Wie breit ist der Gewässerraum?

Die minimale Breite des Gewässerraums entlang von Fliessgewässern ist abhängig von der Breite der natürlichen Gerinnesohle und beträgt mindestens 11 m. In Gebieten mit gewässerbezogenen Schutzzielen ist der Gewässerraum generell breiter als in den übrigen Gebieten.

In Gebieten mit gewässerbezogenen Schutzzielen:

natürliche Gerinnesohlenbreite (nGSB) Breite Gewässerraum (minimal)
< 1 m 11 m
1 - 5 m 6 x nGSB + 5 m 11 - 35 m            
> 5 m nGSB + 30 m 35 m

In den übrigen Gebieten:

natürliche Gerinnesohlenbreite (nGSB) Breite Gewässerraum (minimal)
< 2 m 11 m                    
2 - 15 m 2,5 x nGSB + 7 m 12 - 44,5 m
> 15 m kantonale Vorgabe nGSB + 30 m

Eine situative Verbreiterung des Gewässerraums ist dann erforderlich, wenn sie notwendig ist zur Gewährleistung
–      des Hochwasserschutzes
–      des für Revitalisierungen notwendigen Raumbedarfs
–      überwiegender Interessen des Natur- und Landschaftsschutzes
–      einer Gewässernutzung

Wenn der Hochwasserschutz gewährleistet ist, kann die Gewässerraumbreite in folgenden Situationen angepasst werden:
–      in dicht überbauten Gebiete den baulichen Gegebenheiten
–      bei engen Tallagen und steilen Hanglagen den topografischen Verhältnissen