Ev.-ref. Kirche St. Antonius, Kirchgasse 2

Die reformierte Kirche von Benken ist im Jahre 1621 von der Stadt Basel neu erbaut worden. Vorher bestand eine wohl im 13. Jahrhundert von den Schalern gestiftete Kapelle. Von dieser stammt der obere Teil eines in den Chor eingemauerten Sakramenthäuschens.

Die Kirche liegt am Südende der leicht ansteigenden Hauptstrasse auf einem ummauerten Friedhof. Das längsrechteckige Schiff führt zum Chorturm. Den rundbogigen Eingang beschirmt ein auf vier Holzstützen ruhendes Vordach, über dem ein rundbogiges Fenster mit Dreipass die Empore belichtet. An den Seitenwänden belichten schmale, längsrechteckige Fenster mit gekehlten Gewänden und Dreipassendungen das Schiff. Ueber dem Seiteneingang ist eine sog. Deputatentafel mit der Bauinschrift von 1621 eingelassen, darüber ein Baslerstab. Den kräftigen Chorturm gliedern gekehlte Kaffgesimse in drei Geschosse.

Im Innern deckt eine einfache Leistendecke das Schiff. Der Chorbogen ist erneuert. Den annähernd quadratischen Chor überspannt ein einfaches Kreuzgratgewölbe. An der Südwand ist der obere Teil des 1943 Befundenen gotischen Sakramenthäuschens mit Blendmasswerk, gekreuzten krabbenbesetzten Spitzbogen aus dem Ende des 14. Jahrhunderts eingelassen.

Der postumgotische Bau aus dem Beginn des 17. Jahrhunderts fällt zeitlich zusammen mit grösseren Umbauten an zahlreichen Kirchen der Landschaft Basel und zeichnet sich durch Vereinfachung der Proportionen und Architekturelemente und ein zähes Festhalten an traditioneller Bauweise aus. Er steht ausserdem der Kirche von Münchenstein wegen des dort kurz vorher, allerdings durch Umbau entstandenen, Turmchors sehr nahe.