Sommer 2015 – heiss und Ozon wie 2006

03.09.2015
Heisse Sommertage haben auch ihre Schattenseiten. Eine davon ist die zu hohe Ozonbelastung an heissen und sonnigen Tagen. Dies hat der Sommer 2015 wieder eindrücklich gezeigt. Die Ozonbelastung lag so hoch wie seit 9 Jahren nicht mehr. Allerdings wurden die Extremwerte vom Jahrhundertsommer 2003 im 2015 nicht erreicht.

Im Gegensatz zum Sommer 2014 verwöhnte uns der Sommer 2015 mit viel Sonnenschein und viel heissen Tagen. Es gab vier Hitzephasen im Sommer 2015. Eine erste vom 2. bis 7. Juni, die zweite und längste folgte vom 26. Juni bis 24. Juli. Die dritte dauerte vom 2. bis 13. August. Das Sommerende schloss die vierte Hitzeperiode ab, welche vom 26. bis 31. August anhielt. Damit summierten sich im Sommer 2015 52 Sommertage (Maximum Temperatur grösser 25°C) und 28 Hitzetage (Maximum Temperatur grösser 30°C).

Ozon entsteht bei heisser und sonniger Witterung aus Stickoxiden von Autoabgasen und Feuerungen und Lösemitteldämpfen aus Industrie und privatem Gebrauch. Parallel zu den Temperaturen stieg deshalb diesen Sommer jeweils auch die Ozonkonzentration an. Die maximalen Ozonkonzentrationen lagen zwischen 176 und 198 Mikrogramm pro Kubikmeter, bei einem Grenzwert von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter. Der Grenzwert wurde je nach Station an 209 (Basel St.Johannplatz) bis 623 Stunden (Bettingen, Chrischona) überschritten. Damit war im Sommer 2015 während 34 bis 63 Tagen die Ozonbelastung übermässig, bis zu zwei Drittel aller Tage im Sommer.

Solch hohe und lange Ozonbelastungen waren in den vergangenen Jahren nicht mehr gemessen worden. Vergleichbare Werte traten letztmals vor neun Jahren, im Sommer 2006 auf. Die hohen Ozonbelastungen des Jahrhundertsommers 2003 mit Spitzenwerten der Belastungen von 250 Mikrogramm und Überschreitungen des Grenzwertes während 1100h wurden im 2015 (198 Mikrogramm und 623 Stunden im 2015) bei weitem nicht erreicht. Gerade auch der Sommer 2015 belegt eindrücklich die positive Wirkung der Luftreinhaltemassnahem der letzten Jahrzehnte aber auch die Notwendigkeit von weiteren Anstrengungen zur Senkung des Schadstoffausstosses.

Rückfragen: Andrea von Känel, Leiter Lufthygieneamt beider Basel (Tel. 061 552 62 29)
Liestal: 3. September 2015 Mehr Informationen zur Luftqualität

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