Kirchgasse 4

Das Pfarrhaus von Benken ist im Jahre 1673 als eine der wenigen Steinbauten des Dorfes anstelle eines Fachwerkbaues erbaut worden. In den Jahren 1754/55 wurde es durch den Anbau eines Barockflügels nach Süden erweitert.

Der alte, giebelständige Bau folgt den giebelständigen Bauernhäusern dieser Strassenseite, während auf der andern Seite beinahe alle Bauten traufständig sind. Zweiteilige, gotische Fenster und ein rundes Kellertor sind teils mit Klebdächern überdacht. Der breitgelagerte Anbau von 1755 dagegen besitzt grosse, hochrechteckige Fenster und ruht unter einem gewalmten Dach. Gotische und barocke Bauweise stehen hier einander gegenüber. Im weit-räumigen Innern führt im sog. Sommerhaus eine prachtvolle Eichentreppe mit der Jahreszahl 1755 ins Obergeschoss. An den Antrittspfosten sind der Baslerstab, Johannes der Täufer und die eucharistischen Symbole eingeschnitzt. Im barocken Anbau stehen zwei Kachelöfen mit Nelkenmustern, im Schlafzimmer ein geschweiftes Cheminée mit Régenceverzierungen aus der Zeit um 1755.

Die Situation des Pfarrhauses neben der Kirche, das Nebeneinander von gotischen und barocken Bauteilen und die Giebelstellung des Altteils gliedern es in den alten Dorfteil ein und heben es zugleich als besonders stattlichen Bau hervor.