Mittelgasse 11

Das ehemalige Bauernhaus Ecke Mittelgasse 11/Schauenburgerstrasse 5 steht im Zentrum des Ortskerns Ende der Mittelgasse und am Beginn der Schauenburgerstrasse und ist als Eckbau dominierend in diesem Teil des Ortskerns.

Der dreigeschossige Wohnteil ist verglichen mit den anderen Bauten der Umgebung relativ hoch und besitzt eine Strassenfassade mit unregelmässig angeordneten Fenstern aus verschiedenen Epochen und mit unterschiedlichen Formen als Ausdruck mehrerer Umbauten. Im ersten Obergeschoss finden wir sowohl stichbogige barocke Fenster als auch ein dreiteiliges gotisches mit Hohlkehlen aus dem 17. Jahrhundert. Darüber im zweiten Obergeschoss befindet sich ein dreiteiliges Fenster, dessen Mittelteil nicht erhöht ist. Die Fenster am Giebel sind kleiner, aber ebenfalls unregelmässig angeordnet. Das hohe Dach wird auf der Rückseite über eine Laube gezogen. Auf der Giebelseite sind drei s-förmige Festhalter zu erkennen.

Die etwas zurückgesetzte, niedere Ökonomie mit Stall und rundbogigem Scheunentor geht aufgrund der Jahreszahl auf das Jahr 1768 zurück. Das heutige Mehrfamilienhaus wurde offensichtlich bereits im 17. Jahrhundert als solches erbaut, jedenfalls finden wir es bereits um 1680 auf der Skizze von G. Fr. Meyer. Die Ökonomie wurde später erbaut. Ihr Vorgänger befand sich in der Nähe und war freistehend. Auch das Wohnhaus war ursprünglich freistehend und wirkt auch heute noch so, weil die Ökonomie sehr niedrig und zurückgesetzt ist. In diesem Sinne ist das Wohnhaus eines der markantesten Gebäude des alten Ortskerns, und es wäre interessant zu wissen, wer sein Erbauer war.