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04.11.2016
Ufergehölzpflege an den Baselbieter Fliessgewässern
Der Fachbereich Gewässerunterhalt des Tiefbauamtes beginnt Mitte November 2016 wieder mit umfassenden Holz- und Pflegearbeiten an den Ufern der Baselbieter Fliessgewässer. So wird die Vegetationsruhezeit während den Wintermonaten durch die 10 Personen umfassende Unterhaltsgruppe genutzt. Das dient der Natur im Allgemeinen und der Vermeidung allfälliger Hochwasserschäden im Speziellen.
Die Ufervegetation an Fliessgewässern erfüllt im Landschaftshaushalt vielfältige Aufgaben. Der Gehölzbestand prägt das Erscheinungsbild der Tallandschaften. Er bindet das Gewässer ins Tal ein und schützt es vor angrenzenden Nutzungen. Uferböschungen werden durch die Verwurzelung der Uferbestockung stabilisiert und gegen Erosion geschützt. Die beschattende Wirkung der Vegetation auf die Wasserflächen hat einen positiven Einfluss auf die Wassertemperatur und die Gewässerfauna. Sie bildet im Weiteren einen wichtigen Vernetzungskorridor und Lebensraum für Pflanzen und Tiere.
Entlang der Gewässer wechseln sich Ufergehölz und gehölzfreie Abschnitte ab. Das angestrebte Ziel der Ufervegetation ist eine vielartige Verknüpfung zwischen bestockten und unbestockten Flächen, welche der einheimischen Flora und Fauna einen wertvollen Lebensraum bieten.
Im Pflegekonzept werden sowohl die Ziele als auch die Jährlichkeiten für die Ufergehölz- und Heckenpflege bestimmt. Oberstes Ziel der Ufergehölzpflege stellt aber der die Sicherstellung des Hochwasserabflusses dar.
Im Pflegekonzept werden sowohl die Ziele als auch die Jährlichkeiten für die Ufergehölz- und Heckenpflege bestimmt. Oberstes Ziel der Ufergehölzpflege stellt aber der die Sicherstellung des Hochwasserabflusses dar.
Die Pflegearbeiten werden ausschliesslich in den Wintermonaten (Vegetationsruhezeit) aus-geführt. Alte Baumreihen oder zugewachsene Hochhecken werden aufgelockert und mit Sträuchern ergänzt. In anderen Bereichen wird die Ufervegetation gänzlich entfernt, was das Aufkommen von Hochstaudenfluren fördert.
Das Eschentriebsterben, auch bekannt als Eschenwelke, ist eine schwere Baumkrankheit die erstmals 2008 im Grossraum Basel festgestellt wurde. Die Krankheit ist inzwischen in allen Regionen des Landes verbreitet. Bis heute sind keine wirkungsvollen Massnahmen gegen das Eschentriebsterben bekannt und die Existenz der Esche als wertvolle Baumart ist bedroht. Andere Problembaumarten und standortfremde Arten (z.B. Kanadische Pappeln, Robinien, Fichten etc.) werden ebenfalls entfernt.
Nach Pflegeeingriffen sieht es meist ziemlich kahl aus. Aber schon kurze Zeit später spriessen Sträucher und Jungbäume und es entstehen mehr Nistmöglichkeiten für die Vögel und neue Lebensräume für andere Tiere.