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Rückblick auf ein Jahr Baselbieter Energiepaket: 67 Eisenbahnwaggons Heizöl gespart

17.03.2011
Vor gut einem Jahr ist das Baselbieter Energiepaket gestartet. Dass der Start sehr gut geglückt ist, zeigt die grosse Nachfrage für fast 3 000 Förderprojekte. Rund die Hälfte sind Gebäudesanierungen, die aus der nationalen CO2-Abgabe finanziert werden. Die andere Hälfte der Projekte nutzen erneuerbare Energien oder dienen der Vorbereitung von Gebäude- sanierungen (Energieanalyse) und werden aus dem vom Landrat bewilligten 50 Millionen-Kredit unterstützt. Die Partner des Baselbieter Energiepakets, der Kanton Basel-Landschaft, die Wirtschaftskammer Baselland, der kantonale Hauseigentümerverband und die Basellandschaftlichen Kantonalbank haben auf ein erfolgreiches Jahr zurück geblickt und erste Zahlen präsentiert.

Seit dem 1. Januar 2010 läuft das Förderprogramm, das energetische Sanierungen, den Einsatz erneuerbarer Energien und Minergie-P-Neubauten im Kanton Baselland mit finanziellen Förderbeiträgen des Kantons und des Bundes unterstützt. Unter der Leitung der Bau- und Umweltschutzdirektion konnte die Partnerschaft des Basel­bieter Energiepakets das Förderprogramm innert kurzer Zeit institutionalisieren und unter den Ansprechgruppen bekannt machen. Nach dem ersten Jahr zogen alle Partner ein positives Fazit.

Die Zielsetzung des Kantons ist klar: Bis ins Jahr 2050 sollen alle Altbauten im Kanton Basel-Landschaft den Anforderungen der so genannten «2'000 Watt-Gesellschaft» entsprechen. Das Baselbieter Energiepaket sei ein wichtiger Schritt auf diesem ambitionierten Weg, sagte Regierungspräsident Jörg Krähenbühl, Vorsteher der Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) . Man sei nach einem Jahr sehr zufrieden und liege «auf Kurs». Fast 3`000 Fördergesuche sind bis Ende Dezember 2010 eingereicht worden. Durch die getroffenen Massnahmen werden pro Jahr 40`400 MWh Energie eingespart. Dies entspricht einem Zug in der Länge von 67 Bahnwaggons gefüllt mit Heizöl oder dem Heizenergieverbrauch von etwa 1`400 Einfamilienhäusern Baujahr 1970. Krähenbühl betonte, dass das Förderprogramm sehr sinnvoll ausgestaltet sei, so dass es den Hauseigentümern möglich sei, ökonomische Chancen mit ökologischer Vernunft zu verbinden. In Zukunft wolle man das Programm weiter intensiv vorantreiben und stets am Ball bleiben.

Ebenfalls Partner des Baselbieter Energiepakets ist der kantonale Hauseigentümerverband (HEV) . Geschäftsführer Markus Meier zeigte sich erfreut über den Start des Förderprogramms. Dem HEV sei es durch verschiedenste Informationsmassnahmen gelungen, die Hauseigentümer über die Chancen des Förderprogramms aufzuklären und es im ganzen Kanton bekannt zu machen. Er strich hervor, dass im Kanton Baselland das Baselbieter Energiepaket in Kombination mit dem bereits bestehenden Bauspar-Modell äusserst attraktive Rahmenbedingungen für Hauseigentümer und solche, die es werden wollen, schaffe.

Landrat Christoph Buser , Geschäftsleitungsmitglied und Leiter KMU-Förderung der Wirtschaftskammer Baselland , zog ebenfalls ein positives Fazit aus Sicht der KMU-Wirtschaft. Die Wirtschaftskammer habe, in Zusammenarbeit mit den betroffenen Berufsverbänden und den lokalen Gewerbevereinen, das Gewerbe mit einer gut aufgegleisten Informationskampagne über die Möglichkeiten des Basel­bieter Energiepakets aufgeklärt und die Betriebe für eingehende Aufträge «fit gemacht». Das Baselbieter Energiepaket habe allein im ersten Jahr ein Investitions­volumen von118 Mio. Fr. ausgelöst. Besonders erfreulich sei, dass der allergrösste Teil der Aufträge an das heimische KMU-Gewerbe vergeben wurde. Da das Baselbieter Energiepaket auf zehn Jahre ausgelegt ist, sei dies ein ökologisch und ökonomisch nachhaltiges Förderprogramm für die regionale KMU-Wirtschaft.

Kaspar Schweizer , Mitglied der Geschäftsleitung der Basellandschaftlichen Kantonalbank (BLKB) , ist ebenfalls sehr zufrieden mit dem Verlauf des ersten Jahres des Baselbieter Energiepakets. Das BLKB-Energiepaket, welches den Kunden finanzielle und gesamtheitliche Beratung bei Sanierungsprojekten sowie ein attraktives Bankprodukt bietet, sei ein grosser Erfolg. Das Paket wurde im vergangenen Jahr nochmals optimiert und noch attraktiver gemacht. Dass das Interesse in der Bevölkerung gross sei, zeige auch das Seminar der BLKB zum Thema «energetisch sinnvoll renovieren», welches 200 Teilnehmer anzog. Das Baselbieter Energiepaket passe auch perfekt in das innerbetriebliche Ökologie-Konzept der BLKB, die unter anderem in Liestal mit ihrem Neubau UNO im Minergiestandard ein «markantes ökologisches Zeichen setze».

Beilagen:
- Baselbieter Energiepaket: Zahlen und Fakten
- Präsentation vom 17. März 2011

Weitere Informationen unter www.bl-energiepaket.ch

Kontakt:
Jörg Krähenbühl, Regierungspräsident
Vorsteher Bau- und Umweltschutzdirektion
Tel. 061 552 54 03

Markus Meier
Geschäftsführer Hauseigentümerverband Baselland
Tel. 061 927 65 14

Christoph Buser, Landrat
Mitglied der Geschäftsleitung Wirtschaftskammer Baselland
Tel. 061 927 65 22

Kaspar Schweizer
Mitglied der Geschäftsleitung BLKB
Tel. 061 925 94 94

Liestal, 17. März 2011

Weitere Informationen.

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