Navigieren auf baselland.ch

Benutzerspezifische Werkzeuge

Inhalts Navigation

Sie sind hier: Startseite / Politik und Behörden / Direktionen / Bau- und Umweltschutzdirektion / Medienmitteilungen / Seismische Untersuchung in Muttenz

Seismische Untersuchung in Muttenz

31.08.2020

Seit längerem sind im Gebiet Muttenz Dolineneinstürze (Erdfälle) und grossflächige Absenkungen bekannt. Das Amt für Umweltschutz und Energie der Bau- und Umweltschutzdirektion wird im November 2020 seismische Untersuchungen durchführen, um mögliche Ursachen der Geländesenkungen abzuklären. Die Untersuchungen können kurzfristige Lärmemissionen und leichte Vibrationen verursachen.

Über die Geländesenkungen in den Gebieten Margelacker, Fröschenegg und Hinterzweien in Muttenz hat das AUE bereits im Dezember 2019 informiert. Dabei wurden Untersuchungen angekündigt, um die Ursachen für die Geländesenkungen abzuklären. In der Zwischenzeit sind die Vorbereitungsarbeiten zur Durchführung von seismischen Untersuchungen fortgeschritten. Im Dorf und darüber hinaus bis auf die Rütihard werden vier seismische Linien aufgenommen. Aufgrund des Messverfahrens, muss die Länge der Linien über das Senkungsgebiet hinausgehen, um genügend tief in den Untergrund messen zu können. Erfasst werden die geologischen Strukturen von der Oberfläche bis in eine Tiefe von 1000 m in das Grundgebirge hinein.

Für die seismischen Messungen werden Schallwellen mit einem Vibrotruck (Vibrationsfahrzeug) in den Untergrund geleitet. Anschliessend werden die reflektierten Wellen mit Geophonen (Messgeräte zur Erfassung der Schallwellen) gemessen.

Die seismischen Messungen verursachen kurzfristige Lärmemissionen und leichte Vibrationen (ähnlich der Durchfahrt eines Trams). Bei den Messungen entstehen keine Schäden an Gebäuden und Infrastruktur. An den Abhängen an der Rütihard und entlang des Hallenbades, wo der Vibrotruck nicht fahren kann, wird Sprengseismik durchgeführt. Die Sprengung geschieht in zwei Meter Tiefe und hat keine Veränderungen an der Erdoberfläche zur Folge.

Die Anwohner an den Seismiklinien wurden bereits mit einem Schreiben über die Messungen informiert. Die Untersuchungen werden Mitte November 2020 durchgeführt und dauern vier bis fünf Tage.

Im weiteren Verlauf des Projektes zur Untersuchung der Geländesenkungen werden Anfang 2021 in Muttenz Dorf ein bis zwei tiefe Bohrungen bis in das Salzlager vorgenommen. Die Bohrungen dienen der Erfassung der Struktur der Gesteine und der exakten Schichtgrenzen und sind die Ausgangslage für Grundwassermessungen.

Die Schweizer Salinen planen zur gleichen Zeit seismische Untersuchungen zur Bestimmung des Salzvorkommens in ihrem Konzessionsgebiet. Da sich die Untersuchungsgebiete der Saline mit demjenigen des Kantons im Bereich Rütihard (nicht in Verbindung mit konkreten Förderprojekten) überlappen, werden einige Seismiklinien gemeinsam aufgenommen.

Zur Erläuterung der seismischen Messungen führen die Schweizer Salinen und das Amt für Umweltschutz und Energie am Samstag, 24. Oktober 2020 von 10 bis 14 Uhr in Pratteln einen Besuchstag für die Bevölkerung durch. Gezeigt wird ein Vibrotruck in Aktion sowie eine Livemessung des Untergrunds. Details zum Besuchstag werden frühzeitig via die lokalen Medien bekanntgegeben.

Weitere Informationen.

Fusszeile