Zwei neue Buslinien zum Bahnhof Münchenstein

19.06.2009
Der Studienwettbewerb der Gemeinde Münchenstein zur Aufwertung des Gebiets Gstad ermöglicht voraussichtlich ab Fahrplanwechsel im Dezember 2009 zwei neue Buslinien zum Bahnhof.
 
Beim Gebiet westlich der Bahnlinie und südlich der Heiligholzstrasse handelt es sich um ein Arbeitsgebiet von kantonaler Bedeutung, das nicht geschmälert werden soll. Bei Brachen und unternutzten Arealen besteht ein kantonales Interesse an einer besseren Nutzung. Eine Umnutzung zu Gebieten mit Mischnutzung inklusive Wohnen ist in Gebieten mit guter ÖV-Erschliessung möglich. Voraussetzung ist ein Konzept, das die Auswirkungen auf den Verkehr, die Umwelt, die Wirtschaft und die städtebaulichen Qualitäten aufzeigt. So steht es im kantonalen Richtplan zum Gebiet Gestad in Münchenstein.
 
Der Richtplan hat zudem das Bahnhofsgebiet Münchenstein, also Gstad, als aufzuwertendes Gebiet und Umsteigestelle von kantonaler Bedeutung festgesetzt. Dies bedeutet, dass das Gstad als vielseitig nutzbares, attraktives Zentrumsgebiet also als Entwicklungsschwerpunkt auszugestalten ist.
 
Der nun durchgeführte Studienwettbewerb berücksichtigt diese Vorgaben des Richtplans. Im Kern des Gstad, der bisher in der Industriezone liegt und z.T. der Lärm-Empfindlichkeitsstufe IV zugeordnet ist, soll eine Mischnutzung mit Wohnen, Geschäften und kleineren Gewerbebetrieben möglich werden. Bisher war gerade Wohnen nur geduldet. Damit Wohnen möglich wird, muss die Lärm-Empfindlichkeitsstufe auf III geändert werden. Zudem sind lärmempfindliche Nutzungen so anzuordnen, dass sie die grossen Industriebetriebe im Norden und Süden in ihrer Tätigkeit nicht einschränken.
 
Ab Fahrplanwechsel Dezember 2009 sollen neu zwei Buslinien zum Bahnhof Münchenstein verkehren: Die Linie 63 nach Dornach/Arlesheim und Muttenz Bahnhof und die Linie 58 zum Bruderholzspital. Damit und mit den bestehenden Verbindungen der BLT-Linie 10 und der S3 bekommt das Gebiet Gstad eine neue zentrale Bedeutung.
 
All diese Faktoren und die entsprechende Erschliessung mit dem öffentlichen Verkehr tragen dazu bei, dass die Attraktivität des Bahnhofsgebiets erhöht wird.
 
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Kommunikation
 
Für Rückfragen:  
Georg Stebler, Amt für Raumplanung, Tel. 061 552 59 34