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Ufergehölzpflege in der Vegetationsruhezeit verhindert Hochwasserschäden

11.11.2019

Der Fachbereich Gewässerunterhalt des Tiefbauamtes Basel-Landschaft startet Mitte November 2019 mit der Ufergehölzpflege entlang der Baselbieter Gewässer. Das oberste Ziel der Arbeiten ist es, den Hochwasserabfluss sicherzustellen. 

Die Pflegearbeiten werden ausschliesslich in den Wintermonaten in der Vegetationsruhezeit ausgeführt. Das Ziel ist es, ein arten- und abwechslungsreiches Ufergehölz mit Bereichen von Hochstaudenfluren (hochwachsende mehrjährige Pflanzen) zu erreichen. Alte Baumreihen oder zugewachsene Hochhecken werden aufgelockert und mit Sträuchern ergänzt. In anderen Bereichen wird die Ufervegetation gänzlich entfernt, damit Hochstaudenfluren wachsen können. 

Das Eschentriebsterben, auch bekannt als Eschenwelke, ist eine schwere Baumkrankheit, die erstmals im Jahr 2008 im Grossraum Basel festgestellt wurde. Die Krankheit ist inzwischen in allen Regionen des Landes verbreitet. Bis heute sind keine wirkungsvollen Massnahmen gegen das Eschentriebsterben bekannt und die Existenz der Esche als wertvolle Baumart ist bedroht. Die kranken Bäume müssen entfernt werden. Dasselbe gilt auch für andere Problembaumarten und standortfremde Arten (z.B. Kanadische Pappeln, Robinien, Fichten etc.). 

Nach solchen Pflegeeingriffen sieht es zunächst meist ziemlich kahl aus. Bereits nach kurzer Zeit spriessen jedoch Sträucher und Jungbäume und es entstehen Nistmöglichkeiten für Vögel und neue Lebensräume für andere Tiere.

Die Ufervegetation an den Fliessgewässern im Kanton Basel-Landschaft erfüllt im Landschaftshaushalt vielfältige Aufgaben. Der Gehölzbestand prägt das Erscheinungsbild der Tallandschaften. Er bindet das Gewässer ins Tal ein und schützt es vor angrenzenden Nutzungen. Uferböschungen werden durch die Verwurzelung der Uferbestockung stabilisiert und gegen Erosion geschützt. Die beschattende Wirkung der Vegetation auf die Wasserflächen hat einen positiven Einfluss auf die Wassertemperatur und die Gewässerfauna. Sie bildet im Weiteren einen wichtigen Vernetzungskorridor und Lebensraum für Pflanzen und Tiere.

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