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Schrittweise zurück in die Normalität – Basel-Landschaft passt seine Strategie an

24.04.2020
Am Montag, 27. April 2020, beginnt schweizweit (Ausnahme Kanton Tessin) die schrittweise Lockerung der Massnahmen im Zusammenhang mit Covid-19. Auch der Kanton Basel-Landschaft passt seine Strategie an. Insbesondere davon betroffen ist das Gesundheitswesen.
 
In den vergangenen Wochen wurden die Aufgaben der verschiedenen Spitäler im Kanton Basel-Landschaft an die Covid-19-Lage angepasst. Nun werden die Spitäler schrittweise wieder ihre ursprünglichen Tätigkeiten aufnehmen. Die ambulante Versorgung ist an allen Standorten des Kantonsspitals Baselland und in den Privatspitälern ab Montag, 27. April 2020, vollständig gewährleistet. Die schrittweise Rückkehr zum normalen stationären Angebot erfolgt bis zum 11. Mai 2020. In dieser Zeitspanne werden auch die Operationskapazitäten hochgefahren. Am Standort Bruderholz ist es ab dem 4. Mai 2020 wieder möglich Personen zu operieren, die nicht am Coronavirus erkrankt sind.
Neben den Ärzten, welche ihre Tätigkeiten in den vergangenen Wochen grösstenteils weitergeführt haben, dürfen ab dem 27. April 2020 auch Zahnärzte und Physiotherapeutinnen ihre Praxen wieder öffnen. Alle Praxen müssen vor der Öffnung ein Hygienekonzept erarbeiten. Die Konzepte werden weder vom Bund noch vom Kanton formell bewilligt. Hingegen kann die Umsetzung und Anwendung der Schutzkonzepte vom Amt für Gesundheit kontrolliert werden.
 
Abklärungsstationen Münchenstein wird weitergeführt
Ab dem 1. Mai 2020 werden im Kanton Basel-Landschaft Personen mit einer möglichen Coronavirus-Infektion nur noch in der Abklärungsstation in Münchenstein untersucht und getestet. Auch können Arztpraxen und Spitäler ihre Patienten vor Eingriffen oder Spitaleintritten für einen Covid-19-Abstrich in die Abklärungsstation in Münchenstein überweisen. Die Abklärungsstation Münchenstein hat an sieben Tagen die Woche von 8.00 bis 20.00 Uhr geöffnet.
Die Abklärungsstation in Lausen wird per 30. April 2020 geschlossen. Sie bleibt jedoch bis Ende Sommerferien in Bereitschaft, um eine Wiederaufnahme des Betriebs im Falle einer erneuten Zunahme der Corona-Fallzahlen zu gewährleisten.
 
Armee und Zivilschutz ziehen sich zurück
Mit der Rückführung der Spitäler in ihre ursprünglichen Tätigkeiten neigt sich auch der Einsatz der Armee im Gesundheitswesen des Kantons Basel-Landschaft dem Ende zu. Bereits am 23. April 2020 wurden die Armeeangehörigen, welche am Standort Bruderholz stationiert waren, verabschiedet. Die Truppe am Standort Liestal wird ihren Einsatz am 30 April 2020 beenden. Es bleiben lediglich die Truppen, welche die Eidgenössische Zollverwaltung bei der Durchsetzung der Einreisebestimmungen unterstützen.
Mit der Schliessung der Abklärungsstation in Lausen am 30. April 2020, wird auch der Zivilschutz vor Ort seinen Einsatz abschliessen. Weiterhin im Einsatz bleibt der Zivilschutz in der Abklärungsstation Münchenstein.
 
Besuche in Altersheimen mit Einschränkungen bald erlaubt, in Spitälern weiterhin nicht
Ab dem 11. Mai 2020 wird das Besuchsverbot in den Heimen im Kanton Basel-Landschaft gelockert. Bewohnerinnen und Bewohner dürfen ihre Angehörigen unter klar geregelten Hygiene- und Schutzmassnahmen in eigens dafür erstellten Besuchsräumen oder Besuchsboxen empfangen. Die Anzahl der Besucher ist auf vier beschränkt. Um bei einer allfälligen Coronavirus-Infektion die Ansteckungskette zurückverfolgen zu können, muss die Heimleitung die Besucher erfassen.
Ausnahmebewilligungen sind weiterhin möglich, zum Beispiel bei Sterbenden.
In den Spitälern des Kantons Basel-Landschaft gilt weiterhin ein Besuchsverbot.
Institutsinterne Dienstleistende, wie zum Beispiel die Podologie, dürfen ihre Dienstleistungen bereits ab dem 27. April 2020 wieder aufnehmen. Sie müssen ihre individuellen Hygienekonzepte von der Heimleitung genehmigen lassen.
 
Unternehmen müssen Schutzkonzepte erstellen
Um ihre Arbeit wieder aufnehmen zu können, müssen Unternehmen vorgängig eigene Schutzkonzepte erstellen. Die Schutzkonzepte müssen aufzeigen, welche Schutzmassnahmen im Einzelnen vor Ort zum Einsatz kommen. Dazu gehören beispielsweise Vorkehrungen zur Einhaltung der Abstandsvorgaben, die Beschränkung der Anzahl anwesender Personen, die Bereitstellung von Desinfektionsmitteln, gegebenenfalls die Verwendung von Schutzausrüstung wie Schutzmasken und -handschuhen, der Reinigungsrhythmus und die Desinfektion der Räumlichkeiten, Einrichtungen und Gegenstände.
Für das Erstellen der Schutzkonzepte können sich die Unternehmen auf die gesundheits- und arbeitsrechtlichen Vorgaben des BAG und des Staatssekretariats für Wirtschaft abstützen, welche auf der Webseite publiziert sind. Nach wie vor beschreibt das Handbuch für betriebliche Vorbereitung Massnahmen, um den Betrieb im Pandemiefall aufrecht zu erhalten. Fragen werden auch von der eigens dafür eingerichteten Hotline (061 552 77 75) des KIGA Baselland beantwortet. Die Konzepte werden weder vom Bund noch vom Kanton formell bewilligt. Hingegen kann die Umsetzung und Anwendung der Schutzkonzepte kontrolliert werden.
Kantonaler Krisenstab übergibt schrittweise wieder an die Direktionen
Am 28. Februar 2020 wurde der Teilstab Pandemie des Kantonalen Krisenstabs aktiviert. Nun wird die operative Verantwortung schrittweise wieder an die einzelnen Direktionen des Kantons zurückgegeben.

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