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Sanierungsbedarf bei einem ehemaligen Übungsplatz der Feuerwehren im Laufental

25.01.2017 11:50

Das Areal des ehemaligen Übungsplatzes der Feuerwehren im Gebiet „Aegerten“ bei Laufen muss saniert werden. Untersuchungen haben ergeben, dass die im Grundwasserpumpwerk der Stadt Laufen festgestellten Verunreinigungen mit perfluorierten Tensiden mit grosser Wahrscheinlichkeit vom übungsmässigen Einsatz von Löschschäumen der Feuerwehren stammen.

Das unmittelbar an der Birs liegende Grundstück „Aegerten“ bei Laufen wurde von der Stadt Laufen als Ausbildungszentrum für den Zivilschutz genutzt und diente verschiedenen Feuerwehren als Übungsplatz zur Brandbekämpfung.

Nachdem im Jahr 2010 im Trinkwasser des Pumpwerks „Birshalden“ Verunreinigungen mit perfluorierten Tenside (PFT) festgestellt wurden, haben Altlastenuntersuchungen ergeben, dass diese Belastungen mit grosser Wahrscheinlichkeit vom Einsatz von PFT-haltigen Löschschäumen auf dem Übungsplatz „Aegerten“ stammen.

Perfluorierte Tenside sind eine Gruppe industriell hergestellter, langlebiger Verbindungen, die in der Natur nicht vorkommen. PFTs wurden in unterschiedlichen technischen Bereichen, wie zum Beispiel die Textil- und Galvanikindustrie, aber auch als Feuerlöschschaummittel eingesetzt. Da die PFTs teilweise über mehrere Jahre im menschlichen Organismus verbleiben und eine chronische Toxizität aufweisen, wurde der Einsatz von PFTs in den vergangenen Jahren stark reguliert. Seit 2011 ist der Einsatz von PFT-haltigen Löschschäumen in der Schweiz verboten.

Bereits im Jahr 2013 hat die Stadt Laufen über diese Belastung informiert. Aufgrund der vorliegen-den Ergebnisse der seither vorgenommenen historischen und technischen Untersuchungen ist der Standort „Aegerten“ durch das Amt für Umweltschutz und Energie Basel-Landschaft als sanierungsbedürftige Altlast beurteilt worden. Die Stadt Laufen führt daher ab Februar 2017 detaillierte Untersuchungen auf dem Areal durch. Diese Untersuchungen sollen die Grundlage für die anschliessenden Sanierungsmassnahmen der belasteten Flächen liefern.

Die im Trinkwasser gefundenen Werte der PFTs wurden vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen toxikologisch bewertet. Nach heutigem Kenntnisstand besteht bei den gemessenen niedrigen Konzentrationen für Trinkwasserkonsumenten keine Gefahr. Das Trinkwasser des Pumpwerks Birshalden und das Grundwasser im Zustrom des Pumpwerks werden jedoch wie bis anhin regelmässig und engmaschig überwacht.

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