Neubadrain 4

Im Jahre 1742 entdeckte Professor Benedikt Staehelin aus Basel im "Holee" eine eisenhaltige Quelle, deren Wasser zu Heilzwecken bei Gallen- und Nierenleiden in Gebrauch kam. 1765 erbaute daher Rudolf Mori (Morue) hier ein Bad- und Gasthaus, das sich steigender Beliebtheit erfreute und bis in unser Jahrhundert hinein ein beliebter Ausflugsort am Rand der bis in die 1930er Jahr noch unüberbauten Ebene blieb.

Die malerische Gebäudegruppe aus der Spätbarockzeit besteht aus zwei Bauten, dem langestreckten Bad- und Gasthaus, das von der Strasse zurücksteht, und dem kleineren vorgeschobenen Wohnhaus. Beide besitzen schöne Kruppelwalmgiebel und Fachwerk im Obergeschoss. Zum Ganzen gehört eine Reihe von alten Bäumen (Plantanen), welche einen Hauptteil zum Reiz des Neubades beiträgt.

Die beiden Häuser wurden vom Besitzer, Werner Stamm-Buhofer, nach Ratschlägen des Leiters der Geschäftsstelle für Natur- und Heimatschutz instandgestellt. Herr Stamm ist mit deren Aufnahme in die Liste der geschützen Baudenkmäler einverstanden, ebenfalls die Gemeinde Binningen, nachdem zwischen ihr und dem Besitzer ein Vertrag über die Erhaltung des jetzigen Zustandes des Neubades abgeschlossen wurde. Diese Vereinbarung hängt mit der vom Gemeinderat am 22. September 1964 erteilten Ausnahmebewilligung für die Gesamtüberbauung des Neubad-Areals, d. h. mit jenen Teilen zusammen, die nicht zu den in den kantonalen Schutz aufgenommenen Parzellen gehören.