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Dorfplatz 11

Das Bürgerhaus von Gelterkinden liegt am Dorfplatz und zugleich am Beginn des Kilchrains. Durch seine Traufstellung markiert es den sich nach oben verengenden Kilchrain und öffnet zugleich den Platz, dessen Nordwestseite es abschliesst.

Das Gebäude diente früher dem Trocknen gefärbter Leinentücher und hiess deshalb "die alte Farb" oder "obere Farb" im Unterschied zur "unteren Farb". Der Bau selbst stammt aus dem 16./17. Jahrhundert.

Nach der Jahreszahl auf dem Türsturz wurde das Haus im Jahre 1822 umgebaut. Seinen dreigeschossigen Wohnteil bedeckt ein giebelbündiges Satteldach mit leichter Würge. Giebel- und Fassadenfenster sind symmetrisch angeordnet und schliessen in Stichbögen. Der Eingang ist ein ausgezeichnetes Werk der Hemmiker Steinmetzen. Für die stichbogige Form und deren Scheitelbekrönung liess sich der Steinmetz von barocken Werken inspirieren. Die an Flachschnitzereien erinnernde Umrahmung der Inschrift mit Blume und Dreieckfries übernimmt so die Funktion einer Kartusche. Beidseits davon sind Knöpfe als Blüten ausgebildet.

An den hohen Wohnteil schliesst sich der etwas niederigere Oekonomieteil an, der zugleich die Verbindung zu den übrigen Häusern des Dorfplatzes herstellt.

Das Bürgerhaus von Gelterkinden manifestiert sich als ehemaliges Bauernhaus, durch seine spätbarocken Formen und seine besondere Stellung am Zugang zum Kilchrain. Es flankiert den Aufgang zur Kirche und dominiert einen Teil des Dorfplatzes. Sein reich behauener Türsturz ist ein bedeutendes Dokument der einheimischen Steinmetzkunst zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

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