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25.01.2011
Untersuchungen zeigen: Trinkwasser im Hardwald ist sicher
Das Trinkwasser im Hardwald ist nicht gefährdet. Die Grundwasseranreicherung (Grundwasserberg) schützt die Trinkwasserfassungen im Hardwald vor dem Abstrom der Deponien und weiteren belasteten Standorten. Der Schutz funktioniert auch ohne die Grundwasserförderung in Schweizerhalle. Dies zeigen die neusten Untersuchungen des Amtes für Umweltschutz und Energie BL (AUE).
Das AUE hat die Grundwasserbelastungen im Raum Muttenz weiter untersucht und die Zuströmbereiche zu den Trinkwasserbrunnen berechnen lassen. Dazu wurden 9 Messstellen errichtet, die den ganzen Grundwasserleiter bis in eine Tiefe von 100 m erfassen können. Aus den Bohrkernen wurden Feststoffproben entnommen und das Grundwasser analysiert. In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Peter Huggenberger, Leiter der Abteilung für Angewandte und Umweltgeologie der Universität Basel, der Hardwasser AG und der Gemeinde Muttenz wurden zudem die Auswirkungen verschiedener Szenarien der Grundwasseranreicherung und -entnahme auf die Trinkwassersicherheit modelliert.
Frühere Ergebnisse bestätigt
Der gesamte Grundwasserkörper im Raum Muttenz ist mit Spurenstoffen bis in eine Tiefe von 100 m belastet. Dies zeigen sowohl die Bohrkernuntersuchungen als auch die Grundwasseranalysen. Der frühere Befund des AUE, dass die heute noch im Grundwasser des Hardwalds gefundenen Spurenstoffe aus der Remobilisation früher mit dem Grundwasserstrom transportierter und abgelagerter Schadstoffe stammen, hat sich somit bestätigt.
Grundwasserberg schützt Trinkwasser
Mit dem Grundwassermodell wurden verschiedene reale Zustände der Grundwasserbewirtschaftung berechnet. Um der Sorgfaltspflicht nachzukommen, wurden zudem Extremszenarien untersucht, bei welchen die Grundwasserentnahme in Schweizerhalle oder die Grundwasseranreicherung im Hardwald für drei Monate unterbrochen werden. Unter allen realen Umständen und sogar bei der Ausserbetriebnahme der Grundwasserentnahme in Schweizerhalle ist die Trinkwasserproduktion sicher. Erst wenn die Grundwasseranreicherung ausser Betrieb genommen würde, gelangt der Abstrom der Deponien wie erwartet in den Hardwald.
Trinkwasseraufbereitung richtige Massnahme
Die geplante Sanierung der Deponie Feldreben wird somit an der Belastung des Grundwassers im Hardwald mit Spurenstoffen nichts ändern. Die Sanierung wird jedoch in Zukunft die Freiheitsgrade für die Grundwassernutzung in Muttenz erhöhen. In der heutigen Situation ist deshalb die Trinkwasseraufbereitung die richtige und geeignete Massnahme zur Entfernung der Spurenstoffe. Das AUE wird die Grundwasserüberwachung weiterführen um allfällige Veränderungen im System frühzeitig zu erkennen.
- Präsentation Amt für Umweltschutz und Energie [PDF]
- Präsentation Universität Basel [PDF]
Die neusten Berichte zu den Grundwasseruntersuchungen sind abrufbar unter:
www.baselland.ch > Bau, Umwelt > Amt für Umweltschutz und Energie > Grundwasser > Publikationen
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Kommunikation
Für Rückfragen:
Dr. Alberto Isenburg, Leiter Amt für Umweltschutz und Energie, Tel. 079 320 78 64
Liestal, 25. Januar 2011
Das AUE hat die Grundwasserbelastungen im Raum Muttenz weiter untersucht und die Zuströmbereiche zu den Trinkwasserbrunnen berechnen lassen. Dazu wurden 9 Messstellen errichtet, die den ganzen Grundwasserleiter bis in eine Tiefe von 100 m erfassen können. Aus den Bohrkernen wurden Feststoffproben entnommen und das Grundwasser analysiert. In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Peter Huggenberger, Leiter der Abteilung für Angewandte und Umweltgeologie der Universität Basel, der Hardwasser AG und der Gemeinde Muttenz wurden zudem die Auswirkungen verschiedener Szenarien der Grundwasseranreicherung und -entnahme auf die Trinkwassersicherheit modelliert.
Frühere Ergebnisse bestätigt
Der gesamte Grundwasserkörper im Raum Muttenz ist mit Spurenstoffen bis in eine Tiefe von 100 m belastet. Dies zeigen sowohl die Bohrkernuntersuchungen als auch die Grundwasseranalysen. Der frühere Befund des AUE, dass die heute noch im Grundwasser des Hardwalds gefundenen Spurenstoffe aus der Remobilisation früher mit dem Grundwasserstrom transportierter und abgelagerter Schadstoffe stammen, hat sich somit bestätigt.
Grundwasserberg schützt Trinkwasser
Mit dem Grundwassermodell wurden verschiedene reale Zustände der Grundwasserbewirtschaftung berechnet. Um der Sorgfaltspflicht nachzukommen, wurden zudem Extremszenarien untersucht, bei welchen die Grundwasserentnahme in Schweizerhalle oder die Grundwasseranreicherung im Hardwald für drei Monate unterbrochen werden. Unter allen realen Umständen und sogar bei der Ausserbetriebnahme der Grundwasserentnahme in Schweizerhalle ist die Trinkwasserproduktion sicher. Erst wenn die Grundwasseranreicherung ausser Betrieb genommen würde, gelangt der Abstrom der Deponien wie erwartet in den Hardwald.
Trinkwasseraufbereitung richtige Massnahme
Die geplante Sanierung der Deponie Feldreben wird somit an der Belastung des Grundwassers im Hardwald mit Spurenstoffen nichts ändern. Die Sanierung wird jedoch in Zukunft die Freiheitsgrade für die Grundwassernutzung in Muttenz erhöhen. In der heutigen Situation ist deshalb die Trinkwasseraufbereitung die richtige und geeignete Massnahme zur Entfernung der Spurenstoffe. Das AUE wird die Grundwasserüberwachung weiterführen um allfällige Veränderungen im System frühzeitig zu erkennen.
- Präsentation Amt für Umweltschutz und Energie [PDF]
- Präsentation Universität Basel [PDF]
Die neusten Berichte zu den Grundwasseruntersuchungen sind abrufbar unter:
www.baselland.ch > Bau, Umwelt > Amt für Umweltschutz und Energie > Grundwasser > Publikationen
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Kommunikation
Für Rückfragen:
Dr. Alberto Isenburg, Leiter Amt für Umweltschutz und Energie, Tel. 079 320 78 64
Liestal, 25. Januar 2011