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Wässrige Teile-Reinigung in der Metallbranche

19.03.2012

Start einer Kampagne als Beitrag zur Ozonsenkung



Am 8. März startete in Basel die Kampagne "Saubere Lösungen für besser Luft, Möglichkeiten der wässrigen Teile-Reinigung" mit einer Tagung für die Metallbranche. Rund 80 Teilnehmer, Vertreter regionaler metallverarbeitender Unternehmen, nahmen an der Veranstaltung teil.
 
Bei der Fertigung von Metall-Teilen fallen Reinigungsarbeiten an, die heute zu 90 % auf wässriger Basis durchgeführt werden können. Weit verbreitet ist dennoch die Reinigung mit organischen Lösemitteln. Der Umgang mit diesen Lösemitteln ist aus Gründen des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz kritisch einzustufen, zudem tragen diese Lösemittel in Kombination mit Stickoxid - einem weiteren Luftschadstoff - in der warmen und sonnigen Jahreszeit zur Bildung von gesundheitsschädlichem Ozon (Sommersmog) bei.
 
Jährlich werden die Ozongrenzwerte um mehrere hundert Stunden überschritten. Der Grenzwert der Luftreinhalteverordnung erlaubt jedoch nur eine Stunde Überschreitung pro Jahr. Für die Verbesserung der Luftsituation haben die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft den überarbeiteten Luftreinhaltplan 2010 beschlossen. Darin wird nebst weiteren lufthygienischen Bereichen die Reduktion der Lösemittel-Emissionen aufgegriffen. Dies, um die Ozonbelastung im Sommer weiter zu senken.
 
Die Behörden setzen bei der Umsetzung des Luftreinhaltplans primär auf partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Industrie und fördern Erfahrungsaustausch, Bewusstseinsbildung und Wissenstransfer in den Branchen. Für die Metallverarbeitende Industrie fand deshalb im Gundeldinger-Casino die Informationsveranstaltung "Saubere Lösungen für besser Luft, Möglichkeiten in der wässrigen Teile-Reinigung" statt, organisiert vom Lufthygieneamt beider Basel und der Luftreinhaltefachstelle des Kantons Zürich (AWEL).
 
Die Veranstalter waren überrascht über die grosse Nachfrage aus der Industrie. «Das rege Interesse zeigt die Aktualität und das Bedürfnis, Fragestellungen in der Branche zu diskutieren», so Andrea von Känel, Leiter des Lufthygieneamtes beider Basel, in seinem Eingangsreferat.
 
Metallverarbeitende Unternehmen aus der Region wie REGO-FIX AG, Synthes und TA Hydronics legten in Referaten ihre Erfahrungen in der wässrigen Reinigung dar. Sie verrieten den Interessenten Tipps für eine reibungslose Umstellung von der Reinigung mit Lösemitteln auf die wässrige Reinigung. Vorteile wie Kosteneinsparungen, Verbesserungen in den Bereichen Umwelt,- Sicherheit- und Gesundheitsschutz wurden genannt. Als wesentlich für das Gelingen einer Umstellung zeigten sich die betriebsinterne Motivation als auch die Unterstützung durch den Anlagen-Lieferanten. Möglicherweise eine Entscheidungshilfe für diejenigen Unternehmen, die eine Umstellung auf lösemittelfreie Reinigungsprodukte vorsehen.
 
Lieferanten diverser wässriger Reinigungs-Technologien standen an der Tagung für Fragen zur Verfügung und zeigten den Stand der Technik auf. Zum Abschluss des offiziellen Teils hatten die Gäste Gelegenheit, beim Apéro ihre Erfahrungen im Umgang mit lösemittelfreien Reinigungsmitteln auszutauschen.
 
Auskünfte:
Cosimo Todaro, Leiter Industrie und Gewerbe, Lufthygieneamt beider Basel, 061 552 61 45
 
Liestal, 19. März 2012

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