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Sanierung und Umgestaltung der Rheinstrasse

18.01.2012
Sanierung und Umgestaltung der Rheinstrasse – eine Zukunft als vielfältiger Strassenraum

Für die Umgestaltung der Rheinstrasse zwischen Frenkendorf/Füllinsdorf und Liestal ist ein neues Konzept erarbeitet worden. Es ist auf die Nutzungen in den verschiedenen Abschnitten abgestimmt und ist ein Baustein zum Erreichen der Ziele, die mit dem Projekt der H2 Pratteln - Liestal (HPL) gesetzt worden sind. Die Bauarbeiten an der Rheinstrasse beginnen nach der Eröffnung der HPL.


Die Rheinstrasse wird ab 2014 deutlich weniger Verkehr aufnehmen müssen. Ihre Anpassung an die neue Nutzung ist Bestandteil des Projekts HPL. Als flankierende Massnahme ist dieses Teilprojekt mit allen anderen Abschnitten der HPL im Jahr 2002 rechtskräftig geworden. 

Das Projekt sieht neben der Sanierung auch eine Umgestaltung zu einer zweispurige Kantonsstrasse mit Kreiseln und Baumreihen vor. Da diese Pläne aber bereits mehr als zehn Jahre alt sind, beschloss die Bau- und Umweltschutzdirektion, die Planung zu überprüfen und auf einen aktuellen Stand zu bringen.

Rückmeldungen aus den Gemeinden, von kantonalen Amtsstellen und Werkleitungseigentümern bewogen das Tiefbauamt zu einem kooperativen Verfahren, das die Vielfalt der Bedürfnisse in das Projekt einbindet. Der Arbeitsgruppenprozess lief während zwei Jahren und mündete Ende 2011 in ein Gesamtkonzept, über das die Bau- und Umweltschutzdirektion heute informiert hat und das nun öffentlich zur Diskussion steht.

Lebensraum mit erhöhter Wohn- und Arbeitsqualität

Das neue Konzept berücksichtigt die Bedürfnisse aller Verkehrsarten, der Anlieger (Grundeigentümer, Mieter und Pächter) und Gemeinden. Es ist zudem auf die Anzahl Fahrzeuge auf den einzelnen Strassenteilen abgestimmt, die für das Jahr 2030 erwartet werden. 

Beides führte zu einer Gliederung des Projekts in mehrere Abschnitte mit unterschiedlichen Merkmalen. Ihnen allen gemeinsam ist, dass der „grüne Charakter“ des bisherigen Projekts erhalten bleibt, auf der Strasse eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h gilt, der querende Langsamverkehr eine hohe Beachtung findet und pro Fahrtrichtung eine Fahrspur vorgesehen ist.

Gestaltung in Abschnitten

Der nördliche Abschnitt führt vom neuen Grosskreisel in der Hülften ins Siedlungsgebiet. Hier werden weiterhin relativ viele Fahrzeuge erwartet – im Durchschnitt rund 22'000 pro Tag. Die Strasse soll hier auf das Verkehrsaufkommen ausgerichtet und zwischen Grünflächen eingebettet werden.

Anschliessend an den Knoten Wölferstrasse/Flachsackerstrasse, der als Kreisel vorgesehen ist, folgt der erste Innerortsbereich. Ab hier sieht die gemischte Arbeitsgruppe einen so genannten Mehrzweckstreifen in der Mitte zwischen den beiden Fahrbahnen vor. Er soll bis nach Liestal reichen und verschiedenen Zwecken dienen: Fussgängern erleichtert er das Überqueren der Strasse, Autofahrern ermöglicht er das Linksabbiegen, und auch zu einer ansprechenden Gestaltung trägt er bei.

Das geringste Verkehrsaufkommen wird in der Mitte der rund zweieinhalb Kilometer langen umzugestaltenden Rheinstrasse erwartet. Hier werden nur noch rund 5'000 Fahrzeuge pro Tag verkehren. Gleichzeitig befindet sich an dieser Stelle die wichtigste Verbindung zwischen den Ortskernen von Frenkendorf und Füllinsdorf für den Langsamverkehr. Ein neuer Platz, der sich in Verlängerung der Bahnhofstrasse quer über die Rheinstrasse erstreckt, soll diesen Ort markieren.

Entlang des südlichen Teils der Rheinstrasse, vor allem auf Liestaler Stadtgebiet, steht das Wohnen im Vordergrund. Auch hier ist der Mittelstreifen vorgesehen und die neu gestaltete Strasse wird von Bäumen begleitet. Auf der einen Seite finden diese Platz in einem breiten Trottoir, auf der anderen Seite auf der Tunneloberfläche.

Öffentliche Mitwirkung

Das aktuelle Konzept erfordert eine Änderung des kantonalen Nutzungsplans HPL im Abschnitt Rheinstrasse. Es findet deshalb eine öffentliche Mitwirkung statt. Diese läuft bis am 17. Februar 2012. Die Unterlagen liegen in den Gemeindeverwaltungen Frenkendorf und Füllinsdorf, der Stadtverwaltung Liestal und im Tiefbauamt Baselland auf. Die Dokumente sind auch auf www.hpl.bl.ch einsehbar. 

Anregungen und Hinweise zum Projekt können an die Bau- und Umweltschutzdirektion, Tiefbauamt, Rheinstrasse 29, 4410 Liestal bzw. an tiefbauamt@bl.ch gerichtet werden. Telefonische Rückfragen sind auf Nummer 061 552 54 84 möglich. 

Das Tiefbauamt wird über die Ergebnisse der Mitwirkung und deren Auswirkungen auf die Projektentwürfe informieren. Voraussichtlich nach den Sommerferien 2012 findet dann die öffentliche Planauflage des überarbeiteten Konzepts statt, mit Einspracherecht für berechtigte Personen und Gruppierungen.

Für Rückfragen:
Martin Schaffer, Projektleiter, Tiefbauamt, Tel. 061 552 54 13

BAU- UND UMWELTSCHUTZDIREKTION, Kommunikation

Liestal, 18. Januar 2012

Weitere Informationen.

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