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05.06.2015
Weiterführung der Inertstoffdeponie Eichenkeller
Entscheid frühestens in einem Jahr
Über eine allfällige Weiterführung oder Stilllegung der Deponie Eichenkeller in Reigoldswil wird in frühestens einem Jahr entschieden. Darauf haben sich die Bürgermeinde Reigoldswil und eine Privatperson als Deponieinhaberin sowie die Deponiebetreiberin und das Amt für Umweltschutz und Energie geeinigt. Die Hangbewegungen im Gebiet werden weiterhin überwacht und der Betrieb der Deponie bleibt vorsorglich eingestellt.
Am 30. März 2014 barst im Hanggebiet Munimatt der Gemeinde Reigoldswil die Erdgasleitung der Gasverbund Mittelland AG (GVM). Nach Abschluss der Sofortmassnahmen und der Abklärungen des Eidgenössischen Rohrleitungsinspektorates übernahm das Amt für Umweltschutz und Energie die Federführung zum weiteren Vorgehen. Es wurde eine intensive Überwachung der Situation im gesamten Umfeld der seinerzeitigen Bruchstelle der Erdgastransportleitung vereinbart und der Betrieb der oberhalb liegenden Deponie Eichenkeller wurde eingestellt.
In der Folge trafen sich die Verantwortlichen von Gemeinde, Deponiebetreiberin, Gasverbund Mittelland AG sowie der Ingenieurbüros unter Leitung des Amts für Umweltschutz und Energie zu bislang vier Besprechungen. Anlässlich der letzten Sitzung von Ende Mai 2015 wurde Folgendes festgehalten:
Am 30. März 2014 barst im Hanggebiet Munimatt der Gemeinde Reigoldswil die Erdgasleitung der Gasverbund Mittelland AG (GVM). Nach Abschluss der Sofortmassnahmen und der Abklärungen des Eidgenössischen Rohrleitungsinspektorates übernahm das Amt für Umweltschutz und Energie die Federführung zum weiteren Vorgehen. Es wurde eine intensive Überwachung der Situation im gesamten Umfeld der seinerzeitigen Bruchstelle der Erdgastransportleitung vereinbart und der Betrieb der oberhalb liegenden Deponie Eichenkeller wurde eingestellt.
In der Folge trafen sich die Verantwortlichen von Gemeinde, Deponiebetreiberin, Gasverbund Mittelland AG sowie der Ingenieurbüros unter Leitung des Amts für Umweltschutz und Energie zu bislang vier Besprechungen. Anlässlich der letzten Sitzung von Ende Mai 2015 wurde Folgendes festgehalten:
- Das Hanggebiet unterhalb der Deponie Eichenkeller bewegt sich weiterhin, wenn auch in ganz unterschiedlichem Ausmass. Das bestehende Messnetz zur Überwachung der Hangbewegungen bleibt deshalb weiterhin bestehen. Dank rund 100 Messpunkten auf 40 Hektaren ist eine detaillierte Überwachung sichergestellt. Die Hangbewegungen sind laut Geologen grösstenteils natürlichen Ursprungs und charakteristisch für das Gebiet und den Jura.
- Die ebenfalls regelmässig durchgeführten Gefährdungsabschätzungen zeigen, dass die umliegenden Höfe wie auch Werkleitungen (Wasser, Telekommunikation) durch die beobachteten Hangbewegungen nach wie vor nicht gefährdet sind.
Um die langfristige Tendenz der Hangbewegungen richtig prognostizieren zu können, braucht es viel Zeit. Aufgrund dieser Ausgangslage vereinbarten die Beteiligten, dass über die allfällige Weiterführung des Deponiebetriebs frühestens in einem Jahr entschieden wird. Die Inhaber der Deponie (Bürgergemeinde Reigoldswil und eine Privatperson) und die Deponiebetreiberin werden diese Zeit nutzen, um mögliche Szenarien zur Zukunft der Deponie auszuarbeiten. Die Szenarien umfassen sowohl eine Weiterführung der Deponie als auch die geordnete Stilllegung der Deponie. Bis zu einem Entscheid bleibt der Deponiebetrieb weiterhin vorsorglich eingestellt.
Weiterhin gemäss Plan verlaufen die Projektierungsarbeiten des Gasverbundes Mittelland (GVM) zur Umgehung des von den Hangbewegungen betroffenen Bereichs.
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Kommunikation