Dorfstrasse 2

Das ehemalige Bauernhaus an der Dorfstrasse 2 in Bennwil erhebt sich in der Dorfmitte an der Abzweigung der Dorfstrasse von der Landstrasse und bildet den Kopfbau einer Häuserzeile, die unmittelbar südlich des Schulhauses und der Kirche parallel zur Strasse verläuft. Zugleich ist es der nördliche Abschluss einer langgestreckten Zeile. Das Haus ist östlich der Brücke über den Bach an die leichte Halde angebaut, weshalb die Kellersockel auf der Westseite ziemlich hoch sind. An der nördlichen Giebelseite finden sich nebeneinander zwei rundbogige Kellertüren. Auf der Westseite des zweigeschossigen Hauses ist eine kleine Laube auf hölzernen Stützen angebaut. Die ehemalige Ökonomie öffnet sich gegen die Dorfgasse mit Stall und Scheunentor. Am Wohnhaus sind die Fenster verschieden gross und unterschiedlich angeordnet. Wohn- und Oekonomieteil liegen unter demselben First. Auf der Federskizze des Geometers Georg Friedrich Meyer aus der Zeit um 1680 ist diese Häuserzeile gut erkennbar, doch ist sie noch nicht so lang, so dass man vermuten muss, sie sei erst später zur heutigen Ausdehnung gelangt. Ausserdem erweckt es den Anschein, die drei Häuser seien kleiner. Man darf deshalb vermuten, dass das Haus Nr. 2 erst nach 1680, also Ende des 17. oder anfangs des 18. Jahrhunderts erbaut worden ist. Dafür spricht das für ältere Bauten unübliche Kellergeschoss und der Charakter des Hauses.

Das ehemalige Bauernhaus an der Dorfstrasse 2 liegt an einem exponierten Punkt im Dorfbild von Bennwil und bezeichnet den Eingang ins Oberdorf, das sich erst später entwickelte. Durch die iüngste Restaurierung des Aeussern und die Instandsetzung des Innern verbunden mit einem Umbau der ehemaligen Oekonomie zu Wohnzwecken hat es im Dorfbild wieder einen sichtbaren Ausdruck gewonnen, ist besser ins Blickfeld gerückt worden und bestimmt vermehrt den Situationswert an diesem Ort.