Navigieren auf baselland.ch

Benutzerspezifische Werkzeuge

Servicenavigation

Inhalts Navigation

Sie sind hier: Startseite / Politik und Behörden / Direktionen / Bau- und Umweltschutzdirektion / Medienmitteilungen / Reigoldswil: Inertstoffdeponie Eichenkeller wird stillgelegt

Reigoldswil: Inertstoffdeponie Eichenkeller wird stillgelegt

10.03.2017 09:10
Im Februar 2017 haben sich Vertreter der Eigentümer, der Betreiber und der Aufsichtsbehörde (Amt für Umweltschutz und Energie) getroffen um die Zukunft der Inertstoffdeponie Eichenkeller zu diskutieren. Dabei wurde unter anderem die Stilllegung der Deponie beschlossen.
 
Am 30. März 2014 barst im Hanggebiet Munimatt der Gemeinde Reigoldswil die Erdgasleitung der Gasverbund Mittelland AG (GVM). Seither wurde der Betrieb der oberhalb der Bruchstelle liegenden Deponie eingestellt.
 
Im Juni 2015 teilten die Behörden mit, dass der Deponiebetrieb weiterhin vorsorglich eingestellt bleiben muss und die intensive Überwachung der Hangbewegungen weitergeführt wird. Es wurde zudem vereinbart, dass die Inhaber der Deponie (Bürgergemeinde Reigoldswil und eine Privatperson) und die Deponiebetreiberin mögliche Zukunftsszenarien der Deponie ausarbeiten und beurteilen sollen, sodass ein Antrag an die Behörden gestellt werden kann.
 
Im Februar 2017 trafen sich Vertreter der Eigentümer, der Betreiber und der Aufsichtsbehörde (Amt für Umweltschutz und Energie) zur Diskussion der erarbeiteten Szenarien. Die Beteiligten kamen dabei einvernehmlich zu folgenden Entscheiden:
 
  1. Die Deponie Eichenkeller, Reigoldswil, wird stillgelegt und in die ordentliche Nachsorge überführt.
  2. In der gesetzlich vorgeschriebenen Nachsorgephase werden im vorliegenden Fall ins-besondere die Hangbewegungen weiterhin in den nächsten Jahren überwacht.
  3. Die genauen Modalitäten der Stilllegung und der ordentlichen Nachsorge werden in den nächsten Monaten erarbeitet und durch die Behörde verfügt werden.

Der Entscheid zur Stilllegung der Deponie und die Überführung in die ordentliche Nachsorge erscheinen als sinnvollste Lösung. Zum einen braucht es viel Zeit (mehrere Jahre), um die langfristige Tendenz von Hangbewegungen zuverlässig voraussagen zu können. Im vorliegenden Fall ist es zudem schwierig, zwischen natürlichen und durch den Menschen ausgelösten Hangbewegungen zu unterscheiden.

Die bisherigen Gefährdungsabschätzungen haben gezeigt, dass insbesondere die umliegenden Höfe nicht gefährdet sind. Diesbezüglich dürfen auch künftig keine Risiken eingegangen werden.

Weitere Informationen.

Fusszeile