Schutz des Muttenzer Dorfkerns vor Überschwemmungen

21.05.2021

Im Frühling 2016 stand der Dorfkern von Muttenz in kurzen Abständen gleich zwei Mal unter Wasser. Mittlerweile wurden verschiedene Varianten geprüft, um das Zentrum künftig vor Überschwemmungen zu schützen. Ein Rückhaltebecken am Standort Weiermatt erfüllt alle Kriterien zum Schutz der Landschaft und auch im Bezug auf die Wirtschaftlichkeit. 

Im Nachgang zu den beiden Hochwassern vom Mai und Juni 2016 erneuerte die Gemeinde Muttenz das Einlaufbauwerk des Dorfbachs und beseitigte Engpässe in der Ableitung des Bachwassers. Die Abflusskapazität verdoppelte sich dadurch, reicht aber noch nicht aus, um wirksam vor den Folgen eines Jahrhunderthochwasser zu schützen. Machbarkeitsstudien und ein Vorprojekt zeigen für ein Rückhaltebecken am Standort Weiermatt beim alten Feuerwehrweiher mit Abstand die besten Werte hinsichtlich Stauvolumen, Umweltverträglichkeit und Wirtschaftlich­keit. Die bestehende Topografie bietet sich an, um landschaftsschonend und auch fürs Auge recht unauffällig einen Damm ins Gelände einzupassen, der an seiner höchsten Stelle 4 Meter über dem heutigen Terrain liegen wird. Die Gwidemstrasse würde neu über die Dammkrone verlaufen. Bei Wassermassen, die das hundertjährliche Hochwasser von 2016 noch deutlich übersteigen, könnte diese Überlastmenge kontrolliert über eine Bresche in der Dammkrone ablaufen. 

Sobald der Auftrag für die weitere Projektierung erteilt und der Baugrund untersucht ist, werden Lage und Ausgestaltung des Damms im Detail festgelegt. Die Bauherrschaft für das Rückhalte­becken übernimmt das Tiefbauamt Baselland in enger Zusammenarbeit mit der Bauverwaltung Muttenz. Bestandteil ihrer gemeinsamen Planung sind auch kleinere Ergänzungsmassnahmen am und im Bach sowie der ökologische Ausgleich zum Projekt. Etwa Ende 2022 wird es der Muttenzer Bevölkerung im Rahmen der öffentlichen Mittwirkung näher vorgestellt werden können.