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Zukünftiges Bahnangebot zum EuroAirport steht fest

18.12.2017 15:20
Die Région Grand Est und die Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt sowie Solothurn haben entschieden, nach der Fertigstellung des Bahnanschlusses an den EuroAirport ein gemeinsames Angebot der trinationalen S-Bahn Basel zu bestellen. Dies haben sie in einer gemeinsamen Absichtserklärung festgehalten. Zwischen Basel SBB und EuroAirport wird mit einem 10-Minuten-Takt eine attraktive und schnelle Bahnverbindung geschaffen.
 
Der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg ist als einziger binationaler Flughafen der Welt eine Erfolgsgeschichte.
Innerhalb der letzten 10 Jahre haben sich die Passagierzahlen mehr als verdoppelt. Als dritter Landesflughafen der Schweiz ist er jedoch der einzige, der nicht auf dem Schienenweg erreichbar ist. Die heutige öffentliche Verkehrserschliessung mittels Bussen stösst an ihre Grenzen. Eine Eisenbahn-Neubaustrecke zwischen den Bahnhöfen St-Louis und Bartenheim mit neuem Bahnhof EuroAirport soll künftig die Erreichbarkeit deutlich verbessern, die Fahrzeit verkürzen, die Fahrplanstabilität erhöhen und Kapazitätsengpässe beheben. Seit 2016 wird durch SNCF Réseau und den EuroAirport ein entsprechendes Vorprojekt erarbeitet. Aufgrund des hohen Nutzens für die Schweiz hat der schweizerische Bundesrat in seinem Ende September 2017 veröffentlichten Vorschlag zum Ausbauschritt der Bahninfrastruktur FABI/STEP 2030/35 auch bereits einen Kostenbeitrag für die neue Infrastruktur vorgesehen.
 
Die für das Angebot des Regionalverkehrs zuständigen Behörden aus der Schweiz und Frankreich haben nun das Angebot festgelegt, welches ab Inbetriebnahme der Eisenbahn-Neubaustrecke Mitte der 2020er Jahre auf dieser Achse gefahren werden soll.
Eine entsprechende Absichtserklärung wurde unterzeichnet für die Région Grand Est durch den Präsidenten des Conseil Régional Jean Rottner, für den Kanton Basel-Landschaft durch Regierungspräsidentin Sabine Pegoraro, für den Kanton Basel-Stadt durch Regierungsrat Hans-Peter Wessels und für den Kanton Solothurn durch Regierungsrat Roland Fürst.
Das abgestimmte Angebot besteht aus drei Linien, welche den EuroAirport je im Halbstundentakt bedienen sollen (siehe Abbildung):
–      Liestal – Mulhouse (S2)
–      Laufen – EuroAirport (S4)
–      Basel SBB – Mulhouse – Strasbourg (TER 200)
 
Mit der Überlagerung der Linien ergibt sich zwischen Basel SBB und EuroAirport ein 10-Minuten Takt. Die neuen Durchmesserlinien stellen nicht nur eine hohe Frequenz sicher, sondern sie binden die ganze Agglomeration besser an den Flughafen an. Dies ist ein wichtiger Schritt zur Umsetzung des 2014 verabschiedeten Angebotskonzepts der trinationalen S-Bahn Basel für den Horizont 2030 (siehe Kasten). Vom neuen Angebot sollen nicht nur die Passagiere und die rund 6‘000 Mitarbeitenden des EuroAirports profitieren; die neuen Durchbindungen erhöhen auch die Erreichbarkeit aller anderen betroffenen Bahnhöfe und entlasten den heutigen Endpunkt der S-Bahnen am Bahnhof Basel SBB.


Im November 2014 wurde zwischen den deutschen, französischen und schweizerischen Bestellbehörden der trinationalen S-Bahn Basel (Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Jura, Solothurn, die Région Grand Est (damals Région Alsace) und das Land Baden-Württemberg) ein Angebots-Zielkonzept für den Horizont 2030 fachlich erarbeitet und politisch trinational abgestimmt. Das Angebotskonzept sieht vor, bis 2030 einen Viertelstundentakt in den inneren Korridoren des S-Bahn-Netzes anzubieten und einen durchgehenden Halbstundentakt auf den äusseren Ästen zu sichern. Zudem sollen zahlreiche neue Durchmesserlinien geschaffen werden, um die Korridore der S-Bahn untereinander sowie mit der Kernstadt zu verbinden. Dafür müssen verschiedene Investitionen in den Ausbau der Bahninfrastruktur getätigt werden. Neben dem Bahnanschluss des EuroAiports sind auch die Elektrifizierung der Hochrheinstrecke sowie eine neue Bahnverbindung zwischen Basel SBB, Basel Badischer Bahnhof und Basel St. Johann („Herzstück Basel") geplant, welche weitere Angebotsverbesserungen der trinationalen S-Bahn Basel ermöglichen werden.


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