenen Proportionen und den Dachreiter wie eine Kapelle. Ihre schmalen Fenster erinnern noch an die Gotik, dagegen spricht der Rechteckgrundriss dem 16. Jahrhundert. Seit der Entfernung des Chorbogens, der das Innere in Schiff und Chor trennte, erscheint dieses als Saal. Dieser war bis 1968 durch die Stellung der Kanzel und die beiden Emporen quergerichtet, erhielt nun aber durch die Restaurierung eine Longitudinalachse.

Der postumgotische Bau gehört zu den ersten Kirchen, welche die Stadt Basel in der Landschaft Basel nach der Reformation errichten liess.