Wie darf der Gewässerraum genutzt werden?

Der Gewässerraum ist extensiv zu nutzen und zu gestalten.

Die bauliche Nutzung begrenzt sich grundsätzlich auf standortgebundene, im öffentlichen Interesse liegende Anlagen wie Fuss- und Wanderwege und Brücken.

Ausnahmen können erteilt werden für:
  •  zonenkonforme Anlagen in dicht überbauten Gebieten oder auf Baulücken
  • land- und forstwirtschaftliche unbefestigte Wege
  • standortgebundene Anlageteilen für die Wasserentnahme und –einleitung
  • Kleinanlagen, die einer Gewässernutzung (Wasserkraft, Erholung, etc.) dienen

Für bestehende, rechtmässig erstellte Bauten und Anlagen wie auch für Dauerkulturen innerhalb des Gewässerraums gilt die Bestandesgarantie.

Der Gewässerraum darf landwirtschaftlich extensiv genutzt werden. Das Ausbringen von Dünger und Pflanzenschutzmitteln sowie der Bodenumbruch sind im Gewässerraum nicht zulässig. Der Gewässerraum kann als eine der entsprechenden Biodiversitätsförderflächen-Typen angemeldet werden. Bei der Bewirtschaftung als sogenannte Uferwiese sind die Schnittzeitpunkte nicht vorgegeben.

Weitere Informationen zur Bewirtschaftung des Gewässerraums können dem Merkblatt D1 Landwirtschaftliche Nutzung im Gewässerraum (Kanton Basel-Landschaft) und dem Merkblatt "Kleinstrukturen auf Biodiversitätsförderflächen entlang von Fliessgewässern" (Agridea) entnommen werden.