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Zunahme der Staustunden: Task-Force Anti-Stau prüft kurzfristige Entlastung mit «Park and Ride» und «Park and Pool»

02.10.2018

 

Die Task-Force Anti-Stau (TFAS) hat anlässlich ihrer Sitzung vom 24. September 2018 die Prüfung von konkreten, relativ kurzfristig realisierbaren Massnahmen zur Reduktion der Staustunden im Kanton Basel-Landschaft beschlossen. Ziel ist es, die beiden Modelle «Park and Ride» sowie «Park and Pool» mittels einer repräsentativen Umfrage auf ihre Akzeptanz in der Bevölkerung zu prüfen. Die Staustunden im Baselbiet haben im Zeitraum 2016 bis 2017 um sechs Prozent zugenommen. Der Verkehr während der Stosszeiten findet daher immer häufiger auf dem bereits überlasteten Kantonsstrassennetz statt.

Der Verkehr auf den Strassen im Baselbiet hat in den vergangenen Jahren konstant zugenommen. Alleine im Zeitraum zwischen 2016 und 2017 hat die Anzahl der Staustunden in der Region um rund sechs Prozent zugenommen, wie die Zahlen des Bundesamts für Strassen (ASTRA) belegen. Das Verkehrsaufkommen hingegen ist im selben Zeitraum weniger stark gewachsen. Mittlerweile findet eine Rückverlagerung des Verkehrs von den Autobahnen auf das Kantonsstrassennetz statt. Diese Tatsache bereitet der TFAS Sorgen. Ziel ist es, den Verkehr wieder auf die Hauptverkehrsachsen (Autobahnen) zu verlagern und so die Situation zu verbessern.

Massnahmen werden geprüft
Der Task-Force Anti-Stau unter der Leitung von Christoph Buser ist klar, dass effiziente und gleichzeitig schnelle Lösungen im Bereich der Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur nur bedingt umsetzbar sind. Grössere Projekte zur Verbesserung des Verkehrsflusses, wie beispielsweise der Ausbau der Fahrspuren auf Autobahnen, nehmen mehrere Jahre in Anspruch und sind kostenintensiv. Das Gleiche gilt für wirksame Kapazitätserweiterungen beim öffentlichen Verkehr. Ein solcher Kapazitätsausbau der bestehenden Infrastruktur ist jedoch zwingend. Es braucht zusätzliche Verkehrsflächen.

Um das Problem Stau kurzfristig einzudämmen, prüft die TFAS Optimierungsmassnahmen rund um die bestehende Infrastruktur, die zeitnah umgesetzt werden können. Im Vordergrund stehen derzeit zwei Massnahmen. Beim «Park and Ride»- und «Park and Pool»-Modell werden für die Verkehrsteilnehmenden attraktive Parkmöglichkeiten am Stadtrand und in der äusseren Agglomeration geschaffen, um von dort aus entweder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln («Park and Ride») oder in Fahrgemeinschaften («Park and Pool») in die Stadt zu gelangen. Damit könnten eine Entlastung der stark frequentierten Strassen und eine Reduktion der Staustunden erreicht werden.

Evaluation der Massnahmen
Es soll nun mit Hilfe einer repräsentativen Umfrage abgeklärt werden, welche Voraussetzungen für die Verkehrsteilnehmenden erfüllt sein müssten, damit sie die beiden Angebote in Anspruch nehmen würden. Dabei geht es um Fragen wie beispielsweise die optimalen Standorte der Parkmöglichkeiten, die richtige Anzahl Parkplätze oder die Kosten für die Nutzung.

Nach der Auswertung der Kundenbefragung wird die TFAS Empfehlungen für das weitere Vorgehen geben. In einem weiteren Schritt können die Massnahmen schliesslich konkret angegangen und gegebenenfalls umgesetzt werden.

Die Task-Force Anti-Stau informiert die Medien nach Abschluss der Evaluationsphase über die Auswertung der Ergebnisse der Kundenbefragung. Diese dürften bis Ende 2019 vorliegen.

 

Die Task-Force Anti-Stau (TFAS)
Die Task-Force Anti-Stau ist im Jahr 2004 durch den Regierungsrat Basel-Landschaft eingesetzt worden. Die Kommission hat den Auftrag, die Behörden bei der Umsetzung ihres Auftrags zur Stauverhinderung und Staubekämpfung zu beraten. Sie trifft sich drei- bis viermal pro Jahr und hat konsultativen Charakter ohne Entscheidbefugnisse. Empfehlungen an die Regierung erfolgen mit einfachem Mehr.

In die Task-Force Anti-Stau haben Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen Bereichen/Organisationen/Verbänden (TCS, ACS, VCS, Handelskammer beider Basel, Wirtschaftskammer Basel-Landschaft, ASTAG, ASTRA, Polizei Basel-Landschaft, Bau- und Umweltschutzdirektion Basel-Landschaft) sowie Experten in Verkehrsfragen Einsitz.

 

 

 

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