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Wir gestalten unsere Zukunft. Wohin die Reise geht.

16.10.2019

Nach gut drei Monaten als Vorsteher der Bau- und Umweltschutzdirektion präsentierte Regierungspräsident Isaac Reber am 16. Oktober 2019 vor Medienschaffenden in der FHNW in Muttenz seine strategischen Schwerpunkte für die kommenden Jahre. Er zeigte auf, mit welchen Konzepten er den zentralen Herausforderungen im Bereich Infrastruktur und Entwicklung künftig begegnen und wo er zusammen mit seiner Direktion auch neue Massstäbe setzen will.

Dank der erfolgreichen Finanzstrategie hat der Kanton Basel-Landschaft wieder mehr Handlungsoptionen. Zusammen mit seinen Regierungskolleginnen und -kollegen will er weiter daran arbeiten, den Kanton in eine Position der Stärke zu bringen. Im Bereich der Investitionen werden über die nächsten 10 Jahre rund 700 Mio. Franken für neue Infrastrukturprojekte zur Verfügung stehen. Darüber hinaus werden rund 1’300 Mio. Franken für den Erhalt bestehender Infrastruktur verwendet, schwerpunktmässig in den Bereichen Verkehr und Bildung. «Unsere Aufgabe besteht darin, diesen Handlungsspielraum jetzt klug zu nutzen und die richtigen Prioritäten zu setzen», so der Regierungspräsident. Er will den Fokus insbesondere auf die Verbesserung der überlasteten Infrastruktur legen. Dies soll durch gezielte Massnahmen, mittelfristig vor allem durch eine Entlastung dank besserer Raumplanung bewirkt werden. Zusammen mit seiner Direktion will er diesen Herausforderungen mit vier strategischen Konzepten begegnen und da und dort auch schweizweit Massstäbe setzen:

Auf alle Verkehrsträger setzen
Das bestehende Strassennetz soll mittels verschiedener Projekte gezielt verbessert werden. Namentlich sollen Lücken geschlossen und Engpässe beseitigt werden. Beispiele sind der Rheintunnel Birsfelden – Basel-Ost (Bund), die Erschliessung Bachgraben Allschwil (ZUBA – Strasse und Tram) oder die neue Talstrasse Münchenstein – Arlesheim. Gleichzeitig soll die Leistungsfähigkeit des Bahnnetzes (SBB, Bund) mit dem 15-Minutentakt bis Aesch und Liestal, dem Doppelspurausbau Laufental und der Waldenburgerbahn erhöht werden. Das Tramnetz soll gemäss Netzstudie 2020 ausgebaut werden (Verlängerung Tram Nr. 8 Letten und Bachgraben Allschwil, Nr. 14 Salina Raurica, Ergänzung Polyfeld Muttenz, Engpassbeseitigung Spiesshöfli Binningen).

Da das E-Bike den Veloverkehr auch auf mittlerer Strecken massentauglich gemacht hat, will Isaac Reber zudem mit den geplanten Veloschnellrouten neue Wege beschreiten. Die Bau- und Umweltschutzdirektion hat vom Parlament den Auftrag erhalten, einen Masterplan Veloschnellrouten auszuarbeiten. Zudem ist sie derzeit gemeinsam mit dem Bundesamt für Strassen (ASTRA) daran, eine erste Pilotstrecke zu evaluieren und zu realisieren.

Die Entwicklung nach innen konsequenter vorantreiben
Unter dem Stichwort «Cluster» (beispielsweise Life-Science Cluster Bachgraben Allschwil oder Berufsbildungs-Cluster Muttenz) soll dort in Infrastruktur investiert werden, wo Entwicklung und Ausbau erwünscht sind. Dabei will sich Isaac Reber vor allem auf die Entwicklung von bereits gut erschlossenen Arealen konzentrieren und diese gezielt fördern, unter anderem mit entsprechenden Infrastrukturausbauten. Schwerpunktmässig sind dies: 

-      Bachgraben Allschwil

-      Dreispitz Münchenstein

-      Birstal

-      Hagnau/Polyfeld Muttenz

-      Bahnhofareale, insbesondere Pratteln, Liestal und Salina Raurica

Das «Prinzip der kurzen Wege»
Am Beispiel Dreispitz und der Quartierpläne Hagnau erklärte Isaac Reber die Vorteile des «Prinzips der kurzen Wege». Mit verdichtetem Bauen und Ausgleichsflächen am richtigen Ort, einer hohen Erschliessungsqualität und einem grossen Angebot an Infrastruktur vor Ort sollen Arbeit, Wohnen und Freizeit/Natur örtlich konzentriert und weite Wege reduziert werden.

Mischnutzungen (Arbeiten und Wohnen) sollen demnach eine stärkere Rolle spielen als bisher. Dies entspricht einem schweizweiten Trend. Heutige Arbeitstätigkeiten sind viel verträglicher und die strikte Trennung in der Vergangenheit ist für einen Teil des heutigen hohen Verkehrsaufkommens verantwortlich. Mindestziel ist es, das bestehende Verkehrsnetz künftig nicht noch stärker zu belasten.

Konsequente Ausrichtung am Umweltschutz
Schliesslich will Isaac Reber eine konsequente Ausrichtung der Tätigkeiten des Kantons am Umweltschutz. «Was wir tun, machen wir umweltfreundlich. Wir wollen Wertschöpfung und keine neuen Altlasten produzieren», betonte er und nannte als Beispiele den Baustoffkreislauf, das Energiepaket als wichtigen weiteren Schritt zur Verbesserung der Gebäudeeffizienz und zum Ersatz fossiler Heizungen – letzteres dank der Neuförderung von Wärmepumpen – sowie neue Mobilitätsformen.

Schliesslich soll auch die Effizienz der Verwaltungstätigkeit durch Nutzung der neuen Technologien weiter erhöht werden. Als Beispiel nannte der Regierungspräsident das Ende April dieses Jahres eingeführte E-Baugesuch. «Die E-Government-Vorlage, die jetzt in der Vernehmlassung ist, wird nochmals einen grossen Sprung nach vorn ermöglichen», ist Isaac Reber überzeugt.

Gemeinsam gute Lösungen finden
Bei der Umsetzung dieser Konzepte setzt Isaac Reber auf eine sachliche, konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Es ist ihm wichtig, bei der Suche nach den richtigen Lösungen sämtliche internen und externen Partner zu involvieren, was insbesondere auch für die Gemeinden gilt.

Für Rückfragen:
Nico Buschauer, Leiter Kommunikation BUD, Telefon 061 552 20 02

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