Suche nach Deponiestandorten in der Nordwestschweiz

23.03.2011
Die Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn suchen gemeinsam nach neuen Ablagerungsmöglichkeiten für Aushub und andere nicht verwertbare mineralische Bauabfälle in der Region Basel. Damit soll in enger Kooperation mit der Bauwirtschaft der heutige Engpass entschärft und die Entsorgungssicherheit für die Zukunft verbessert werden.
 
Bei jedem Bauvorhaben, ob öffentlich oder privat, entstehen grosse Mengen an Bauabfällen. Ein wesentlicher Teil dieser Abfälle findet heute den Weg in die Verwertung, doch bleibt gerade beim Aushub und beim Bauschutt immer noch ein Volumen, von jährlich mehreren hunderttausend Kubikmetern, das auf Inertstoffdeponien abgelagert werden muss. Dies gestaltet sich in den dicht besiedelten Gebieten immer schwieriger, sodass die Transportdistanzen und die Entsorgungskosten laufend ansteigen.
 
Die Kantone Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn haben daher zusammen mit den Verbänden der Bauunternehmer eine gemeinsame Planung zur Sicherung der künftigen Entsorgung eingeleitet. In einem ersten Schritt werden alle Flächen erhoben, welche als Ablagerungsstandort in Betracht fallen. Diese Arbeiten werden durch ein spezialisiertes Ingenieurbüro im Auftrag der Kantone durchgeführt. Darin eingeschlossen sind auch Vorschläge von Bauunternehmungen, Gemeinden oder Privaten. Anschliessend erfolgt eine schrittweise Selektion und Bewertung, um die am besten geeigneten Standorte zu ermitteln, welche dann unter Einbezug der Standortgemeinden näher überprüft werden. Die verbleibenden Standorte werden schliesslich von den Kantonen in ihren Richtplänen ausgewiesen, was den Weg für die konkrete Projektierung der Deponien öffnet.
 
Die Gemeinden im Planungsgebiet sind über die Bedarfssituation und das geplante Vorgehen direkt informiert worden und werden auch weiterhin über die Arbeiten und deren Ergebnisse auf dem Laufenden gehalten.
 
Details unter: www.baselland.ch/fileadmin/baselland/files/docs/bud/arp/daten/aushub-inertstoffentsorgung.pdf .
 
BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Kommunikation
 
Für Rückfragen:  
bis 11.45 Uhr: Martin Huber, Amt für Raumplanung, stv. Amtsleiter, Tel. 061 552 59 37
 
Liestal, 23. März 2011