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Was die Bevölkerung gegen die Tigermücke tun kann

24.05.2019
Das Kantonale Laboratorium Basel-Stadt und das Amt für Umweltschutz und Energie Basel-Landschaft haben gemeinsam ein neues Merkblatt für die Bevölkerung erstellt mit Tipps für die Bekämpfung der Tigermücke. Die wichtigste Massnahme, welche die Bevölkerung ergreifen kann: Brutstätten in stehendem Wasser in Gärten und auf Terrassen vermeiden.
 
Das Merkblatt sowie weitere Informationen können unter www.kantonslabor.bs.ch/tigermuecke und www.neobiota.bl.ch heruntergeladen werden.
 
Die Tigermücke ist sehr aggressiv, tagaktiv und brütet vorwiegend im Siedlungsraum. Ihr Stich kann starke Reaktionen verursachen. Die Tigermücke ist eine potentielle Überträgerin von Krankheitserregern, vorausgesetzt, die Mücke ist mit einem entsprechenden Erreger infiziert. In der Schweiz ist bisher noch keine Krankheitsübertragung dokumentiert. Das Übertragungsrisiko wird deshalb heute als minim eingeschätzt. Erfahrungen in Italien haben aber ergeben, dass die aggressive, andauernde Stichfolge einen direkten Einfluss auf das Sozialverhalten, auf die Aufenthaltszeit im Freien und somit auf den Lebensstil hat.
 
Die Ergebnisse der Überwachung 2018 in der Region zeigen: Die Tigermücke ist daran, sich im Kanton Basel-Stadt anzusiedeln, vor allem in der Nähe des französischen Autobahn-Zolls. Auch in der Umgebung des Bahnhofs SBB gibt es Hinweise auf eine Ansiedlung. Im Kanton Basel-Landschaft wurden bisher nur einzelne Eier der Tigermücke nachgewiesen. Eine Ansiedlung auf Baselbieter Boden liegt bisher nicht vor.
 
Im öffentlichen Raum ergreifen die kantonalen Behörden Massnahmen gegen die Tigermücke. Auf privatem Grund im Siedlungsgebiet kann auch die Bevölkerung einen Beitrag für die Bekämpfung leisten, wie im Merkblatt erklärt wird.
 
Brutstätten in Gärten und auf Terrassen vermeiden
Tigermücken legen ihre Eier in Wasseransammlungen ab. Am erfolgreichsten ist es deshalb, Brutstätten für die Eiablage zu vermeiden. Die wichtigsten Tipps: Auf Pflanzenuntersetzer und Wasserbehälter in Gärten und Terrassen verzichten oder sie regelmässig leeren. Leere Behälter wie Giesskannen, Eimer oder Spielsachen unter einem Dach lagern oder umdrehen, damit sich darin kein Regenwasser ansammeln kann. Weitere Tipps sind im Informationsblatt zu finden. In Teichen und Fliessgewässern können sich die Tigermücken-Eier und Larven nicht entwickeln.
 
In nicht vermeidbaren Wasseransammlungen kann die Vermehrung bekämpft werden mit Hilfe eines biologischen Insektizids. Mitarbeitende des Kantonalen Laboratoriums Basel-Stadt geben im Stadtkanton das Insektizid in bereits betroffenen Gebieten an die Bevölkerung ab. Die Behörden raten davon ab, nach eigenem Ermessen toxische Insektizide einzusetzen, um sich und die Umwelt nicht zu gefährden. Das Insektizid darf erst nach bestätigten Tigermückenfunden und auf Anweisung der Behörden eingesetzt werden. Als Teil der Überwachungsmassnahmen können verdächtige Mücken dem Schweizerischen Tropen- und Public Health Institut (Swiss TPH) gemeldet werden.
 
Sensibilisierung der Bevölkerung 
Die Behörden möchten die Bevölkerung mit dem Informationsblatt sensibilisieren. Erfahrungen aus dem Kanton Tessin werten den frühzeitigen Einbezug der Bevölkerung als einen wichtigen Aspekt, um wertvolle Zeit zu gewinnen. In dieser kann die Bevölkerung ein Bewusstsein für die Tigermückenthematik entwickeln und mithelfen, eine starke Vermehrung der Mücken zu begrenzen. Die Ausbreitung in urbanen Gebieten in Italien, wo diese Massnahmen nicht ergriffen wurden, verlief dagegen wesentlich schneller und betrug nur drei bis vier Jahre von der ersten Feststellung bis zur vollständigen Besiedlung.

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