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Vorstellung «Pilotprojekt Velohochbahn Nordwestschweiz»

09.09.2020
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Am Mittwoch, 9. September 2020 präsentierte die Bau- und Umweltschutzdirektion zusammen mit dem Bundesamt für Strassen (ASTRA), der Leitung des Schweizerischen Schwing- und Älplerfestes ESAF 2022 und den Projektinitianten «Velohochbahn in Modulbauweise» das Projekt für den Bau einer Pilotstrecke im Raum Pratteln-Römerstadt. Das gemeinsame Projekt des Kantons Basel-Landschaft und des ASTRA soll pünktlich auf den Beginn des ESAF 2022 in Betrieb gehen. Es zeichnet sich durch seinen innovativen und nachhaltigen Ansatz eines getrennten Trasses für Velos in Brückenlage sowie die in der Schweiz erstmalige Erstellung in Holzbauweise aus.

Im Rahmen der 2019 erstmals vorgestellten Langfristplanung, hat sich der Kanton Basel-Landschaft im Zusammenhang mit der Schaffung hochwertiger Velo-Infrastrukturen richtungsweisende Ziele gesetzt. Konkret sollen die E-Mobilität und das Potential für Velo- und Fussgängerverkehr in der verdichteten Agglomeration gefördert werden. Darüber hinaus wurde festgelegt, dass sich der Kanton als Holzbaupionier in bestehenden und neuen Technologien etablieren will.

Mit dem Projekt einer Velohochbahn in Holzmodulbauweise will die Regierung des Kantons Basel-
Landschaft zusammen mit dem ASTRA diesen Vorgaben in besonderem Mass Rechnung tragen und zeitnah ein Projekt realisieren, das für die aktuellen Mobilitätsprobleme einen konkreten Lösungsansatz bieten kann.

Hochwertige Verbindungen für E-Bikes erhöhen Sicherheit und Leistungsfähigkeit
Das anhaltende Verkehrswachstum und der knappe Raum erfordern insbesondere in den Agglomerationen neue Lösungen. Ein Ansatz besteht in der verstärkten Nutzung der schnellen E-Bikes. Diese sind stark verbreitet und ermöglichen ein komfortables und schnelles Vorwärtskommen über Distanzen von 5 – 30 Kilometern. Um dieses Potential ausschöpfen zu können, benötigen E-Bikes eine geeignete Infrastruktur. Im europäischen Ausland haben sich dafür sogenannte Velobahnen, das heisst hochwertige Verbindungen innerhalb des Velowegnetzes, als zielführende Lösung herauskristallisiert. Velobahnen sind attraktiv, sicher und verbinden wichtige Ziele in kurzer Zeit.

ASTRA mit bestehenden hochwertigen Trassen
Neben dem heute bestehenden kantonalen Radroutennetz soll für die Zukunft geprüft werden, inwiefern hochwertige Velobahntrassen in die bestehenden Korridore der Nationalstrassentrassen aufgenommen werden könnten. Dafür hat das ASTRA eine konkrete Linienführungsstudie für die Region Basel in Auftrag gegeben. Langfristig soll geklärt werden, wie sich das kantonale Radroutennetz mit einem übergeordneten Velobahnnetz verknüpfen lässt. Das Ziel ist es, für die Velofahrenden der Region ein hochwertiges Angebot zu schaffen, welches auch das bestehende Strassennetz entlastet.

ESAF 2022 als Leuchtturm – Pionierrolle für das Baselbiet
Vor dem Hintergrund der aktuellen Verkehrsprobleme in der Region haben die Regierung des Kantons Basel-Landschaft und das ASTRA beschlossen, eine Pilotstrecke zu bauen. Die Velohochbahn soll bis zum ESAF 2022 den Betrieb aufnehmen und den Besuchern das Potential einer hochwertigen Infrastruktur für Velos demonstrieren

Der direkte Lückenschluss im Radroutennetz zwischen Pratteln und der Römerstadt drängt sich auf, da dort im Moment keine hochwertige Veloverbindung existiert. Mit einheimischem Holz als Baustoff und dem Einsatz von Photovoltaikmodulen in den Geländern für die Stromproduktion setzt das Projekt nicht zuletzt auch hohe ökologische Standards.

Das Projekt und seine Zukunft
Für die Realisierung des Projekts wird der Regierungsrat dem Landrat im 4. Quartal 2020 eine entsprechende Landratsvorlage unterbreiten. Die Zustimmung des Parlaments vorausgesetzt, soll von Mitte 2021 bis Mitte 2022 die Projektrealisierung erfolgen, so dass die Velohochbahn vor der Eröffnung des ESAF 2022 ihren Betrieb wird aufnehmen können.

Aus dem Betrieb der Velohochbahn versprechen sich der Kanton Basel-Landschaft und das ASTRA vertiefte Erkenntnisse über Erstellung und den Betrieb künftiger Velobahnen, um langfristig zeitgemässe, leistungsfähige und sichere Veloverkehrsinfrastrukturen zur Verfügung stellen zu können.

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