Pfarrgässli 1

Das Pfarrhaus liegt oberhalb der Kirche, getrennt von dieser durch den leicht ansteigenden, von Buchshecken gegliederten Pfarrgarten. Das dreigeschossige Haus stammt aus dem 15./16. Jahrhundert, wurde aber im 17. Jahrhundert vergrössert und aufgestockt. Dabei entstanden auch die Grisaillenmalereien an den Decken der Gänge und Zimmer. Der dreigeschossige Wohnteil ruht unter einem Satteldach, das auf der Giebelseite gewalmt ist. Auf der Rückfront sind im 17. Jahrhundert ein Turmvorbau mit Wendeltreppe und eine Laube angebaut worden.

Im Innern führt ein Quergang mit bemalter Holzdielendecke zur Wendeltreppe. Im Studierzimmer des Obergeschosses steht ein patronierter Kachelofen von 1769.

Der Ökonomieteil mit Stall und Scheune ist stark abgesetzt und stammt teilweise aus dem 18. Jahrhundert. Zur Gebäudegruppe gehören auch der kleine giebelständige Schopf als Abschluss und das kleine Häuschen im Garten, sowie ein Brunnen von 1787.

Die gesamte Gruppe stellt zusammen mit den kleineren Gebäuden einen Pfarrhof dar, der wohl im 17. Jahrhundert vergrössert, im gesamten gesehen aber doch den mittelalterlichen Pfarrhof, der aus dem Bauernhaus hervorging, repräsentiert.