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Taskforce «Baustoffkreislauf Regio Basel»

09.07.2018 10:26

Die Regierungen der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt haben im Dezember 2017 das partnerschaftliche Geschäft «Abfallplanung Basel-Landschaft und Basel-Stadt 2017» genehmigt. Ein Schwerpunktthema der bikantonalen Abfallplanung ist die verstärkte Verwertung von Bauabfällen und Rückbaustoffen wie zum Beispiel Betonabbruch, Mischabbruch oder Aushubmaterial. Zur Umsetzung des Vorhabens hat Regierungsrätin Dr. Sabine Pegoraro die Taskforce «Baustoffkreislauf Regio Basel» initiiert. In enger Zusammenarbeit mit dem Kanton Basel-Stadt und der Stadt Liestal sowie mit technischer Unterstützung durch den Berufsverband „Bauunternehmer Region Basel“ soll die Verwertung von Bauabfällen gesteigert werden. Dadurch werden natürliche Ressourcen sowie kostbarer Deponieraum geschont und regional Wertschöpfung generiert.

Bauabfälle und Rückbaustoffe machen in der Schweiz nicht zuletzt als Folge von Gebäudesanierungen und verdichtetem Bauen im urbanen Raum den mengenmässig weitaus bedeutendsten Abfallstrom aus. Gleichzeitig ist der Ressourcenbedarf der Bauwirtschaft ungebrochen hoch. Durch die Trennung der Bauabfälle auf der Baustelle und deren Aufbereitung in Recyclinganlagen lassen sich diese Abfallstoffe zu hochwertigen Recyclingbaustoffen aufbereiten, die in der Bauwirtschaft wiederverwertet werden können. Dadurch werden wertvolle Primärrohstoffe wie zum Beispiel Kies eingespart und knapper Deponieraum wird geschont. Zudem generiert die Trennung, Behandlung und Aufbereitung von Bauabfällen und Rückbaustoffen regional eine Wertschöpfung.

Trotz des grossen Potenzials von Recyclingbaustoffen hat sich in der Region eine eigentliche Kreislaufwirtschaft für Baustoffe noch nicht durchgesetzt. Die Gründe dafür sind vielfältig: Primärrohstoffe und Deponieraum sind günstig, Recyclingbaustoffe kämpfen gegen Vorbehalte bezüglich Qualität und Preis und die Aufbereitung von Bauabfällen zu hochwertigen Recyclingbaustoffen ist anspruchsvoll. Dies alles führt dazu, dass in der Region Basel nach wie vor zu viele Bauabfälle deponiert und zu wenige Recyclingbaustoffe eingesetzt werden.

Durch die Erarbeitung einer Strategie und die Umsetzung eines entsprechenden Massnahmenpakets soll diese Fehlentwicklung kurz- bis mittelfristig korrigiert werden. Dazu hat die Vorsteherin der Bau- und Umweltschutzdirektion Dr. Sabine Pegoraro die Taskforce «Baustoffkreislauf Regio Basel» initiiert. Zusammen mit dem Kanton Basel-Stadt, der Stadt Liestal und mit technischer Unterstützung seitens des Verbands „Bauunternehmer Region Basel“ soll die Verwertung von Bauabfällen gesteigert und die Menge der deponierten Bauabfälle reduziert werden. Ausserdem will der Kanton Basel-Landschaft gemäss beschlossener Abfallplanung eine Vorbildfunktion betreffend den Einsatz von Recyclingbaustoffen übernehmen. Gleichzeitig sollen die Prozesse der Deponieplanung und -betreibung überarbeitet und an die Anforderungen der heutigen Gesellschaft angepasst werden. Da nicht alle Bauabfälle restlos und effizient verwertet werden können, müssen auch künftig regionale Deponien als Bestandteil eines nachhaltigen Baustoffkreislaufs für die Ablagerung von nicht verwertbaren Bauabfällen aus dem Wirtschaftsraum Basel zur Verfügung stehen.

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