Ev.-ref. Kirche St. Margaretha, Kirchgasse 2

Die Kirche von Frenkendorf liegt inmitten des alten Dorfkerns. Sie entstand aus einer ehemaligen Kapelle, deren Chorbogen und Schiffsbreite noch heute ersichtbar sind. Im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts wurde das Schiff nach Süden und nach Norden verlängert. Das Äussere imponiert vor allem durch die sichtbare Südseite, die in verspäteter Gotik um 1615/16 errichtet worden ist. Gleichzeitig erbaute man über dem alten Chor den hohen Turm, ähnlich wie in Münchenstein und Benken. Der Westeingang entstand 1686. Das Schiff selbst wurde im 18. Jahrhundert nach Westen verlängert. An der Südfront sind ausserdem Epitaphien aus dem 18. Jahrhundert eingelassen.

Der durch Erweiterungen vergrösserte Innenraum wirkt vor allem dank den beiden Emporen als typischer reformierter Predigtraum. Der Taufstein stammt aus der Kirche von Munzach. Der Empore wegen erhielt die Kirche an der Südfront im 18. Jahrhundert zwei Ovalfenster.

Gesamthaft betrachtet zeigt die Kirche aussen das Weiterleben gotischer Bautradition bis ins 17. Jahrhundert hinein, präsentiert sich als typische Landkirche mit dem für das 17. Jahrhundert vorherrschenden Drang nach grösseren und höheren Türmen für das Geläute. Parallelen zum Chorturm finden sich im Kanton in Benken und Münchenstein.

Das Innere ist einer der wenigen Kirchenräume, der mit West- und Seitenempore das protestantische Predigtraumschema mit der Tendenz zur Zentralisierung und zur Betonung der Querachse noch eindrücklicher festhält und damit ausserordentlich aktuell wirkt.